Das Ende der TV-Sender
Verkehrte Netzwelt: Die Musikvideo-Verschwörung
Geld bezahlen für Musikvideos? Das ist ungefähr genau so, als wenn man sich Werbespots gegen Geld herunterladen würde. Dennoch: Das Marketing-Konzept geht auf. Was noch vor wenigen Monaten undenkbar war, wird zusehends zum finanziellen Erfolg. Dabei waren Musikvideos ursprünglich nichts anderes als Werbefilmchen für Songs und CDs.
Inhaltsverzeichnis
- 1Teure Musikvideos und der Untergang der Musiksender
- 2Hübsche Mädchen ohne Kleidung
- 3Das Ende ist nah!
- 4Verschwörungstheorien und schwarze Koffer
Das Musikvideo ist in wenigen Jahren zu einer eigenen Kunstform aufgestiegen. Unvergessen das Video zu Michael Jacksons "Black and White"-Single, das sich Anfang der 1990er nicht nur modernster Computertechnik bediente, sondern auch noch Stars wie die Simpsons und Jacksons kindlicher Freund Macaulay Culkin einbaute. Und weil am Ende immer noch Geld übrig war, ließ man Jackson als schwarzen Panther durch Hinterhöfe marschieren und danach ein Auto zertrümmern. Mehrere Millionen hat das rund 11 Minuten dauernde Video damals gekostet, Morphing-Effekte und Auto inklusive.
Teure Musikvideos und der Untergang der Musiksender
Das war die Hochzeit des Musikvideos. Die Kassen der Musikindustrie brummten, weil viele ihre Plattensammlung auf dem neuen Medium CD nachkauften. Jeder Künstler hatte dadurch Geld für teure und aufwändige Videos. Gerne erinnert man sich auch an Peter Gabriels "Steam" oder das "Jesus he knows me"-Video von Genesis. Tupac Shakur spielte ein wenig "Mad Max" in "California Love" und nicht selten wurden hochgradige Schauspieler für die zum Teil anspruchsvollen Kurzfilmchen gebucht. Sogar ganze Musikvideo-Filme waren drin, zum Beispiel "Murder was the Case" von Snoop Dogg, ein halbstündiger Film, der das gleichnamige Album bewarb.
Doch die goldene Zeit sollte nicht ewig währen. Erst kamen die CD-Brenner, dann die Filesharer, unterstützt von einer Musikindustrie, die es nicht wahr haben wollte, dass der Markt irgendwann gesättigt sein könnte. Statt auf Qualität und Download-Angebote sowie die langfristige Förderung hochwertiger Künstler zu setzen, wurden lieber One-Hit-Wunder am laufenden Band produziert, Künstler nach einer erfolglosen Platte gnadenlos abgeschossen. Irgendwann kamen dann die kommerziellen Download-Shops, iTunes schlug ein wie eine Bombe und die Plattenindustrie war zumindest vorerst gerettet.

Zitat: Dann können einen die ganzen Sackgesichter mal kreuzweise Ja, aber es gibt eben Menschen, die nicht so gerne Sport machen und lieber vorm Rechner hängen. Auch der Segen der...
Ich habe mich ebenfalls gefragt wie eine solche Konsequenz aussehen soll !! Aber leider ist das schwieriger als man denkt wenn man sich auf legale Quellen stützen will. Zum...
Zitat: ösi-land ist in der hinsicht eine insel der seligen Glaub' mir, nicht nur in der Hinsicht :-/
...wie ich mich als Konsument solchen Machenschaften gegenüber verhalten soll ?! Jede Person, welche nur einen Hauch Verstand besitzt sieht doch was in der Branche abgeht ! Die einzige...
im deutschen internet gibt es auch einige gute alternativen. christoph scholl hatte die mal vorgestellt: http://www.netzwelt.de/news/72322-vorgestellt-musikvideos-bei-popzoot.html ...