USA gehen mit großen Schritten voran

Movie Markt: Digitales Kino in Deutschland - noch zögern die Betreiber

Beim neuen "Harry Potter" und "Flightplan" gibt es sie. Ebenfalls für "King Kong" und "Die Chroniken von Narnia" soll sie im Angebot sein - die digitale Fassung für Deutschlands Kinos. Bisher dominierte die klassische 35 Millimeterkopie. Aber langsam hat Digitalisierung die Lichtburgen Deutschlands erreicht. Die großen Kinobetreiber lassen erstmal Vorsicht walten - nur woran liegt's?

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King Kong - Nicht nur als 35-Millimeter-Version zu haben
Nicht nur als 35-Millimeter-Version zu haben

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Wer soll es bezahlen
  2. 2Alte Schule vs. Neue Technik
  3. 3Uneinigkeit über die Qualität

Digitales Kino verspricht in erster Linie eine Qualitätssteigerung bei Ton und Bild. Der normale Verschleiß, bei herkömmlichen Filmen auf 35 Millimeter Zelluloid nicht vermeidbar, fällt weg. Ebenso gehören Filmrisse und Tonschwankungen der Vergangenheit an. Doch digitales Kino ist in der Anschaffung sehr teuer. Allein der Projektor schlägt bereits mit rund 130.000 Euro zu Buche, das Personal muss neu geschult werden, Umbauarbeiten werden fällig.

Digitale Blockbuster

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"Es sind gerade mal 15 oder 16 Kinosäle deutschlandweit, in denen Sie digitale Projektoren finden", sagt ein Sprecher des Kinobetreibers CinemaxX. Und obwohl das Unternehmen mit 46 Kinotempeln zu den größten Betreibern in Deutschland gehört, wird der Kinobesucher in dessen Kinos nicht einen einzigen digitalen Projektor finden.

Wer soll es bezahlen

Hintergrund sei die strittige Finanzierung der Umstellung. "Diejenigen, die am meisten bei der Umstellung sparen werden, sind die Verleiher", erklärt der Sprecher. Einer der größten Kostenposten sei bei den Verleihern bisher die aufwendige Kopie des 35mm-Formats gewesen. Dementsprechend sollen sich nach Meinung des Kinobetreibers die Verleiher an der Finanzierung der digitalen Umrüstung beteiligen. "Wir sehen es nicht ein, diese Investition allein zu tragen", so der Sprecher.