Es war einmal: Die Printmedien
Internet & Netzwelt: Bill Gates prophezeit das Ende des bedruckten Papiers
Wenn Bill Gates die Zukunft vorhersagt, hört die Welt zu. Der Chef des weltgrößten Computer-Unternehmens muss schließlich wissen, was in den kommenden Jahren auf uns zu kommt. Im Interview mit einem französischen Online-Magazin prophezeite der Microsoft-Gründer nun das Ende der Printmedien im klassischen Sinne.
Keine schöne Vorstellung, dass für die Toiletten- und Bettlektüre künftig das Notebook bemüht werden muss. Genau das allerdings sieht Bill Gates in Zukunft kommen. Gegenüber dem Online-Magazin "Le Figaro" prognostizierte er einen gewaltigen Einbruch der Print-Medien in den kommenden fünf Jahren. Grund dafür sei, dass schon bald rund die Hälfte des Medien-Konsums von privaten Haushalten online erfolge, Tendenz steigend.
Aufgefangen vom Online-Angebot
Gates begründet seine Vorhersage mit der Tatsache, dass er sich selbst bereits zu rund 50 Prozent mit Online-Medien informiere. Der Vorteil von Online-Medien gegenüber der klassischen Print-Presse ist ihre enorme Geschwindigkeit, schließlich fallen die zeitraubenden Zwischenstufen Druck und Vertrieb weg. Gates rät deshalb allen Medien-Unternehmen dringend, sich künftig stärker auf das Online-Angebot zu konzentrieren, damit die Umsatzeinbrüche durch die klassische Print-Schiene aufgefangen werden können.
Gates selbst schätzt das Online-Angebot der Wirtschaftspresse: Wall Street Journal, Economist und New York Times gehören nach seinen Angaben zu seinen Lieblings-Online-Angeboten. Zudem lese er auch IT-Websites, allerdings ohne nähere Angabe, um welche es sich handelt, allerdings dürfte es sich dabei hauptsächlich um amerikanische und englischsprachige Medien handeln.
Psychologie des Papiers
Selbst Bücher, Lexika und Anleitungen werden im Hause Gates auf dem Rechner gelesen. Inwiefern das aber für den Rest der Menschheit repräsentativ ist, ist fraglich, immerhin ist Bill Gates nicht unbedingt ein Vorzeige-Computernutzer. Dennoch: Gates zeigt auf, dass Online-Medien künftig stark an Bedeutung zunehmen werden. Grund genug für die großen Verlage, ihre bislang eher stiefmütterlich behandelten Online-Angebote noch einmal zu überdenken.
Ein völliges Aussterben des bedruckten Papiers ist jedoch so gut wie ausgeschlossen, hat die Online-Leserei doch gegenüber dem klassischen Papier einen großen Nachteil: Solange es kein widerstandsfähiges elektronisches Papier gibt, werden viele Menschen weiterhin zum Print-Medium greifen. Einerseits wegen des Gefühls, etwas in der Hand zu halten, andererseits, weil sie auf Akku-Sorgen und technische Probleme verzichten können. Denn eines hat das Papier jedem Online-Medium voraus: Es ist extrem einfach zu bedienen und schert sich nicht um Abstürze, Speicherfehler oder Schmutz und Wasser in der Elektronik.
Links zum Thema
- Eigene Bücher drucken über Amazon
- Bill Gates orakelt den Tod aller iPods voraus
- New York Times
- Economist
- Le Figaro
- Wall Street Journal

Zitat: außerdem wäre das auch angenehmer zu lesen weil ich persöhnlich lese texte lieber auf papier und nicht auf einen bildschirm :) Da stimme ich dir zu... Wenn ich längere Zeit...
so schön die Vorstellung auch sein mag..... glaubt mir mal diesen Zeitpunkt, an dem es gar keine Printmedien mehr gibt, den werden wir nicht mehr erleben! weil ich kann mir einfach nicht vorstellen dass man seine...
jaja bill wie du meinst langfristig(5jahre+) glaube ich zwar auch an ein ende des heutigen papiers, aber es wird auf keinen fall durch laptops o.ä. ersetzt, sondern eher durch elektronischen papier was seine...