Test: Vier flüsterleise Wohnzimmer-PCs im Vergleich
Hush E4
In seiner Schlichtheit ist der neue Hush E4 beinahe schon wieder auffällig. Seine silberne Front aus gebürstetem Aluminium präsentiert sich mit einer Menge Understatement, aber ohne viel Schnickschnack. Mehr als einen kreisrunden Einschaltknopf mit blauem Leuchtrand sowie zwei ovalen Blenden für das optische Laufwerk und die vorderen Anschlüsse gibt es dort nicht zu sehen.
Er gehört zu leistungsfähigsten Vertretern der Gattung "Wohnzimmer-PC", wofür ein Doppelkern-Prozessor von AMD, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher sowie eine schnelle Grafikkarte mit Atis neuem Radeon X1800 XL Sorge tragen. Eine flotte Festplatte mit 300 Gigabyte Fassungsvermögen bietet ausreichend Platz für Videoaufnahmen, Spiele und andere Anwendungen mit erhöhtem Speicherbedarf.
Wie beim Shuttle XPC System M1000 kommt als Tonproduzent ein integrierter "Sound Blaster Live! 24-Bit" von Creative zum Einsatz, der Anschlüsse für 7.1-Raumklang bereitstellt. Hinzu kommen zwei digitale Ausgänge für Flachbildschirme, zwei Gigabit-Ethernet-Schnittstellen sowie zwei S-Video-Anschlüsse. Wireless LAN für schnurloses Netzwerken gibt es nur gegen Aufpreis.
Schlank und flüsterleise
Über das Standardrepertoire an Anschlüssen hinaus hat die aufgeräumte Front nicht viel zu bieten. Wer die spartanische Vorderseite mit einem grafischen Display aufwerten will, zahlt satte 185,60 Euro Aufpreis. Immerhin haben die unterschiedlichen Farbvarianten in Silber, Bronze und Schwarz keinen Effekt auf die Anschaffungskosten. Ein integrierter Speicherkartenleser ist leider nicht erhältlich.
Mit seinen 15 Kilogramm ist der Hush E4 alles andere als ein Leichtgewicht, jedoch immer noch tragbarer als die meisten gewöhnlichen PCs. Wirklich problematisch sind beim Transportieren und Aufstellen allerdings die scharfkantigen Kühlrippen am linken und rechten Gehäuserand. Wer hier keine Vorsicht walten lässt, zieht sich schnell schmerzhafte Verletzungen zu. Diese Problematik bestand auch schon beim Vorgänger-Modell E3 MCE, das netzwelt im Mai 2005 testete.
Mehr PC als Hi-Fi
Ein Blick auf die Rückseite erweckt den Eindruck, der Hush E4 sei in erster Linie für den Computertisch und nicht fürs Hi-Fi-Regal ausgelegt. Denn die dort untergebrachten Schnittstellen könnten auch von einem x-beliebigen Standard-PC stammen. S-Video-Adapter für Composite und Component können dies leider nicht wieder wettmachen. Dafür gehört mit dem Microsoft Remote Keyboard eine sehr hochwertige Multimedia-Tastatur zum Lieferumfang.
Keine nennenswerten Schwächen leistet sich das passiv gekühlte System hingegen in puncto Geräuschentwicklung. Bei normaler Umgebungslautstärke dient der blau beleuchtete Einschaltknopf oft als einziges Indiz dafür, dass es überhaupt eingeschaltet ist. Bei genauerem Hinhören vernehmen aufmerksame Zuhörer lediglich ein leichtes Pfeifen der Festplatte sowie ein Knattern derselben beim Zugriff. Selbst die Leisetreter von Alienware und Shuttle lässt er damit einfach links liegen.
Links zum Thema
- Hush E3 MCE im Test
- Windows im Wohnzimmer - kann das gutgehen?
- Shuttle XPC G5 8300M im Test
- Microsoft Remote Keyboard im Test
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- Alienware Aurora 7500 SLI im Test
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