Auch für DSL-Verschmähte ist skyDSL nur eine Kompromisslösung
skyDSL im Test: Die durchwachsene DSL-Alternative
Sascha Hottes
Außerdem darf eine Satellitenschüssel nicht einfach so am Haus angebracht werden. Für Mietwohnungen ist die schriftliche Zustimmung des Vermieters nötig, bei Eigentumswohnungen müssen die Eigentümer aller anderen Wohnungen zustimmen.
Damit ist klar: Wer DSL oder Internet über Kabel bekommen kann, sollte an skyDSL keinen Gedanken verschwenden. Wer aber auf einen schnellen Internet-Zugang angewiesen ist oder die Kosten und Mühen nicht scheut, sollte sich skyDSL näher ansehen.
Installation: Problemlos
Das netzwelt-Testgerät kommt in einem recht handlichen Karton. Neben einer Satellitenschüssel, einem Empfänger und einem Kabel befindet sich eine USB-Box, eine ausfühliche und bebilderte Anleitung und ein Kompass in der Kiste. Wer ein Ikea-Regal zusammenbauen kann, wird auch mit dem Zusammenbau der Satellitenschüssel keine Probleme haben. Wer schonmal ein Bild aufgehängt hat, dem wird auch die Montage der Schüssel an die Hauswand gelingen.
Danach geht es an die Software-Installtion: Zuerst werden die Treiber für die USB-Box installiert, danach die skyDSL-Software. Mit einem sauber aufegesetzten Windows XP SP2 gibt es dabei keine Probleme. Die Installation ist nach rund zehn Minuten mit einem Neustart beendet. Ab jetzt übernimmt der skyDSL-Verbindungsassistent das Kommando.
Fingerspitzengefühl gefragt
Die herkömmliche Internet-Verbindung wird auch vom skyDSL-Programm aufgebaut. Nach der Eingabe der skyDSL-Nummer, einer Art Seriennummer, verlangt das Programm die Angabe des Aufenthaltsorts. Daraus ermittelt das Programm den Winkel, in dem die Satellitenschüssel ausgerichtet werden muss.
Im Test sollte der Seitenwinkel 199° und der Höhenwinkel 30° betragen. Die Einstellung des Höhenwinkels war dank einer Skala auf der Schüsselhalterung kein Problem. Zur Einstellung des Seitenwinkels liefert Teles glücklicherweise einen kleinen Kompass mit. Allerdings können Gebäude aus Stahlbeton den Kompass beeinflussen - man sollte den Kompass also am besten in einiger Entfernung vom Haus benutzen und dann ein markantes Objekt anpeilen.
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