Duell der Fußballmächte: FIFA 06 vs. Pro Evolution Soccer 5

Fazit

Im Vergleich zum vierten Teil wirkt das Tempo und somit der Spielaufbau etwas behäbiger. Auch "FIFA 06" drosselt gegenüber der letzten Edition dezent die Geschwindigkeit, der Trend geht deutlich in Richtung Simulation. Auch die Künstliche Intelligenz hat in beiden Lagern dazugelernt.

Aus dem Halbfeld kommen Offensivkräfte seltener in den gegnerischen Strafraum als Klinsmann nach Deutschland, so sehr konzentrieren sich computergesteuerte Gegenspieler auf den Ballführenden. Über ein Menü dürfen bei "FIFA 06" Angreifer gezielt in Manndeckung genommen werden, was in der Praxis durchaus funktioniert. Nur Kicker vom Schlage eines Ronaldinho hält nichts und niemand dauerhaft auf, von Fouls einmal abgesehen.

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Angesichts strengerer Schiedsrichter zwingt "Pro Evolution Soccer 5" jedoch zu erhöhter Vorsicht bei der Balleroberung. In der Vorwärtsbewegung machen die Herren in Schwarz allerdings erfreulich oft von der Vorteilsregel Gebrauch. Weniger kleinlich pfeifen die "FIFA"-Referees. Wird dennoch ein Foul in pikanter Position geahndet, führen Freistöße nunmehr seltener zum Torerfolg. EA Sports hat visuelle Hilfen wie Richtungspfeile reduziert.

Eine Fußballsimulation mit den inneren Werten eines "Pro Evolution Soccer", ausgestatt mit der Lizenzvielfalt und der audiovisuellen Kraft eines "FIFA"-Titels; davon dürfen Fans auch anno 2005 nur träumen. Denn vorerst bleibt es bei einer nicht sonderlich originellen Erkenntnis: Wer die zurzeit beste Simulation in Sachen Fußballsport sucht, kommt am fünften Teil der "Pro Evolution Soccer"-Reihe nicht vorbei. Zu der neuen und spielerisch keineswegs schlechten Ausgabe der "FIFA"-Reihe greifen hingegen alle, die zugunsten der Exklusivlizenz sowie einer reiferen Präsentation auf die Gameplay-Vorzüge des Konami-Kicks verzichten können.

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