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16.10.2005
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Einblick in die Welt der kabellosen Netzwerke

Kabellos durch den Äther: So funktioniert Wireless LAN

Christian Grohmann

Reichweiten, Bastler und verwandte Systeme

Eine dem Wireless-LAN ganz ähnliche Technologie ist WiMax. Diese Funktechnik nach dem 802.16-Standard wird für den professionellen Einsatz hoch gehandelt. Allerdings ist WiMax bisher noch nicht über die Feldversuche hinaus gekommen. WiMax setzt eine Sichtverbindung zwischen den Teilnehmern voraus, und bietet theoretisch bis zu 50 Kilometern Reichweite. Allerdings müssen sich die Teilnehmer einer WiMax-Station die Transferrate von rund 109 Megabit pro Sekunde teilen.

Während gewöhnliche 802.11g-Netzwerke ab Werk selten über einen Radius von 60 bis 80 Metern hinaus kommen, arbeiten viele Bastler an Außen- und Richtantennen. Auch wenn manche Anleitungen vielversprechend aussehen - ein unerfahrener Bastler sollte von seinem Eigenbau nicht zuviel erwarten. Doch manche Bürgerinitiativen beschäftigen sich sehr professionell mit der Netzabdeckung ganzer Dörfer, Stadtteile oder Regionen.

Lauschangriff und Strahlungsschäden

Geblendet von den enormen Vorteilen der drahtlosen Kommunikation, blenden viele Nutzer deren Schattenseiten aus. So sind drahtlose Verbindungen immer noch wesentlich leichter anzuzapfen als verkabelte Computer. Um einen ausreichend hohen Datenschutz zu gewährleisten, müssen versierter Nutzer und Netzadministrator einige Maßnahmen ergreifen - das reicht von der Verschlüsselung über das Verstecken des Netzwerks bis hin zur Zugriffssteuerung.

Eine weitere Methode zur Sicherung eines Netzwerks ist die Deaktivierung des Ad-hoc-Modus. Der wird nämlich nur gebraucht, wenn verschiedene Clients ohne eine Basisstation untereinander kommunizieren müssen. Ist eine Basisstation in Form eines Routers oder Access-Points vorhanden, spricht man von einem Netzwerk mit Infrastruktur; der Ad-hoc-Modus birgt dann nur das Potential zum Lauschangriff und kann guten Gewissens abgeschaltet werden. Die Funktion zum Abschalten des Ad-hoc-Modus befindet sich in der Software des WLAN-Adapters oder in den Systemeinstellungen.

Neben der Datensicherheit ist auch die gesundheitsgefährdende Wirkung auf den Nutzer ein Streitpunkt. Bis heute ist noch nicht erwiesen, ob mikrowellenbasierende Übertragungen - Mobilfunk und WLAN - eventuell Krebs verursachen können. Eindeutig ist aber, das Wireless LAN mit rund zehn mal weniger Leistung als das Handy am Ohr funkt. Für Datenschutz und Gesunheit empfiehlt sich, das Wireless-LAN bei Nichtgebrauch abzuschalten. Manche Router verfügen dafür auch über Zeit- oder Telefonsteuerungen.

Unterschiedliche Namensgebung: WiFi und WLAN

Abschließend noch ein Hinweis: Lassen Sie sich nicht von der oft alternativ zu WLAN verwendeten Bezeichnung "WiFi" durcheinander bringen. Die hat sich im englischen Sprachgebrauch durchgesetzt, da "WiFi" wesentlich flüssiger klingt als etwa "Dabblejuh-LAN". Der Begriff stammt aber von der WiFi-Alliance, einem Verband aus über 200 WLAN-Herstellern, die die Kompatibilität ihrer Geräte untereinander zertifizieren.


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