Die Powerbook-Evolution geht weiter
Apple: Neue Powerbooks - Nicht schneller, dafür hochauflösend
Christian Rentrop
Hochauflösende Displays
Was tatsächlich neu ist: 15" und 17"-Modell können nun die hochauflösenden 30"-HD-Bildschirme von Apple ansteuern. Diese Bildschirme müssen nämlich grundsätzlich ein doppeltes DVI-Signal erhalten, was mit den Powerbooks bisher nicht möglich war. Dadurch stellte ein HD-Display nur die halbe Auflösung dar. Damit das alles Reibungslos klappt, hat Apple beiden Powerbooks eine Radeon 9700 mit 128 Megabyte Speicher spendiert. Nur das 12"-Powerbook muss sich weiterhin mit seiner schwachbrüstigen NVIDIA GeForce FX Go5200 zufrieden geben. Stiefkindlich behandelt ist und bleibt es eben Apples Edel-iBook.
Ansonsten hat sich nicht viel getan: Das 12"-Modell taktet weiterhin mit 1,5 Gigahertz, 15" und 17" bleiben bei G4-Prozessoren mit 1,67 Gigahertz. Allerdings wurde die Prozessor-Generation geändert, ein neuer, stromsparender G4 kommt zum Einsatz, wodurch der Stromverbrauch - auch im Zusammenspiel mit den neuartigen Bildschirmen- stark gesenkt werden konnte. Auf dem Papier bedeutet das: Bis zu 5,5 Stunden Akkulaufzeit beim 15"-Modell. Allerdings darf man dann auch wirklich nicht mehr am Rechner arbeiten. Dennoch: Bis zu vier Stunden sind realistisch, ebenfalls ein schöner Wert.
Ansonsten nichts Neues
Interessant ist, dass es keine Konfiguration des Powerbooks mehr ohne Superdrive gibt. Allerdings lassen sich die Geräte notfalls rückrüsten: Beim 12"-Modell lassen sich durch den Verzicht auf den 8x-DVD-Brenner rund 220 Euro beim Kauf sparen. Bei den großen Brüdern lohnt sich der Verzicht jedoch nicht: Nur 50 Euro sind durch Build-to-Order-Rückrüstungen herauszuholen. Doch wer möchte schon für 50 Euro auf einen 8x-DVD-Brenner mit Double-Layer-Unterstützung verzichten?
Wie üblich werden sämtliche Notebooks mit Mac OS X und einem umfangreichen Software-Paket geliefert. Neben dem Betriebssystem befinden sich iLife 05 mit den beliebten Programmen iPhoto, Garage Band und iMovie im Paket, Graphic Converter und andere Kreativ-Tools sind ebenfalls an Bord. Natürlich sind die Geräte mit WLAN, Bluteooth und allen anderen üblichen Powerbook-Spielereien ausgestattet. Für Apple-Fans mit einem alten Powerbook lohnt sich das Upgrade, wer hingegen noch auf den hochauflösenden Bildschirm warten kann, sollte sich noch bis zu den ersten Intel-Macs Mitte 2006 gedulden.
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