Praktisches Komplettsystem mit eingebautem MP3-Player
Auspacken und losfahren: Navi-System Acer d100 im Test
Michael Knott
Verarbeitung und Handhabung
An der Verarbeitung des rund 430 Euro teuren Steuermanns gibt es nichts auszusetzen. Der d100 ist sehr solide und robust. Das schwarze Gehäuse mit der silbernen Umrandung sieht nicht nur gut aus, sondern dürfte auch den ein oder anderen Sturz im Auto schadlos überstehen. Allein der labile Steuer-Joystick will auf Grund der schwammigen Lagerung nicht ganz in dieses positive Bild passen.
Wer glaubt das Gerät auch als mobile Navigations-Einheit nutzen zu können ist leider auf dem Holzweg. Theoretisch erlaubt zwar sowohl die Hardware, dank des integrierten Akkus, als auch die Software dieses Vorhaben. Die für diesen Zweck recht sperrigen Maße des d100 machen aber einen Strich durch die Rechnung. Zu schwer, zu unkomfortabel liegt das Gehäuse in den Händen. Man müsste schon ständig mit einem extra Rucksack durch die Gegend ziehen, um den Acer komfortabel transportieren zu können.
Langer Kaltstart: Warten und aus dem Fenster schauen
Also rein ins Auto, den d100 mit Hilfe des Saugnapfes an die Windschutzscheibe klemmen, die Verbindung zum Zigarettenanzünder herstellen, und warten. Und warten. Zwischendurch mal aus dem Fester schauen, und warten. Acer gibt den Kaltstart der GPS-Einheit mit 55 Sekunden an. Im Test dauerte es aber zum Teil weit über eine Minute bis das Gerät die Satelliten endlich geortet hatte.
Bei der Eingabe von Adressen müssen wir zum ersten Mal zum Bedienstift greifen, da die Schaltflächen mit den Buchstaben für die Finger einfach zu klein geraten sind. Unpraktisch: Zwar liefert Acer solch einen Stift direkt mit; eine Möglichkeit diesen am d100 oder in der KFZ-Halterung zu verstauen gibt es aber traurigerweise nicht. So wandert das nützliche Kleinod zwangsweise in das Handschuhfach, wo es mit Sicherheit schnell verlorengeht.
Sobald Stadt, Straße und Hausnummer eingegeben wurden genügt eine Bestätigung und der Acer errechnet entweder die schnellste, oder die geografisch kürzeste Route. Die Zielführung erfolgt wahlweise in 2D- oder 3D-Darstellung, und wird durch eine freundliche Frauenstimme unterstützt. Diese warnt auf Wunsch auch bei schwachem GPS-Signal oder bei der Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Während der Fahrt ist der d100 sehr gut bedienbar, und bleibt auch bei Sonneneinstrahlung gut ablesbar.
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