Kostenlose Tools verschleiern IP-Adresse
Anonymes Filesharing mit Tor und Privoxy
Sascha Hottes
Filesharer leben gefährlich. Ist die IP-Adresse des Downloaders bekannt und der Datenverkehr wurde aufgezeichnet, dann kann eine Klage durch die Rechteinhaber drohen. Es gibt einige Ansätze sich dagegen zu schützen. Etwa durch einen Proxydienst, der die IP-Adresse verschleiert. In Kombination genutzt, versprechen Tor und Privoxy hohen Schutz vor Lauschern.
Das kleine Sicherheitstool "Tor" wird von der EFF unterstützt, eine Organisation, die sich für Verbraucherrechte einsetzt. Mit Tor soll es so genannten "Lauschern" erschwert werden, den TCP/IP-Netzverkehr zu analysieren. Die gesamte Netz-Kommunikation wird duch ein verteiltes Netzwerk von Servern geschickt. Die "Onionrouter" genannten Server wählen niemals den direkten Weg von der Quelle zum Ziel, sondern folgen innerhalb des Tornetzwerkes einen zufälligen Weg. Dies geschieht so, dass ein außenstehender Beobachter an keinem Punkt sagen kann, woher die Daten kommen und wohin sie gehen. Deshalb können Empfänger, Beobachter oder sogar Onionrouter selbst nur schwer sagen, wer und wo Daten austauscht.
Kombinierte Sicherheit
Tor kann unter Umständen zwar auch ohne die Freeware "Privoxy" genutzt werden. Davon raten die Tor-Betreiber allerdings dringend ab. Statt dessen soll man sich Privoxy installieren, um technischen Probleme zu vermeiden. Zudem bietet Privoxy einige nützliche Zusatzfunktionen für den Webverkehr, etwa einen Popupblocker.
Nach der Installation und Einrichtung beider Programm ist das Internetleben ein wenig sicherer. Benutzt man Privoxy um sich mit Tor zu verbinden, kann die IP-Adresse beim Filesharen nicht mehr ohne weiteres herausgefunden werden. Beide Programme werden kostenlos und ohne Ad- oder Spyware zum Download angeboten. Wenn beide Programme erfolgreich eingerichtet wurden, dürfen Dienste wie "ShowmyIP" oder "Wieistmeineip" die IP-Adresse nicht mehr herausfinden.
Tor ist in erster Linie für die private Internet-Sicherheit entwickelt worden. Die Betreiber wollen nicht, dass darüber Filesharing betrieben wird, da das Traffic-Aufkommen enorm hoch ist. In Kombination mit Filesharing melden einige Nutzer auch, dass die Geschwindigkeit von einigen P2P-Clients abnehmen kann. Andere berichten von kaum Einbußen. Wer bereits Erfahrungen mit beiden oder einem der Programme gesammelt hat, kann diese per Kommentarfunktion mitteilen.
Druckversion | Diskutieren Sie mit!
-
Anonymes Filesharing: Möglichkeiten und Tools
Unerkannt im Netz -
Tutorial: Anonym surfen mit dem Internet Explorer
Tor und Privoxy verschleiern die Identität -
Freeware-Download: PeerGuardian
Unerwünschte IPs blocken in Version 2 beta 6b
Mehr über: Software, Filesharing, Tutorial, Anonymes Filesharing
Links zum Thema
Diskutieren Sie zu diesen Artikel im Forum!
Neues Thema eröffnen
Ist ja nicht der erste Ansatz, Filesharing zu anonymisieren. Das Problem dabei ist, dass sobald die Daten über mehrere Stationen gehen, die Datenrate für jeden einzelnen Benutzer niedriger ist, da ja jeder auch Daten für die anderen User als "Zwischenstation" transportieren muss. Und da dank ADSL der Upload immer noch der Flaschenhals ist, kann man mit einem solchen Netzwerk kaum auf nennenswerte Downloadgeschwindigkeiten hoffen.
Und Proxys funktionieren doch meines Wissens nur für HTTP-Requests, oder?
Gruß,
malo
Ich dachte eigentlich auch das man Tauschbörsen nicht mit Proxis einfach betreiben kann. Genau wie das auch bei diesem JAP Tool der Fall ist. Eben wegen der Protokolle. Es sollte lieber mal ne Tauschbörse geben die meine IP verschleiert und gleichzeitig schnelle downloads und zu guter letzt auch noch viele nutzer hat. sozusagen wie damals Kazaa nur eben mit IP verschleierung.
dafür gibt es durchaus eine interessante alternative: filetopia. meines wissens nach verschlüsseln die den netzverkehr, der ansonsten im klartext läuft (bspw. suchanfragen). beim eigentlichen datentransfer "hüpfen" die über mehrere stationen. natürlich verringert das den datendurchsatz, aber dafür erhöht es die anonymität doch gewaltig.
