Kinder können grausam sein

Test: F.E.A.R.



24.10.2005 13:39 Uhr

Schwarzer Mann war gestern. Heute verbreiten schwarzhaarige Mädchen Angst und Schrecken. So wie in "F.E.A.R", der Actionhoffnung des Jahres.

Test: F.E.A.R.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1It’s Bullet-Time
  2. 2Kluge Kindersoldaten
  3. 3Zeigt her eure Füße
  4. 4Von der Angst, etwas zu überhören

Selbst eine Super-Nanny in Bestform wäre mit diesem Kind überfordert. Die kleine Alma stiftet Erwachsene zum Massenmord an und setzt ein Heer gefährlicher Klon-Krieger in Marsch. Der überfälligen Tracht Prügel entgeht das schwarzhaarige Gör, indem es sich immer wieder in Luft auflöst. Denselben Trick beherrscht Ex-Militär Paxton Fettel, von Alma gewissermaßen zum blutdürstigen Puppenersatz degradiert.

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Als Mitglied des Einsatzteams First Encounter Assault Recon (F.E.A.R.), das den Überfall auf ein Raumfahrtlabor untersucht, begegnet der Spieler dem Psycho-Duo häufiger. Lebensgefährlich wird es aber erst, wenn sich Korridore etwa in Feuerfallen verwandeln und nur der Sprung durch ein Fenster bleibt. Die meisten Auftritte von Alma und Fettel dienen nur einem Zweck: Angst verbreiten!

It’s Bullet-Time

Weitaus gefährlicher sind die Schießereien mit den Klon-Kriegern. Ein Sack voller Waffen entfesselt die coolsten Feuergefechte seit "Max Payne". Das ist kein Zufall, denn "F.E.A.R." bedient sich desselben Zeitlupeneffekts. Auf Knopfdruck verlangsamt sich das Geschehen für kurze Zeit, so dass der Spieler sogar herannahenden Geschossen ausweichen kann. Absplitternde Partikel und das Verlangsamen der Umgebungsgeräusche intensivieren diesen grandiosen Effekt.

Obwohl unheimliche Visionen, fiese Schockmomente und flackernde Lichtquellen für Unbehagen sorgen, müssen Hartgesottene nicht pausenlos um ihre Unterhose fürchten. Im Gegenteil: Nach der x-ten ereignislosen Durchquerung eines Lüftungsschachts, dem ständigen Auf und Ab über Leitern, kommt bisweilen Routine in den übernatürlichen Alltag. Für einen Innovationspreis in der Kategorie Leveldesign empfiehlt sich die oft gleichförmige Architektur der Industrieanlagen und Forschungskomplexe nicht. Außenszenen sind Mangelware.

Kluge Kindersoldaten

Ist "F.E.A.R." deshalb ein langweiliges Spiel? Definitiv nicht! Zwar wäre es wünschenswert, häufiger - und vor allem aktiv - an der Seite eines Teams zu kämpfen, aber die eindrucksvollen Feuergefechte entschädigen für manches Defizit.

Das liegt auch an der gelungenen Künstlichen Intelligenz der von Alma mobilisierten Schießschergen. Die bösen Buben reagieren auf den Schein einer Taschenlampe, suchen Deckung hinter Möbelstücken oder greifen von mehreren Seiten an. Mancherorts löschen sie vor einem Kampf sogar das Licht.

Nur Widersacher mit dicker Panzerung können es sich leisten, schnurstracks auf den Spieler loszumarschieren - jedenfalls so lange, bis eine besonders mollige Waffe für klare Verhältnisse sorgt. Die Verschrottung eines vollverzinkten Kampfkolosses erfordert schweres Gerät, eine Partikelpuste zum Beispiel.

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Kommentare: Test: F.E.A.R. (4)

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Thema: News - Test: F.E.A.R.

Gast
24.10.05 17:55

Hallo!
Ich fände es gut, wenn Ihr auch die Hardware-Anforderungen mit in den Artikel schreiben würdet. Mit der Bewertung 11 von 15 % kann ich nicht so viel anfangen!

mfg


Dreschflegel
24.10.05 18:55

Die Hardwareanforderungen sind hoch, wie bei jedem Shooter dieser Gewichtsklasse.

Ein System mit 3000er CPU, 1024 MB Hauptspeicher und einer Grafikkarte der "neueren" Generation sollte es schon sein. Mit weniger geht's natürlich auch, sieht aber nicht so schön aus.

Beste Grüße


Jan
24.10.05 20:23

Far Cry geht sogar mit 800 Mhz und Geforce 2-3 und sieht verhältnissmäßig noch gut aus. Kann man Fear auch so weit runter drehen oder ist das eher wie Doom 3 und geht erst bei 2,5 Ghz und Geforce 5 überhaupt richtig los ohne mit 10 FPS zu spielen?


Anonym
24.10.05 21:19

Ja das geht, indem du alles auf minimum stellst und Pixel Doubling + DX8 einschaltest.... allerdings ist danach von der grusel-atmosphäre nicht mehr viel übrig


(4) Kommentare

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