Alternative oder Spielerei?
ReactOS: Neues Open-Source Windows
Sascha Hottes
ReactOS ist nicht der erste Anwärter der Open-Source-Gemeinde, der versucht den Platz einer Windows-Alternative einzunehmen. Etliche Vorgänger, wie Freedows OS und Alliance OS zum Beispiel, haben den Kampf schon aufgegeben. Doch ReactOS gibt sich optimistisch und die Entwickler arbeiten hart an der Veröffentlichung.
Ein globales Team aus Entwicklern arbeitet fieberhaft an der Fertigstellung von ReactOS. Der Kernel auf Windows NT-Basis funktioniert bereits und die ersten Anwendungen sind auch schon integriert. Doch viel kann ReactOS damit noch nicht, die Entwicklungen stecken noch in der Alpha-Phase.
- Freies Windows für freie Bürger
- Open-Source bringt Entwicklungsvorsprung
- Die Entwicklung
- Die Veröffentlichungen bis Heute
- Die Oberfläche
- Fazit
Freies Windows für freie Bürger
Bill Gates und sein Windows, wie Pinky und Brain versuchen sie mit jeder Version erneut, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Zugegeben cleverer und auch mit entschieden mehr Erfolg. Doch dafür genießen sie nicht den besten Ruf. Zu teuer, zu unsicher, einfach nicht gut soll Windows sein. Trotzdem finden sie es auf hunderten Millionen Rechnern.
react os
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Ein Betriebssystem, mit dem Sie dieselben Programme und Treiber verwenden können, wie unter Windows wäre eine Möglichkeit für viele Entwickler in den von Microsoft beherrschten Markt vorzudringen. Mit offenem Quellcode und viel Euphorie möchte ReactOS ein solches Betriebssystem werden -kostenlos und offen für Jedermann.
Programmierer könnten von dem Quellcode lernen bessere Software zu entwickeln, denn Microsoft rückt den für sein Windows bekanntermaßen nicht heraus. Öffentliche Einrichtungen könnten Milliarden-Summen an Lizenzgebühren sparen, wenn es eine funktionierende Alternative zu Windows gäbe. Und zwar eine, die auch Normalbürger bedienen können, liebe Linuxfreunde.
Open-Source bringt Entwicklungsvorsprung
Während Microsoft erst während der Beta-Tests erstes wirkliches Nutzer-Feedback erhält, können die Programmierer von ReactOS schon jetzt auf eine ganze Community zurückgreifen, die das Projekt mit Kritik und Anregungen versorgt. So darf man erwarten, dass bei Veröffentlichung der Version 1.0 alles (oder zumindest fast alles) funktioniert und niemand die ersten Service-Packs herbeisehnt.
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wenn es klappt, dann soll es mir recht sein. habe eh nur noch freeware bzw. open-source auf der platte. das einzige, was noch geld kostet ist das betriebssystem. reactos wäre meine lösung.
Nützliche Links:
Screenshots: http://www.reactos.org/?page=screenshots
ReactOS Tour: http://www.reactos.org/?page=tour
ReactOS Forum (deutsches Sub-Forum): http://www.reactos.org/forum/viewforum.php?f=6
Warum unternimmt Microsoft eigentlich nichts dagegen?
Könnte es sein, dass sich die Entwickler des vor einigen Jahren gestohlenen Windows-Quellcodes bedienen?
Zitat:
Erstens kennt Microsoft ReactOS schon, jedenfalls einige Mitarbeiter (es wird auch auf der MSDN Seite erwähnt). Außerdem wollen Sie ja uns nicht umbedingt helfen den Bekanntheitsgrad von ReactOS zu steigern.
Zitat:
ReactOS ist von Grund auf neu programmiert. Der Kernel ist unter GNU GPL lizensiert. Es wurde schon 1997/98 mit dem programmieren des Kernels angefangen. Es wird darauf geachtet das niemand Quellcode von einem geleakten Windows verwendet. Darüber hinaus unterscheidet sich der interne Aufbau um einiges gegenüber der von Windows. Mehr Infos findet man auf der offiziellen Website (www.reactos.org).
Zum Vergleich:
WinXP Source Tree: http://www.sysinternals.com/Information/WindowsXpSourceTree.html
ReactOS Source Tree:
http://svn.reactos.org/viewcvs/trunk/
Es gab aber bereits mindestens zwei Projekte welche den ReactOS Source Code verwendeten ohne die GPL an zu erkennen!