Toller Artikel! Mal ganz davon abgesehen, das Tor explizit nicht für P2P-Datenaufkommen gedacht ist, sondern ähnlich wie JAP ausschliesslich für die Anonymisierung des _regulären_ Webverkehrs ausgelegt ist. Super gemacht, Netzwelt! Sorgt dafür, das das böse Anonymisierungsnetzwerk mit P2P-Traffic gefloodet und absulut unbrauchbar wird!
Filetopia wird aber seit längerem nicht mehr weiterentwickelt, der Code ist nicht verfügbar somit ist das Programm unsicher.
Filotopia ist auch noch extrem langsam and hängt sich ziemlich schnell auf.
In a nutshell it sucks just like Bearshare etc.pp.
Viva la revolution Bolivar!
Ja leider wahr. jetzt wird das netz nur noch langsamer wen sich die ganzen P2P user da einwählen wollen. aber ich hoffe mal das die alle so falsch denken wie der poster weiter oben mit dem http-proxy... hoffentlich schaffen sie´s nicht in ihren p2p einstellungen.
Ihr bösen, bösen Buben, Ihr !!!
Nimmt doch einfach das Tool "p2ptcphide" von Dallmann, dann seid Ihr Eure Sorgen los und anonym unterwegs.
ts, ts, ts... Ihr macht Euch Gedanken ? ;-)
Grtnx, illuminator
lol du depp, gib des ma bei Google ein, des findet ganix !!! klugscheisser, bevor du solche comments bringst schau lieber ma das es au stimmt
lol
Verarschen kann ich mich auch selber.
Also, was ist denn die Gradwanderung zwischen sicherem und schnellem p2p. Und was haltet Ihr von dem Usenet bekannter Anbieter?
Hallo zusammen,
hab ich das hier richtig verstanden: JAP bietet im p2p keine Anonymisierung sondern nur im www?
Und: Gibt es nun einen p2p-Anonymisierer, der zuverlässig arbeitet oder nicht?
Einfach Danke an alle! :spy:
Hallo!
nichts was wir im Internet tun ist wirklich anonym.Auch das p2p wird vom Server gespeichert.
@rock lady:
und wie ist liquid99 damit nun geholfen?
auch mich würden die programme interessieren
wenn dich die programme interessieren, dann mach dich schlau per google. alles, was es zur zeit in dem bereich gibt ist experimentell, für den otto normal user, der kein interesse hat sich mit der materie auseinanderzusetzen, nicht geeignet und langsam.
also entweder sicher und dafür keine geschwindigkeit oder sogar gar nix, oder halt auf gefährlichem fuss leben.
ich fand den scherz von master übrigens gut :)
zum usenet: sicher ist es auf keinen fall, musst schließlich zahlen für nen zugang, dh. der betreiber hat all deine daten.
ist aber ziemlich schnell und liegt auch nicht im focus der konzerne.
dort sollte man sich allerdings auch auskennen.
kleiner moralapostel: umsonst gibt es nix, und wenn man sich das überlegt, ist es auch gut so.
Hallo
Usenet ist illegal und auch Abzocke.Du kannst dort die neusten Filme sehen wie z.b "Doom" der ja noch im Kino läuft.Das Betreiber alle Datern von Usern haben,weiß ich.Ich sagte ja schon.Über unsere IP Adresse kann man alles raus griegen was wir wir im Internet tun und es wird auch vom Server gespeichert.
Zitat:
stimmt doch gar nicht, informiere dich doch mal bevor du das so hinschreibst.
Wenn du meinst.Usenet selber ist nicht illegal aber die Programme die sie anbieten.
Sektierer!
Unwahr!
2.Dez.2005:
" New exciting things are happening in the Filetopia scene. A new version is being actively developed (first beta is already out and a new beta will be out soon). Also, a new Torrentopia version was just released with interesting improvements"
Usenet bietet keine Programme an, ich sehe dort keine Binärdateien.
