Apple: Turbo für den Powermac

Aufrüstbar dank PCI Express

Da helfen auch die 256 Megabyte Grafikspeicher im Topmodell nicht weiter, bei PCs gibt es wesentlich bessere Karten für diesen Preis. Wer mag, kann allerdings noch einmal 1660 Euro auf den Preis des Rechners drauflegen und erhält dafür ein echtes Topmodell, nämlich eine NVidia Quadro FX 4500 mit 512 Megabyte Speicher. Für den Heimanwender dürfte dieses Power-Board aber jeden finanziellen Rahmen sprengen, werden durch den Einsatz dieser Grafikkarte damit doch aus den ohnehin nicht günstigen 3200 Euro für den größten Powermac schnell 4800 Euro - eine Investition, die sich nur für Profis lohnen dürfte. Die bekommen dafür aber eine Workstation mit ordentlich Leistung unter der Haube.

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Dank PCI-Express lässt sich die Grafikkarte natürlich auch durch den Anwender tauschen. Dabei ist aber Vorsicht angebracht: Nicht jede Grafikkarte arbeitet in jedem Mac. Oft sind spezielle Firmware-Versionen nötig, wodurch sich der Preis der Grafikkarten nicht selten erheblich erhöht. Andere Grafikkarten lassen sich problemlos einbauen oder selbst upgraden, außerdem gibt es inzwischen auch Modelle, die direkt für beide Rechner-Architekturen konzipiert sind. Anders als bei den Geschwistern wie iMac oder Powerbook ist der Anwender jedoch nicht an die Grafikkarte gebunden, der Powermac ist der einzige Apple-Rechner, der sich leicht erweitern lässt.

Speichermässig kann sich der Powermac G5 sehen lassen - allerdings nicht ab Werk, 512 MB Arbeitsspeicher in der Grundausstattung eines 3000-Euro-Rechners können getrost als Unverschämtheit bezeichnet werden. Dafür lässt sich der Rechner extrem ausstatten: 16 Gigabyte in Form von 8 Riegeln á zwei Gigabyte sind aktuell wohl einzigartig in dieser Klasse. Wer die Vollausstattung wählt, sollte allerdings das nötige Kleingeld bereithalten: 11.900 Euro Aufpreis sind für 16 Gigabyte Arbeitsspeicher fällig. Der unterstützt dann aber auch Fehlerkorrektur.

Bugatti unter den PCs

Der Powermac ist der Bugatti unter den Desktop-Rechnern. Bugattimäßig ist auch die Aufpreisliste. Nicht einmal ein jämmerliches Modem ist Serie, das muss für 55 Euro als USB-Gerät mitbestellt werden. Bildschirm, Arbeitsspeicher, alles muss hinzugekauft werden. Nicht einmal die bei allen anderen Macs im Lieferumfang enthaltenen kabellosen Schnittstellen WLAN und Bluetooth sind ab Werk vorhanden. Hundert Euro muss der Powermac-Nutzer investieren, damit der Rechner kabellos kommunizieren kann.

Ein aus Spaß an der Freude komplett ausgestatteter Quad-G5 im Apple-Store schlägt - zwei Cinema-Displays mit 30" inbegriffen, so viel Snobismus muss sein - mit sahnigen 25.600 Euro zu Buche. Das ist ziemlich genau der Preis für einen neuen Golf GTI mit Lederausstattung. Dafür erhält der Käufer dann aber auch eine voll ausgestattete Workstation, mit der er wirklich professionell arbeiten kann. Und echte Workstations für die Berechnung von 3D-Filmen wie "Robots" sind normalerweise wesentlich teurer.

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