Inoffizielles Service Pack 3 erhitzt die Gemüter

Windows XP: Service Pack 3 ist gefährlich

Beinahe ein Jahr zu früh ist Service Pack 3 für Windows XP auf einschlägigen Websites aufgetaucht. Microsoft warnt vor dem inoffiziellen Service Pack: Es handele sich nicht um eine offizielle Version, das Release sei "illegal" und könne "Schaden am Rechner" verursachen.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Zusammenstellung von Bugfixes
  2. 2Warnende Worte
  3. 3Inoffizielle Patches sind gefährlich

Zusammenstellung von Bugfixes

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Bei dem umstrittenen Service Pack handelt es sich allerdings weder um eine illegal beschaffte Beta des Betriebssystem-Updates, noch um anderweitig raubkopierte Ware. Vielmehr hat sich ein Software-Bastler sämtliche seit Service Pack 2 veröffentlichten Updates besorgt und daraus ein Update-Paket geschnürt, das er, nicht ganz legal, als inoffizielles Service Pack 3 zum Download anbietet. Illegal ist in diesem Zusammenhang nur die Verletzung von Microsofts Lizenzbestimmungen, die eine Rekombination von Software-Komponenten verbietet.

Auf der Website Thehotfix.net wird das "Service Pack" als "Windows XP SP3 Preview Pack #3" zum Download angeboten, allerdings ohne jeden Anspruch darauf, ein offizielles Release zu sein. Stattdessen wird erklärt, dass es sich nur um ein Patch-Paket auf Basis von Microsofts Software-Update handelt: "Es beinhaltet über 25 neue Patches mehr als das letzte Preview-Pack, das wir herausgebracht haben."

Warnende Worte

Warnende Worte sollen den Anwender davor schützen zu glauben, es handele sich um ein offizielles Microsoft-Release: "Es handelt sich NICHT um ein offizielles SP3-Paket von Microsoft, sondern nur um eine Sammlung von Updates, die höchstwahrscheinlich im 2006 kommenden Service Pack 3 einfließen werden. (...) Alle Patches sind direkt von einer Microsoft-Quelle. Dieses Paket beinhaltet keine Viren, Adware, Spyware, Sponsorware oder Malware. Benutzung auf eigenes Risiko."

So weit also die Theorie. Microsoft allerdings macht wie üblich auf beleidigte Leberwurst und warnt. Warnt vor dem Update. In einem Posting in einer Entwickler-Newsgroup macht sich ein Techniker von Microsoft über das Service Pack her: "Dieses 'Paket sollte vermieden werden. Stattdessen sollte man weiterhin Windows Update und die Download-Site benutzen, um die wichtigsten und korrekt von Microsoft veröffentlichten Updates zu erhalten."

Inoffizielle Patches sind gefährlich

Die Begründung: Bei den Patches handele es sich zum Teil um inoffizielle Software, die nur zur Problemlösung einzelner User benötigt worden wären. Eine Installation auf Systemen ohne das spezifische Problem könne Probleme mit Windows nach sich ziehen, bis hin zu zunehmender Instabilität des Systems. Wer das Paket herunterlade und installiere, müsse mit Problemen rechnen, für die weder Microsoft, noch irgendwelche Zwischenhändler einspringen würden.

Die Betreiber von Hotfix.com interessiert diese Argumentationslinie nicht. Das Update-Paket wird als Service Pack 3 beworben, als offizielle, nicht autorisierte Version. Die Vorwürfe der Microsoft-Entwicklungsabteilung werden ignoriert. Für den Anwender gilt in jedem Fall: Vorsicht beim Download und der Installation, das Software-Update ist immer die bessere Option, weil die dort veröffentlichten Updates auf jeden Fall unter Microsoft-Garantie fallen. Wer Bandbreite sparen will, sollte die Updates auf dem Rechner speichern, Software-Update hat eine entsprechende Funktion.

Links zum Thema

Beiträgeinsgesamt 5 Beiträge

http://www.softpedia.com/get/System/OS-Enhancements/Windows-XP-Service-Pack-3-Preview.shtml

Iste korrigiert :-)

Wie schön, dass immernoch der falsche Link im Artikel steht...

lautet http://www.thehotfix.net/

gibt es nicht (mehr)... Stattdesen kriegt man eine tolle Seite mit "Sponsored Results for Fix".

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