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16.10.2005
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Einblick in die Welt der kabellosen Netzwerke

Kabellos durch den Äther: So funktioniert Wireless LAN

Christian Grohmann

Her mit den Elektronen

Von Anfang an legten die Entwickler des 802.11-Standards großen Wert auf Mobilität, Abhörsicherheit und Energieverbrauch, so konnte 802.11 Einzug in die Welt der Notebooks und PDAs halten. Zwei der gesteckten Ziele hat der 802.11-Standard erreicht: Ein Wireless-LAN-Adapter ist inzwischen klein, leicht und mit den richtigen Methoden relativ abhörsicher.

Doch bis auf wenige aktuelle Geräte stellt es sich immer noch als Stromfresser heraus. Zwar verfügen sparsame Notebooks bereits über leistungsstarke Akkus und Techniken wie Intels Centrino, doch kleinere Geräte wie kabellose VoIP-Telefone oder PDAslassen sich von ihren integrierten WLAN-Adaptern oft noch schnell leersaugen.

Erweiterungen: Millionen von Bits

In Sachen Geschwindigkeit hat sich dagegen Einiges getan. Der Sprung vom Alohanet mit ganzen 9600 Bits pro Sekunde zu den ersten 802.11-Versuchen war besonders groß: Bis zu zwei Millionen Bits in der Sekunde schaffte der neue Datenfunk-Standard. Die Übertragungsrate eines Netzwerks - oft mit der Geschwindigkeit gleichgesetzt - gibt man deshalb in einer angemessen Einheit an: Megabit pro Sekunde. Abkürzungen dafür sind Mbit/s oder Mbps (Megabits per second). Ständige Verbesserungen des ersten 802.11-Protokolls von 1997 haben für die Zukunftstauglichkeit des Funkstandards gesorgt.

Zwei dieser Erweiterungen sind heute allgemein in Gebrauch: Das Protokoll 802.11b mit einer Übertragungsrate von 11 Mbit/s brutto sowie 802.11g mit 54 Mbit/s brutto. Beide Standards wurden von einigen Geräteherstellern ebenfalls verbessert - allerdings wiederum nur zum hauseigenen Vorteil. So bringen es manche Geräte, die sich mit 802.11g+, g++ oder g-Turbo bezeichnen, auf bis zu 125 Mbit/s - brutto, wohlgemerkt.

Brutto und Nettoleistung

Die meist auf der Verpackung beworbene Brutto-Leistung eines Wireless-Adapters erreichen die Geräte in der Praxis nicht - die Werte entsprechen den theoretisch maximal möglichen Datenraten unter optimalen Bedingungen. Außerdem machen sie sich besser in der Werbung. In der Praxis bringen es die Geräte knapp auf die Hälfte der angegebenen Brutto-Leistung - so schafft ein Router mit angegebenen 108 Mbit/s im Netzwelt-Test rund 43 Mbit/s. Das Ende der Fahnenstange ist aber noch nicht erreicht.

802.11-Variante Datenrate brutto Datenrate netto
802.11b 11 Mbit/s 5,25 Mbit/s
802.11g 54 Mbit/s 18 Mbit/s
802.11g-Turbo 108 Mbit/s 43 Mbit/s
802.11g++, RangeMax 125 Mbit/s ~ 54 Mbit/s
802.11n ~ 600 Mbit/s ~ 300 Mbit/s

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