Auch für DSL-Verschmähte ist skyDSL nur eine Kompromisslösung
skyDSL im Test: Die durchwachsene DSL-Alternative
Sascha Hottes
Für die MaxiSurf-Pakete bietet Teles allerdings einen speziellen Dienst an: Die Koppel-Puls-Technik. Diese funktioniert nur über ISDN. Dabei wird nach dem vollständigen Laden einer Seite sofort die Internet-Verbindung getrennt; beim nächsten Seitenaufruf wird die Verbindung wieder hergestellt. So lassen sich Verbindungsminuten sparen. MaxiSurf wird sekundengenau abgerechnet; es gibt kein Einwahlentgelt. Beim normalen Surfen lassen sich so einige Minuten einsparen; fleißigen Downloadern bringt diese Technik allerdings nichts.
Wer also viel im Internet ist und die Download-Flatrate und das Maxisurf-Paket mit 15 Stunden bucht, zahlt im Monat schonmal 42,80 Euro pro Monat. Unter Umständen sogar noch mehr: Denn Teles vergibt Datenprioritäten - Priorität 1 ist kostenlos. Wer allerdings auf die Maximalpriorität 6 setzt, zahlt 9,9 Cent pro MB extra. Mit den Prioritäten wird die verfügbare Bandbreite aufgeteilt. Wenn also viele Teilnehmer gleichzeitig surfen, stehen bei Priorität 1 beispielsweise nur noch ein oder zwei Mbit zur Verfügung; das volle Tempo erreicht man dann nur mit höheren Prioritäten. In Zeiten, in denen wenig Traffic anfällt, steht auch bei Priorität 1 die volle Bandbreite zur Verfügung.
Einschränkungen von allen Seiten
Damit ist die Preisstruktur völlig unübersichtlich, und auch die 16 MBit Bandbreite dürfen in Anbetracht des Prioritätenmodells in Frage gestellt werden. Dazu kommen aber ohnehin noch einige technische Einschränkungen:
Teles bietet eine USB- und eine PCI-Lösung an. Wer die USB-Lösung wählt, verringert damit seine maximal mögliche Bandbreite schon auf 4 MBit, denn mehr schafft die USB-Box nicht. Theoretisch reicht die Bandbreite von USB 1.1 aber bis 12 MBit. Dazu kommt, dass die Geschwindigkeit des Downstreams auch vom Upstream abhängig ist. Ist dieser also sehr langsam, bremst er den Downstream mit aus.
Problemfall Erdgeschoss
Es gibt aber noch weitere technische Vorraussetzungen: Für die Installation der Satellitenschüssel ist ein freier Blick nach Südwesten nötig. Da die Schüssel aber kaum nach oben ausgelenkt werden muss, kann auch schon ein kleiner Baum zum Hindernis werden. Hier gilt: Das Hindernis muss weiter von der Schüssel entfernt sein als es hoch ist.
Druckversion | Links zum Artikel | Kommentare
« zurück 1 | 2 | 3 | 4 | 5 weiter »
Mehr über: DSL, skyDSL, Testbericht
-
skyDSL ist tot, es lebe skyDSL
Neuer Anbieter übernimmt zum 1. Januar von Teles -
DSL-Alternative skyDSL: Erhalt endgültig gesichert
Schweizer Finanzinvestor übernimmt Teles-Breitbanddienst -
skyDSL: DSL-Alternative für Landeier vor dem Aus
Teles will Verlustgeschäft aufgeben
Links zum Artikel
Diesen Artikel verlinken
Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
nach oben








