Test: Vier flüsterleise Wohnzimmer-PCs im Vergleich
Shuttle XPC System M1000
Rein optisch kommt der Shuttle XPC M1000 einer Komponente aus dem Hi-Fi-Schrank am nächsten. Seine Größe entspricht in etwa zwei übereinander gestapelten DVD-Playern oder einem besonders flachen VHS-Videorekorder. Als eine Art Hybrid aus PC und Notebook verfügt er über Intels Strom sparenden Mobil-Prozessor Intel Pentium M. Daneben verfügt das Testexemplar über zwei analoge TV-Tuner von Avermedia, die bei Bedarf - der mittlerweile in vielen Teilen des Landes gegeben ist - gegen zwei DVB-T-fähige getauscht werden können.
Als Grafikkarte dient ein Modell mit Nvidias GeForce 6600 SE und 256 Megabyte eigenem Speicher. Für den Anschluss von Röhrenmonitoren und Flachbildschirmen stellt sie einen digitalen und analogen sowie einen S-Video-Ausgang für den Fernseher bereit. Als primärer Datenspeicher dient eine Serial-ATA-Festplatte mit 250 Gigabyte Kapazität. Zudem liegt dem M1000 ein externes Festplatten-Gehäuse aus Aluminium bei, welches jedoch erst noch mit einer Notebook-Festplatte im 2,5-Zoll-Format nachgerüstet werden muss.
Für den passenden Klang zum Bild sorgt ein Creative Sound Blaster Live! 24-Bit, der unter anderem Anschlüsse für 7.1-Raumklang mitbringt. Dank Gigabit Ethernet und integriertem Wireless LAN sind das Surfen im Internet sowie der Datenaustausch mit anderen Rechnern sowohl verkabelt als auch schnurlos möglich.
Status-Display, Kartenleser und Klavierlack
Ein Kartenleser hinter einer kleinen Klappe auf der Vorderseite kann mit acht verschiedenen Speichermedien umgehen. Das eingebaute DVD-Laufwerk brennt zwar auch doppelschichtige Medien, doch diese wie alle anderen DVD-Formate nur mit geringer Geschwindigkeit.
Als Betriebssystem dient das "Wohnzimmer-Windows" von Microsoft, die XP Media Center Edition. Durch die einfach zu bedienende Benutzeroberfläche wird es dem Nutzer sehr leicht gemacht, eigene Medienbestände zu verwalten, Radio zu hören oder fernzusehen. Ein Display auf der Vorderseite kommentiert dabei die innerhalb des Media Centers durchgeführten Aktionen.
Gute Bedienbarkeit dank Fernbedienung und Trackball
Mit der hochwertigen Fernbedienung geht die Steuerung sehr leicht von der Hand. Zum Lieferumfang gehört noch eine schnurlose Tastatur mit integriertem Trackball. Sie bietet zwar einen hervorragenden Bedienkomfort, doch leider lässt die mäßige Verarbeitung zu wünschen übrig.
Nach dem Druck auf den Einschaltknopf, der im Betrieb mit einem schicken blauen Leuchten zu gefallen weiß, zeigen sämtliche eingebauten Lüfter auf ohrenbetäubende Art und Weise, wie schnell sie sich drehen können. Der Krach bleibt jedoch nicht lange und wird schon kurze Zeit später von einem unaufdringlichen Säuseln abgelöst. Wirklich laut wird der M1000 selbst bei voller Auslastung nicht mehr.
Je nach Anwendung meldet sich allerdings die Festplatte mit einem deutlich hörbaren Zugriffsgeräusch, das entfernt an ein rostiges Türscharnier erinnert. Weiterhin mischt sich ein leichtes Brummen in die angenehme Geräuschkulisse. Es wird vom System auf den Schreibtisch übertragen und verschwindet sofort wieder, sobald es leicht angehoben wird. Mit anderen Standfüßen ließe sich dieses sicherlich noch verringern.

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