Außergewöhnliche HTPC-Systeme von Alienware, Hush, ichbinleise und Shuttle
Test: Vier flüsterleise Wohnzimmer-PCs im Vergleich
Sascha Hottes
Als zweiter Multimedia-PC ohne Lüfter steht der HFX ichbinleise PC C30 in direkter Konkurrenz zum Hush E4. Von der nahen Verwandtschaft künden massive Kühlrippen am linken und rechten Gehäuserand. Obwohl mit ähnlichen Innereien ausgestattet, übertrifft das HFX-System den Hush E4 in Höhe und Tiefe um beachtliche fünf Zentimeter, im Gewicht um satte zehn Kilogramm.
Trotz seiner klobigen Abmessungen lässt der HFX PC C30 nicht eine gewisse Eleganz vermissen. Dickes, gebürstetes Aluminium in Mattschwarz und Silber verleiht dem Ganzen eine ausgesprochen edle Optik. Hinter schmalen Blenden aus Acrylglas verbergen sich ein Status-Display und ein 16-facher DVD-Brenner. Von Understatement kann wie beim Hush E4 allerdings keine Rede mehr sein.
Test: HFX ichbinleise PC C30 im Vergleich
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Ein AMD-Prozessor mit zwei Kernen dient auch dem PC C30 als Antrieb, hier gepaart mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher. Mit einer Festplattenkapazität von 200 Gigabyte liegt er in Sachen Speicherplatz auf dem letzten Platz. Gegen Aufpreis kann dieser jedoch noch verdoppelt werden. Dank einer Grafikkarte mit Ati Radeon X800 XL verfügt der PC C30 zudem über das nötige Potenzial, um die Spielkonsole im Wohnzimmer zu ersetzen.
SCART inklusive
Als einziger Wohnzimmer-PC im Test gefällt er mit einer integrierten SCART-Buchse für den bequemen Anschluss eines Fernsehers. Weiterhin sind auf der Rückseite zwei Anschlüsse für digitale Flachbildschirme und analoge Röhrenmonitore untergebracht. Die Schnittstellen für den 7.1-Raumklang kommen von der On-Board-Soundkarte, welche für 79 Euro mehr einem hochwertigeren "X-Fi"-Modell von Creative weicht.
An der schicken Vorderseite geht es noch karger zu als beim Hush E4, da jegliche Anschlussmöglichkeiten fehlen. Hier muss der Benutzer schon mit dem rückwärtigen Teil Vorlieb nehmen, der unter anderem mit Schnittstellen für Gigabit-Ethernet, S-Video und die DVB-T-fähige TV-Karte sowie einem kleinen Reset-Schalter aufwartet. Eine Besonderheit ist das Diskettenlaufwerk mit integriertem Kartenleser, welches auf der meist schwer zugänglichen Rückseite jedoch denkbar schlecht platziert ist. Auf Wireless LAN wird gänzlich verzichtet.
Lüfter los, Lärm los
Da der HFX PC C30 nicht mit dem Windows Media Center, sondern mit Windows XP Professional ausgeliefert wird, dient eine "Media-Software" zur Verwaltung audio-visueller Festplatten- oder Laufwerksinhalte. Zur Steuerung derselben liegt eine Funkfernbedienung bei. Als wirklich üppig lässt sich das Zubehör damit jedoch nicht bezeichnen.
Nach dem Einschalten gestaltet es sich mitunter schwierig, überhaupt ein Betriebsgeräusch auszumachen. Denn der HFX PC C30 arbeitet sogar noch ein wenig leiser als das Flüster-System E4 von Mitbewerber Hush. Verantwortlich dafür ist in erster Linie die kaum hörbare Festplatte aus dem Hause Samsung. Leider birgt der Passiv-PC von HFX eine deutlich höhere Verletzungsgefahr als der Hush E4, da das hohe Gewicht die Bekanntschaft mit den scharfkantigen Kühlrippen noch schmerzhafter macht.
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