Musikerkennnung im Internet: Der Webseite was vorsingen

Die Technik hinter Shazam

Zunächst einmal wird bei Shazam nicht gesungen. Statt dessen wählt man - noch während der Song im Radio läuft - eine bestimmte Nummer auf seinem Handy. Anschließend hält man sein Mobiltelefon an den Lautsprecher. Nach dreißig Sekunden wird die Verbindung zu Shazam automatisch getrennt und kurze Zeit später bekommt man eine SMS mit Titel und Interpret des gesuchten Songs. Und was passiert zwischen Nummer wählen und dem Empfangen der SMS?

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Shazam empfängt den gesendeten Teil des Songs und erstellt daraus zunächst einen digitalen Fingerabdruck. Dazu wird der zeitliche Ablauf des Songs, die Klangfarbe, die Instrumentation, das Tempo sowie die Dynamik des Musikfetzens analysiert. Daraus lässt sich dann ein einmaliger und einzigartiger Fingerprint erstellen, der nur auf diesen einen Song passt.

Dieser Fingerabdruck wird schließlich mit der Shazam-Datenbank verglichen und bei einem eindeutigen Ergebnis geht die SMS an den Kunden raus. Das ist jedoch, anders als beim Fraunhofer-Dienst, leider nicht umsonst. In Deutschland können derzeit O2- und Vodafone-Kunden Shazam nutzen. Beide Mobilfunkanbieter haben die Melodieerkennung in ihre mobilen Download-Plattformen für Musik eingebunden.

Knapp 50 Cent kostet das Herausfinden eines Songtitels bei beiden Anbietern. Sicherlich viel Geld, um mal gerade eben das Handy an eine Lautsprecher-Box zu halten. Ein kleiner Trost: Wird der Song nicht gefunden, muss auch nicht bezahlt werden.

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