WENN EIN USENET ZUGANG ILLEGAL WÄRE WEIL ES DORT RAUBKOPIEN GIBT MUSS EIN INTERNET ZUGANG AUCH ILLEGAL SEIN DA ES IM INTERNET AUCH ILLEGALES MATERIAL GIBT
natürlich gibt es sehr unseriöse usenet anbieter,welche das sind findet jeder nach einiger zeit selbst raus
Hilfe!!! Usenet ist nicht illegal. Server speichern auch nicht alles. Das ist das schöne an Servern, Sie können alles speichern, aber sie müssen nicht. und genau das ist ja das tolle an einem guten Proxy: er loggt die IP's nicht. Und das ist erst recht das schöne an TOR, es leitet dich zufällig an einen Server aus einem Pool an Servern. dieser Server wird aber von tausenden anderen Usern gleichzeitig benutzt. Wenn der Server aber keine IP logt, dann ists für einen Lauscher schon verdammt hart, genau deine da rauszufiltern. ABER nicht genug, deine IP wird jez nicht direkt ans Ziel deines Requests geschickt...NEIN, es geht ab zum nächsten Server, der nicht logt (dieser nächste Server ist auch nicht fest vorher bestimmt, er wird zufällig gewählt), dann gehts vielleicht noch zu nem dritten, vierten oder fünften Server bis dein Request endlich am Ziel ist. Schöne Sache, gell!? Vor allem da die Server ja nicht logen (und selbst wenn sies täten wirds schwierig dich zu finden)
Noch etwas lustiges kommt hinzu. Torrents bieten inzwischen das Feature des verschlüsselten Datentransfers. Machts noch nen bischen schwieriger für "Lauscher". Sogar so schwer dass NSA und Echolon Tränenbäche weinen, weil sie sich im inzwischen soooo riesigen verschlüsselten Traffic-Jungel gar nicht mehr zurescht finden.
Btw, schon mal jemand Darknet aka Freenet ausgetestet. Auch ein guter Ansatz, das Konzept ist so bombensicher (mal davon abgesehn, dass man vertrauenswürdige Nodes finden muss) und so anonym dass kein Mensch dieser Welt nachvollziehen kann ob man überhaupt im Darknet ist oder nicht =)
In diesem Zusammenhang habe ich mir mal die drei mir bekannten VPN- Anonymizer angeschaut und ein wenig ausgetestet.
Der Vorteil bei der Anonymisierung über VPN ist der, dass wirklich alle Daten durch den VPN- Server anonymisiert werden.
Der schlechteste war meines Erachtens nach http://www.findnot.com da hier Nutzungsdaten für 5 Tage mitgeloggt und gespeichert werden und der VPN- Service auf PPTP basiert.
Die anderen beiden im Vergleich etwas besseren Dienste lagen gegenüber einander aber weitestgehend gleichauf.
http://www.steganos.com hat das mit Abstand schönste GUI und es gibt eine kostenlose Testversion mit einem Traffic- Volumen von 0,5 GB.
Leider sind die kostenpflichtigen Tarife ebenfalls Volumenbeschränkt, was bedeutet das in geringem Maße Logfiles angelegt werden müssen. Weiterhin werden bei der Anmeldung ziemlich viele personenbezogene Daten abgefragt.
http://www.trackbuster.com benötigt zur Anmeldung keine personenbezogenen Daten, es gibt keine Trafficbeschränkungen und es werden keine Logfiles über die Nutzung erstellt.
Leider werden auch für die Testversion 0,99€ fällig.
Und wie sollen die 0,99 EUR bezahlt werden? Mit deinem Konto / Kredikarte = Spykarte... :(
Richtig. Und P2P-Software ist ein Werkzeug wie Zangen und Schraubendreher, mit den man legales tun kann (z.B. Geräte reparieren) oder auch in Häuser einbrechen kann. Ich will hier jetzt die Verallgemeinerung ansprechen, die auf alle P2P-User zielt. :(
ihr seid nette leute! TOR für p2p-zwecke zu brauchen, [...]!?? Dafür gibt es etliche spezialisertere dienste wie z.B. "mute" etc...
zensiert vom Spatzenei wegen ungehobelter Ausdrucksweise.
Anonymes Filesharing mit Tor und Privoxy von netzwelt.de steht unter einer Creative Commons-Lizenz. Sie dürfen die Texte für nicht-kommerzielle Zwecke nutzen, bei Angabe und Verlinkung der Quelle "netzwelt.de".
Klicken Sie hier für weitere Informationen
nach oben









