Höher, schneller, teurer
Apple: Turbo für den Powermac
Apples Profi-Linie wurde verbessert. Der Powermac, das Spitzenmodell aus dem Hause Apple, wurde nun um Doppel-Prozessoren erweitert. Die Neuerung war dringend nötig, schießt sie die Macs doch in völlig neue Leistungsregionen. Lohnt sich der Kauf oder sollte man auf die nächste Generation mit Intel-Prozessoren warten?
Inhaltsverzeichnis
- 1Vier Kerne, 10 Gigahertz
- 2Aufrüstbar dank PCI Express
- 3Bugatti unter den PCs
Schnellster Rechner der Welt
Der Powermac G5 war zeitweise einer der schnellsten Desktop-Rechner weltweit. Damit rührte Apple auch kräftig die Werbetrommel. Natürlich wurde das Gerät schnell überholt, und zwar nicht zu knapp. Doch Apple hatte offensichtlich noch einen Joker in der Tasche: Dank Dual-Core-Prozessoren hat Apple mal eben die Leistung seiner Profi-Linie verdoppelt. Doch die Prozessoren sind nicht die einzige Neuerung, auch wurden endlich PCI Express integriert.
Dual-Core-Prozessoren sind Prozessoren mit zwei Kernen. Das spart im G5 gewaltig Platz, setzte Apple doch bisher auf zwei getrennte Single-Core-Prozessoren, die jeweils eigene Kühlkörper brauchen. Der Dual-Core-Prozessor braucht nur noch einen Kühlkörper, wodurch mächtig Platz im Gehäuse gespart wird. In der kleinsten Version taktet der Dual G5 mit 2 Gigahertz, wohlgemerkt pro Kern, was selbst den kleinsten G5 auf ein Leistungsniveau hebt, das einem PC mit Single-Core und 4 Gigahertz entspricht - zumindest theoretisch. Praktisch muss die Software an die Extra-Kerne angepasst werden, sonst kann sie nur mit einem Kern rechnen, wodurch der kleinste G5 kaum schneller als sein Vorgänger wäre.
Vier Kerne, 10 Gigahertz
Das Spitzenmodell überzeugt sogar mit zwei Dual-Core-Prozessoren. Das heißt, dass vier Prozessorkerne für angepasste Software ihren Dienst verrichten. Angepasst sind natürlich sämtliche Apple-Tools, außerdem Programme von den großen Herstellern, Quark Express oder Photoshop, typische Mac-Anwendungen eben. Hier kommt der Performance-Schub von rechnerisch 10 Gigahertz in Form von vier Kernen mit 2,5 Gigahertz zum vollen Zuge. Der Name: "Powermac G5 Quad."
Natürlich sind Prozessoren nur die halbe Miete, wichtig ist auch die Anbindung an die restlichen Komponenten. Hier kann der Powermac auftrumpfen: Sein Systembus läuft mit halbem Prozessortakt, jeder Kern ist einzeln angebunden. Damit besitzt das Spitzenmodell des Powermac G5 einen Frontside-Bus, der mit 1,25 Gigahertz taktet - State of the Art, solche Leistungsdaten haben die wenigsten PCs. Der DDR2-RAM taktet dagegen "nur" mit 533 MHz, das allerdings ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern.
Schwache Grafik
Natürlich sind die schnellsten Systeme ohne vernünftige Grafikkarte aufgeschmissen. Bei Apple ist die Grafik ein klassischer Schwachpunkt. Eine NVidia GeForce 6600 gehört zwar nicht gerade zur Top-Ausstattung in Sachen Grafikkarten, allerdings ist die Karte natürlich wesentlich besser als die zuvor von Apple eingesetzte Radeon 9700. Die tut zur Zeit in den aktuellen Powerbooks ihren Dienst, für die Powermacs dürfte es dann doch ein bisschen mehr sein.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 3 Beiträge
naja.. selbst so ein standard-G5 auf PC-niveau haut schon mit 3.200 (ohne monitor) rein. meinen PC hab ich für ~1.200 zusammengebaut - also fast ein drittel. ist schon verdammt teuer so ein mac. und beim design...
Naja, mit weniger Speicher ist das Ding ja noch bezahlbar ;-)
Schade, nichts für meinen Geldbeutel.... Und ich wollte auch mal mit einem Quad meine Mails abrufen. ;-) Egal, aber es ist schon eine tolle Maschine!