Notizblock-Killer: Palms 100-Euro-PDA im Test
Wo gespart wurde
Die Verarbeitung ist zweckmäßig und unspektakulär. Wer frühere Palm-Modelle kennt wird sich über die wenigen Tasten auf der Vorderseite wundern. Neben dem mittigen Fünf-Wege-Joystick findet sich rechts und links jeweils nur ein weiterer Drücker für den direkten Programmstart. Oben im Gehäuse versteckt sich eine Mini-USB-Schnittstelle zum Anschluss an den Rechner; direkt daneben ruht der Bedien-Stift in einem Schacht.
Die technischen Daten vom Notizblock fallen erwartungsgemäß recht nüchtern aus. DIN-A4, holz- und chlorfrei, 50 Blatt, günstig im Viererpack erstanden. Statt grauer Linien auf weißem Grund bietet das berührungsempfindliche Display des Z22 immerhin eine Auflösung von 160 x 160 Pixel, auf einer Diagonalen von 7,5 Zentimeter. Befeuert wird der Einsteiger-Palm von einem 200 MHz schnellem Prozessor von Samsung. Unterstützt wird dieser von einem recht mageren, 32 Megabyte großen Speicher. Hiervon können effektiv allerdings nur 20 Megabyte genutzt werden. Den Rest nimmt das Betriebssystem Palm OS 5.4 in Anspruch. Zum Glück handelt es sich um einen nicht flüchtigen Speicher. So bleiben die wichtigen Daten auch bei völligem Mangel an Strom erhalten.
Der Z22 ist nach der Grundinstallation genauso schnell einsatzbereit wie Stift und Papier. Ein Druck auf die seitlich eingelassene Power-Taste haucht dem PDA in Sekundenbruchteilen Leben ein. Auf dem Display erscheint entweder das Startmenü oder das zuletzt geöffnete Programm. Praktisch: Ein Druck auf den Joystick und der Palm blendet kurz die aktuelle Uhrzeit ein. Ein weiterer Druck schickt ihn zurück in den Tiefschlaf.
Palms Sparpläne bemerkt man spätestens beim ersten Blick auf den Bildschirm. Die kleine Anzeige ist weder besonders farbenfroh, noch bemerkenswert leuchtstark. Ändert man den Blickwinkel, wird das Display schnell blaustichig. Zudem reagiert es oft recht träge. Für die klassischen PDA-Funktionen reicht es aber aus. Multimedia-Anwendungen laufen auf dem mageren System sowieso nicht. Und auch Fotos dürften sich auf Grund des knappen Speichers nur die Wenigsten zu Gemüte führen. Farbdisplay hin oder her - ein kontraststarker Monochrom-Bildschirm mit einer höheren Auflösung hätte besser zum Z22 gepasst.
