Bilder in der Luft
Canon: WLAN-Cam mit Spionage-Bonus
Unterwegs mit Kamera und Laptop und das USB-Kabel vergessen? Das ist ärgerlich, doch dürfte künftig kein großes Problem mehr darstellen: Canon hat nun nach Nikon ebenfalls eine kompakte WLAN-Kamera vorgestellt. Die Digital IXUS Wireless übermittelt Bilder kabellos an PDAs und Laptops.
Inhaltsverzeichnis
- 1Funkstation
- 2Drahtlos drucken dank WLAN-Adapter
- 3Standard-Ware am unteren Ende der Machbarkeit
- 4Hilfe bei der Einrichtung
Die digitale Kompaktkamera ist auf den ersten Blick eine ganz normale Digitalkamera mit fünf Megapixel Auflösung. Nur die blaue LED verrät, dass es sich offensichtlich um eine Besonderheit in der IXUS-Reihe handelt, die normalerweise ohne blinkende Lichter auskommen. Andere Kameras, zum Beispiel der G-Reihe von Minolta, haben dieses blaue Blinklicht allerdings auch ohne WLAN-Funktionalität. Die blaue LED leuchtet ausschließlich bei WLAN-Aktivität.
Funkstation
Rund 30 Meter weit soll die Kamera laut Canon funken, natürlich nur unter besten Bedingungen. Unterstützt wird der ältere, dafür aber kompatible WLAN-Standard 802.11b mit 11 Megabit pro Sekunde. Dieser Wert ist nicht schlecht, setzten die meisten Kameras bisher doch auf USB-1.1-Übertragung, die selten Werte oberhalb eines Megabits lieferte. Der Vorteil liegt auf der Hand, die Geschwindigkeit der Übertragung wird damit maßgeblich erhöht. Für schnelle Netzwerke nach 802.11g-Standard wäre dennoch eine entsprechende Option wünschenswert gewesen.
Die IXUS Wireless nimmt mit bis zu acht Geräten Kontakt auf, die sich als Kommunikationspartner definieren lassen. Das können alle Geräte sein, die WLAN beherrschen, egal ob Computer, PDA oder Fotodrucker. Fotodrucker benötigen allerdings einen speziellen Adapter am Drucker, der jedoch im Lieferumfang der Kamera enthalten ist. Der Adapter wird statt des USB-Kabels an den USB-Port des Druckers angeschlossen. Damit lassen sich aber wohl nur Canon-Drucker drahtlos ansteuern.
Drahtlos drucken dank WLAN-Adapter
Doch wer druckt schon drahtlos ohne Umweg über den Rechner? Der Picture-Bridge-Standard erlaubt eine solche Vorgehensweise zwar, doch stellt sich natürlich die Frage, in wie weit das sinnvoll ist. Außerdem stellt sich die Frage nach der Sicherheit, die Canon natürlich beantwortet: Die Kamera unterstütz WEP und WPA, was der Verbindung den nötigen Schutz verschaffen sollte. Natürlich lässt sich die SD-Speicherkarte auch ganz normal per Cardreader oder USB-Kabel auslesen, dann ist auch gewährleistet, dass sich niemand unbefugt der Bilder bemächtigt.
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