Fernsehen im Internet: Streaming-Angebote der ARD

Uneinheitlich: Video-Formate und Bitraten

Neben "Harald Schmidt" können Internetnutzer bei www.daserste.de auch Aufzeichnungen von den Talk-Shows "Menschen bei Maischberger" und "Beckmann" anschauen. Gelaufene Sendungen sind vollständig im Streaming-Archiv abrufbar. Besonders vorbildlich sortiert ist dabei die Video-Sammlung bei "Menschen bei Maischberger": Internetnutzer können das Archiv über einen Suchmaske anhand der Sendungs-Termine, der Themen oder der Gäste durchsuchen.

Zumindest für Sportfans lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch auf dem Portal sport.ard.de: Wer etwa das Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen China verpasst hat, kann sich dort die Highlights, die Analysen von Günther Netzer oder ein Interview mit Bundestrainer Jürgen Klinsmann als Video-Stream herunterladen. Die Video-Schnipsel binden die Macher zum einen in ihrer Online-Berichte mit ein. Zum anderen können die Internetnutzer alle Videos auch über die so genannte Mediabox starten. Über diese Nutzeroberfläche können Internetnutzer anhand von Suchbegriffen nicht nur das Video-Archiv, sondern auch die Sammlungen von Audio-Kommentaren und vertonten Bilder-Gallerien durchsuchen.

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Die Qualität der Videos ist bei den verschiedenen Seiten erwartungsgemäß uneinheitlich: Der Live-Stream der Tagesschau überträgt die ARD beispielsweise mit 256 Kbit/s. Clips aus der Sportschau werden teilweise mit 400 Kbit/s gesendet. Die Redaktionen nutzen dabei auch jeweils unterschiedliche Formate: Bei der Tagesschau haben Nutzer die Wahl zwischen Real-Video und Windows Media, bei Maischberger oder ard.sport.de gibt es nur Real-Videos. Die DSL-Bandbreiten der Nutzer reizen alle Streams nicht aus, so dass Internetnutzer sich die Videos nicht in Top-Qualität anschauen können: Zwar sind die Videos auch im Vollbildmodus erträglich, die Bilder sind allerdings nicht gestochen scharf. Alle Videos gibt es auch in Schmalband tauglichen Bandbreiten um die 100 Kbit/s, deren Bild-, und Tonqualität aber natürlich deutlich schlechter ist (siehe Gallerie).

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Streaming-Angebot der ARD zwar vielfältig aber leider sehr unübersichtlich ist. Auf der einen Seite bietet die ARD viele und vor allen Dingen hochwertige Inhalte. Auf der anderen Seite fehlt eine einheitliche Plattform, über die Internetnutzer neue Videos schnell finden und sämtliche vorhandenen Archive durchsuchen können.

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internetfernsehen hier.

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