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22.10.2005
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Staaten schießen sich auf Satellitenbilder ein

Google Earth: Terroristen-Hilfe aus dem Weltall?

Christian Rentrop

Google Earth ist ein Erfolgsprogramm. Mit der virtuellen Erde lassen sich präzise Lagepläne anhand von Satellitenbildern erstellen. Genau das halten einige Staatschefs für problematisch: Terroristen könnten die Informationen zur effizienten Planung eines Terror-Anschlags missbrauchen. Google gerät deshalb zunehmend in die Kritik.

Präzise Karten sind bei Staatschefs unbeliebt

Nicht nur Google Earth, sondern auch der Dienst Google Maps ist betroffen, die Web-Version von Google-Earth. Die Karten werden täglich präziser und weil Googles Firmensitz in den USA ist, sind auch nur einige terrorrelevante Ziele der USA "ausgemerzt", darunter vor allen Dingen geheime militärische Einrichtungen, die nicht für aller Augen bestimmt sind. Solche Einrichtungen in anderen Ländern sind frei auffindbar, egal ob von Bundeswehr, Royal Air Force oder der chinesischen Volksarmee.

Wohl deshalb meldeten sich nun einige Staaten zu Wort: Australien, Südkorea, die Niederlande und sogar Indien. Dabei kritisierten die Staaten immer wieder das gleiche Problem: Die Satellitenbilder würden Terroristen die Arbeit maßgeblich vereinfachen, schließlich sei es ein leichtes, anhand der Luftbilder einen Terrorplan zu Schmieden. Insbesondere Schwellenländer wie Indien, die sowieso Terrorismus-Probleme hätten, seien daher durch die Satellitenbilder gefährdet. Das jedenfalls ließ der indische Präsident Abdul Kalam bei einem Vortrag in der nationalen Polizeiakademie vermelden.

Kein Problem für geübte Kartenleser

Die Kritik allerdings gleicht einer Hexenjagd. Die kritisierenden Staaten sind allesamt offensichtlich nicht darüber informiert, dass Luft- und Satellitenbilder inklusive passendem Kartenmaterials bereits seit Jahrzehnten frei erhältlich sind. Neu bei Google Earth ist eigentlich nur die direkte Zuordnung von Adresspunkten auf den Satellitenkarten. Diese Zuordnung hat in der Zeit vor Google Earth aber auch ungeübte Kartenleser vor keine besonderen Probleme gestellt, vorausgesetzt, das Kartenmaterial war eindeutig.

Die Anschläge des 11. September jedenfalls konnten ohne die Hilfe von Google Earth geplant werden, was eigentlich für sich schon gegen die Theorie spricht, dass das Google-Tool Terroristen eine Hilfestellung bietet. Hilfe ist nur da nötig, wo sich jemand hilflos fühlt - hilflose Terroristen sind aber nicht sonderlich häufig, vielleicht einmal Situationen ausgenommen, in denen Sprengstoffgürtel nicht hochgegangen sind. Offensichtlich möchten sich die kritisierenden Staaten nicht in die Karten schauen lassen, im wahrsten Sinne des Wortes. Da die Satellitenbilder aber nur sporadisch aktualisiert werden und selten jünger als ein Jahr sind, zeugt die Kritik an der "Bedrohungslage" eher von einer bedrohlichen Unkenntnis der technischen Entwicklungen durch die Staats- und Regierungschefs der kritisierenden Länder.


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pixel, am 22.10.2005 11:57

sicherlich wäre der anschlag auf ein atomkraftwerk der supergau. aber die realität zeigt, dass anschläge auf offener straße und in öffentlichen nahverkehrszügen viel einfacher und effektiv sind. und angriffe auf militärische und regierungsgebäude müsste man schon mit ganzen armeen führen. da ist die karte sicherlich das kleinste problem, wie wir aus diversen filmen kennen.


Tweek, am 28.10.2005 11:05

Zitat:

sicherlich wäre der anschlag auf ein atomkraftwerk der supergau.