Danke toller Artikel!!
Ich habe etwa vor 2 Jahren von dem Projekt gehört und mir die Installationsroutinen gezogen und "ausprobiert".
Ich war sofort begeistert, da es so problemlos in eine VM zu installieren ging.
Die Begeisterung wich aber sehr schnell Ernüchterung, da das Teil nicht nur unwarscheinlich instabil war, sondern auch noch fast nichts konnte (ohne TCP/IP...).
Dann habe ich mir gedacht, daß die einfach noch etwas Zeit brauchen um die aktuellen "Funktionen" stabil zu bekommen, aber die haben immer neue Dinge eingebaut und (zumindest bei mir) ist es nicht stabiler geworden.
Somit habe ich vor etwa einem 3/4tel Jahr aufgehört das Projekt zu verfolgen.
Auch vor dem Hintergrund, daß ich mich (mitlerweile!) ganz ordentlich in Linux (Suse) auskenne und mit Wine alles machen kann was ich noch aus der Windowswelt benötige. (benutze Windows nur noch in der Arbeit :-))
Vielleicht gebe ich denen nochmal eine Chance, aber so langsam müssen die sich echt ranhalten, denn Linux muß nicht mehr viel Benutzerfreundlicher werden (ich sage nur Ubuntu!!), so daß jeder AW das machen kann was er will! Und man tut sich leichter gegen Windwos/Mac und ein "schlecht" zu bedienendes Linux anzutreten, als gegen das was jetzt dann noch kommt!
Nur meine Meinung ohne Gewähr auf Richtigkeit :-)
Grüße grunzer
genauso wenig, wie sich eine linux distri komplett durchsetzen wird. der normale dau wird bei seinem vorinstalliertem windows bleiben. er kennt nichts anderes und kann nicht mal damit umgehen.
und was neues installieren? nie und nimmer.
Zitat:
Ich denke, das ist das Problem. Wenn ein System es erstmal zum Erstausstattungs-System geschafft hat, wird man es nicht so schnell wieder los :-/
Ich finde Ubuntu prinzipiell nicht schlecht, aber von der Benutzerfreundlichkeit ist es leider noch immer Lichtjahre von Windows entfernt. Sicher: Windows ist so konzipiert, dass es jeder DAU (dümmster anzunehmender User) bedienen kann, aber der Punkt ist: Windows kann intuitiv erlernt werden, aber jeder, der schonmal ohne große Vorkenntnisse irgendetwas unter Linux zu installieren versucht hat, kennt die Tücken. Und da bildet Ubuntu leider keine Ausnahme...außerdem gibt es immer noch einige wichtige Anwendungen, die für Linux nicht zu haben sind...
Mag sein. Aber was ist mit dem, der sich sein System selbst zusammengestellt hat und keine € 130,- für ein OS löhnen will?
Interessante Geschichte. Windows-Programme ohne Windows laufen lassen. Oder sogar entwickeln...
Nachdenklich macht mich etwas die Entwicklungsgeschwindigkeit von ReactOS. Derzeit bei 0.3.0, angestrebt wird hundertprozentige Kompatibilität mit dem jetzt bereits etwas angestaubten Windows NT.
Es erscheint fraglich, ob ReactOS mit der Geschwindigkeit mithalten kann, mit der das echte Windows entwickelt wird. Immerhin dürfte NT auch nicht mehr das meistbenutzte Profi-OS sein, das es mal war.
Aus meiner Sicht besteht die große Gefahr, dass ReactOS sich mehr zur Spielerei für Oldtimer-Freaks entwickelt. Oder dem Hammer-Tool für Graumänner und -mädchen, die mit Abandonware liebäugeln.
Wo wird das Original-Windows sein, wenn ReactOS 1.0 herauskommt? Beim Ururur...-enkel von Vista? Gibt es dann überhaupt noch User, die sich an NT erinnern können?
Fragen über Fragen...
Also dazu muss ich erst einmal fragen, wieso hier daUs solche Beiträge schreiben, ohne dass jemand widerspricht!
Schau dich zuerst einmal in deinem (bestimmt ist es das) XP um! Das basiert nämlich auf der NT Technologie!!!
Also war wohl nix mit angestaubten NT ;-)
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