Logitech G15 im Test: Erste Gamer-Tastatur mit LC-Display
Drei Modi + 18 Tasten = 54 Möglichkeiten
Beleuchteter Blickfang mit Bildschirm
Allein durch die schiere Größe dürfte es wohl fast jedem mit dem Logitech G15 ausgestatteten Schreibtisch unmöglich sein, kein Aufsehen zu erregen. Dazu leistet auch die blaue Beleuchtung ihren Beitrag, dessen Helligkeit sich in zwei Stufen regeln lässt. Und wenn sich doch jemand erdreisten sollte wegzuschauen, wird kurzerhand das Display hochgeklappt. Spätestens dann kann sich der Besitzer der Gamer-Tastatur bewundernder oder zumindest interessierter Blicke sicher sein.
Auf diesem lassen sich unter anderem die aktuelle Uhrzeit inklusive Wochentag und Datum sowie die Auslastung von Prozessor und Arbeitsspeicher anzeigen. Logitech zufolge soll es auch Informationen zum laufenden Spiel liefern und die Kommunikation zwischen Mitspielern unterstützen, wovon wir uns jedoch leider nicht überzeugen können. Sobald eine neue E-Mail eingeht, weist ein Briefsymbol inklusive der Anzahl der Nachrichten darauf hin.
Soviele Möglichkeiten wie die Logitech G15 bot noch keine von uns getestete Tastatur. Dank 18 frei konfigurierbaren Tasten sowie drei unterschiedlichen Modi sind sage und schreibe 54 unterschiedliche Belegungen möglich - für jedes voreingestellte Spiel. Wem das bei potentiellen Nutznießern wie Battlefield 2 nicht auf die Sprünge hilft, dem ist wahrscheinlich gar nicht mehr zu helfen. Denn jeder einzelne Schalter kann individuell mit Tastenkombinationen, Makros oder Programmen bestückt werden. Mit der "MR"-Taste können Schnellmakros sogar mitten im Spiel erstellt werden.
Von den Bedienelementen unter dem Display profitieren hingegen nicht bloß Profi- und Gelegenheitszocker, sondern in erster Linie solche, die sich am PC gerne Musik anhören oder bewegte Bilder ansehen. Sie gestatten den schnellen Zugriff auf essentielle Funktionen wie Play, Pause, Stopp, Vor und Zurück sowie die Regelung der Lautstärke. Passend dazu wird auf dem Display der aktuelle Titel mitsamt verstrichener und gesamter Laufzeit präsentiert. Weiterhin weist eine schmale Leiste darauf hin, wie laut es im Moment zugeht.
Razer Tarantula und Logitech G15 im Test
Zur Tarantula gehören gleich zwei USB-Stecker in der Razer-typischen Goldfarbe sowie Audio-Kabel für Mikrofon und Kopfhörer. Immerhin ziehen alle an dem zwei Meter langen Strang.
Mindestens 100 Euro kostet es, sich das pulsierende Schlangen-Logo auf den Schreibtisch zu holen.
Leider gibt es für die Multimedia-Schalter derzeit nur festgelegte Profile statt freie Programmierbarkeit.
Während die Tarantula sage und schreibe zehn simultane Anschläge verkraftet, ....
Zehn Ersatztasten mit gängigen Spiele-Symbolen sorgen für Wiedererkennungswert.
Razer Tarantula: Auf dem Weg vom Konzept zum fertigen Produkt blieb das integrierte Display leider auf der Strecke.
Die Tasten der G15 geben gute Rückmeldung, arbeiten jedoch unpräziser, wackliger und lauter als bei der Konkurrenz.
Außer zwei USB-Ports wie die G15 bietet das Razer-Keyboard noch praktische Headset-Anschlüsse.
Mit der G behält Logitech vorerst das Monopol auf Gamer-Tastaturen mit eigener LC-Anzeige.
Wer eine Gamer-Tastatur mit Display möchte, kommt nach wie vor nicht an der Logitech G15 vorbei. Finde Programmierer stellen mittlerweile sogar selbst erstellte Funktionen ins Internet.
Das Konfigurationsmenü der Razer Tarantula glänzt mit Masse und Übersichtlichkeit.
Weniger schön, dafür mit besseren Detaillösungen: Die Software der Logitech G15
