Copyright-Wächter kündigen Durchsuchungen an

Filesharing: Niederländische P2P-Szene im Umbruch

Die niederländische Anti-Piraterie-Organisation Brein will in den kommenden Tagen mit Durchsuchungen gegen P2P-Portale vorgehen. Brein-Chef Tim Kuik kündigte die Durchsuchungen jetzt vorab in einer niederländischen Wirtschaftszeitung an. Eine Reihe von Seiten-Betreibern beeilte sich daraufhin, ihre Angebote aus dem Netz zu nehmen.

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Anlass für die Durchsuchungen ist offenbar die Wiederauferstehung der Bittorrent-Website Suprnova.org. Suprnovas Nachfolger Newnova wird in den Niederlanden gehostet. Auch eine ganze Reihe weiterer Bittorrent-, Edonkey- und Usenet-Link-Webseiten sind derzeit in den Niederlanden beheimatet.

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Dies könnte sich durch die Brein-Ankündigung jedoch bald ändern. So berichtet Slyck.com, dass sowohl die Bittorrent-Seite Snarf-it als auch das Usenet-Angebot Newzmonster bereits ihre niederländischen Server verlassen haben. Auf den Webseiten hieß es demnach zwischenzeitlich: "Wir hoffen, euch bald von einem sonnigeren Ort aus begrüßen zu dürfen." Mittlerweile sind beide Angebote offline.

Die vorzeitige Ankündigung der Durchsuchungen könnte auch taktische Gründe gehabt haben. Brein hat in der Vergangenheit eher durchwachsene Ergebnisse beim Bekämpfen von P2P-Piraten erzielt. Zwar gelang es der Organisation, die beiden P2P-Webseiten Shareconnector und Releases4U aus dem Verkehr zu ziehen. Doch Brein verlor ein Verfahren gegen eine niederländische MP3-Suchmaschine und steckte auch im Verfahren gegen einzelne Uploader eine Niederlage ein.

Mit dem Abwandern der P2P-Webseite schlägt man jetzt zwei Fliegen mit einer Klappe: Brein kann sich rühmen, P2P-Angebote aus den Niederlanden vertrieben zu haben - und vermeidet gleichzeitig die teuren und arbeitsintensiven juristischen Auseinandersetzungen mit ihren Betreibern.

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