Naja, gibt schlimmeres, glaube ich :-)


vize, am 02.01.2006 21:59

tja die area 51 für jedermann. usa fühlt sich bedroht?? eher der rest der welt. ich möchte nit wissen was die amerikaner alles sehen können O_O


Tweek, am 03.01.2006 10:10

Zitat:

ich möchte nit wissen was die amerikaner alles sehen können O_O


Glaubt mir, die zivil zugänglichen Bilder Marke Google Earth sind bestimmt nicht das höchste der Gefühle. Ich würde sogar stark annehmen, dass jede Nation mit Satelliten im All solche Bespitzelungen durchführt, und zwar wesentlich schneller mit wesentlich höheren Auflösungen als in Earth. Würde mich nicht wundern, wenn die Satelliten inzwischen in der Lage wären, herauszufinden, welche Zeitschrift eine Person, die von oben fotografiert wird, gerade liest ;-)


ice2401, am 25.09.2006 09:29

Das wurde doch schon in mehreren Zeitschriften erwähnt, dass Satelliten mittlerweile KFZ-Kennzeichen und sogar einige Überschriften aus Zeitungen relativ hoch auflösen können. Zu midest in sofern, dass man diverse kleine Dinge mitllerweile sogar lesen kann.
Im Großen und Ganzen wirkt das lansam auf mich ziemlich bedrohlich, auch wenn man nichts zu verbergen hat. Aber meine Prvatsachen sollen doch bitte auch privat bleiben. Oder wie seht ihr das?
Ice


pittiplatsch, am 25.09.2006 10:14

Zitat:

Das wurde doch schon in mehreren Zeitschriften erwähnt, dass Satelliten mittlerweile KFZ-Kennzeichen und sogar einige Überschriften aus Zeitungen relativ hoch auflösen können. Zu midest in sofern, dass man diverse kleine Dinge mitllerweile sogar lesen kann.
Im Großen und Ganzen wirkt das lansam auf mich ziemlich bedrohlich, auch wenn man nichts zu verbergen hat. Aber meine Prvatsachen sollen doch bitte auch privat bleiben. Oder wie seht ihr das?
Ice

:hmmm:
Tja das heisst dann wohl :s3x: nur noch im dunklen Keller oder :unterdec:
Die indirekte Überwachung aller möglichen Vorgänge :abwasch: erfolgt inzwischen fast lückenlos :vogel:
Dagegen wehren kann ich mich nur, wenn ich bestimmte Dinge :auto:, :handy:, :duschen: , :goodnite: komplett sein lasse. :wayne:
Mit der Einführung der Autobahn-Maut und den TOLL-COLLECT-Brücken hat man ein hervorragendes Instrument der Überwachung geschaffen :schild:
als ein Verbrecher darüber ermittelt werden sollte - DATENSCHUTZ ! :motz:

PS: Auch die Postings hier im Netz können nicht mehr als "ganz privat" gelten :discu: - wenn sie privat bleiben sollen - muss ich sie mir denken :ideen:


Unregistrier, am 15.10.2006 03:33

Das Amerikanische FBI kennt jeden von uns sie habe sptielle datenbanken wissen wo zb jemand arbeitet wieviel er verdient ... also ich hätte eher angst davor die ganzen zeit vom FBI Ausspioniert zu werden als das irgend en terrorist sich in googel earth bilder anschaut und irgend win plan schmiedet


_Macromonium_, am 15.10.2006 12:49

Zitat:

Das Amerikanische FBI kennt jeden von uns sie habe sptielle datenbanken wissen wo zb jemand arbeitet wieviel er verdient ...

Und das glaubst du wirklich? ;-)


El Barto, am 01.02.2007 20:48

Zitat:

Und das glaubst du wirklich? ;-)


Bekannt wurde inzwischen ein Fall einer deutschen Frau der die Einreise in die USA verwehrt wurde weil sie offenbar bei Amazon regierungskritische Bücher bzw DVD´s bestellt hatte.Also die Überwachung ist schon da man sollte auf einem amerikanischen Flughafen nicht unbedingt ein T-Shirt mit dem Bild von bin Laden oder der Aufschrift "Fuck Bush Fuck the USA" tragen das könnte durchaus ein mehrstündiges Verhör nach sich ziehen.


czarek, am 30.03.2007 00:20

Ich finde wenn Terrordeppen was planen, dann können die auch auf andere Mittel zurückgreifen. Man kann sich heutzutage Kleinflugzeuge für Paar Hunderter mieten und evtl. Ziele ausspionieren.
Militärbasen sind bei GoogleEarth sowieso verschleiert dargestellt (habe ich zumindest in Holland gesehen).

Ich finde GoogleEarth dient hervorragend der geographischen Allgemeinbildung und sollte Zielgenau im Erdkundeunterricht eingesetzt werden, jetzt weiß man wenigstens genau wo Fidschi, Kanaran und co. liegen. Vor ein Paar Jahren haben die Schüler nicht mal gewusst wo Prag, Tokio oder Adis Abeba liegt.


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