Weiterempfehlen   Leserbrief
11.10.2005
Druckversion
powered by

Tücken beim Internet-Banking

Tutorial: Online-Banking, aber sicher

Sicherheit

Das Internet ermöglicht Dinge von Zuhause zu erledigen. Nach einer ausgiebigen Einkaufstour im Webshop oder bei Ebay hilft Online-Banking bei der schnellen Bezahlung der Ware. Die Online-Kontoverwaltung ist jedoch riskant, immer wieder kommt es zu Zwischenfällen und Betrügereien. Dabei ist es doch gar nicht so schwer, sich zu schützen. Dieses Tutorial zeigt, wie es geht.

Wer elektronische Wege nutzt, um seine Bankgeschäfte zu erledigen, ist in Gefahr: An manipulierten Geldautomaten können Betrüger die PIN ausspähen und die Karte auslesen. Mit einer nachgemachten Karte wird dann das Konto leer geräumt. Ähnliche Gefahren drohen beim Online-Banking, hier lauern Phisher und Hacker darauf, den elektronischen Sparstrumpf auszuräumen.

Riskant: Das PIN/TAN-System

Dabei ist Online-Banking an und für sich sicher: Wer den Zugang über jeden beliebigen Internetbrowser möchte, braucht Kontonummer und eine Persönliche Identifikationsnummer, die PIN, die von der PIN der EC-Karte abweicht. Wer diese Daten hat, kann das Konto einsehen, den Kontostand überprüfen und nachschauen, welche Ein- und Auszahlungen über das Konto gegangen sind. Um tatsächlich aktiv mit dem Konto zu arbeiten bedarf es außerdem einer Liste mit Transaktionsnummern, die so genannte TAN-Liste.

Bei den TANs handelt es sich normalerweise um eine sechsstellige Zufallszahl, die auf der Liste zu finden ist. Rund 50 TANs befinden sich auf einer solchen Liste, eine neue Liste wird automatisch zugestellt, wenn die alte Liste fast verbraucht ist. Mit einer Zahl aus der neuen TAN-Liste wird die alte Liste deaktiviert, die Zahlen werden ungültig. Zum Gegencheck wird noch eine TAN aus der alten Liste benötigt, weshalb man immer ein oder zwei TANs in Reserve halten sollte.

Die Phishing-Gefahr

Die Zahlen auf der TAN-Liste sind auf dem Bankrechner gegengespeichert und nur einmal gültig. TANs müssen für jede Überweisung oder Änderung eines Dauerauftrages eingeben werden. Der Bankrechner überprüft die Nummer und übernimmt die Transaktion, danach verfällt die Nummer. Das Problem ist, dass nur eine einzige TAN reicht, um das gesamte Konto leer zu räumen, weshalb die TAN-Liste an einem sicheren Ort aufbewahrt werden sollte.

Da die TAN so wichtig ist, arbeiten Betrüger vor allen Dingen an der Erbeutung einer gültigen TAN-Nummer. So genannte Phishing-Mails geben vor, von einer Bank geschickt zu sein, die dringend die Eingabe von persönlichen Daten - darunter der Kontonummer, der PIN und der TAN - benötigt. Die Links in solchen Mails leiten normalerweise zu Websites weiter, die den Online-Banking-Portalen der Banken gleichen wie ein Ei dem anderen. Wer hier seine Daten eingibt, hat schon verloren: Die Betrüger speichern die Eingaben in einer eigenen Datenbank und wählen sich später in das echte Konto ein. Das Geld ist futsch und der Kontoinhaber muss der Bank gegenüber beweisen, dass er sich das Geld nicht selbst überwiesen hat.


Druckversion | Links zum Artikel | Kommentare

1 | 2 | 3 weiter »


Mehr über: Sicherheit, Virenschutz, Datenschutz, Sicher im Internet, Schutz vor Phishing

Links zum Artikel

Diskutieren Sie zu diesen Artikel im Forum!
Neues Thema eröffnen


Gast, am 12.10.2005 10:39

Hallo,

der Artikel enthält einige Mängel:

- Er sollte wesentlich eindeutiger betonen, dass vorallem bei Verwendung des PINTAN-Verfahrens eine Firewall und ein Virenscanner eingesetzt werden sollten. Außerdem sind Updates dieser Schutzprogramme sowie des Betriebssystems DRINGEND zu empfehlen. Ist erst der PC kompromitiert ist Online-Banking nicht mehr sicher. Ob PIN und/oder TAN auf dem PC gespeichert wurden, oder nicht spielt dann keine Rolle mehr.

- Für die Nutzung des HBCI-Verfahrens mit Chipkarte wird ein HBCI-fähiger Kartenleser benötigt. Ein "EC-Kartenleser" genügt nicht und wird damit zum Fehlkauf.


Tweek, am 13.10.2005 12:34

Danke für den Tipp. Es ist korrigiert.


Neues Thema eröffnen Neues Thema eröffnen

Top Virenschutz-Programme

Sicher im Internet

Sicher im Internet

Wer seiner Standard-Software traut, der sollte sich nicht wundern, wenn plötzlich ein Virus oder Trojaner entdeckt wird. Netzwelt erklärt, wie man ein PC-System absichert.

Top Anti-Virus Vollversionen

Virenschutz

Welche Software den PC wirklich vor Viren schützt und welche Updates Sie auf jeden Fall installieren sollten, zeigen wir Ihnen in unserem ausführlichen Special zum Thema Virenschutz.

Email Sicherheit

eMail Sicherheit

Phishing ist wohl das bekannteste Phänomem, wenn es um Sicherheit und Emails geht. Dabei ist es so einfach seinen Mailer richtig einzustellen und damit die größten Gefahren direkt abzuwehren.

Virenschutz mit Avira AntiVir

Aviras AntiVir ist das Flaggschiff der Antiviren-Programme, das Beste daran: Es ist für Provatanwender kostenlos.

akuma.de - Unser Musikdienst

akuma.de - Das digitale Kaufhaus für Musik

Service-Angebote der netzwelt

Werbung


nach oben
Aktuell
Software Updates
Top Downloads
Downloadarchiv
Downloads per RSS
Software-Anleitungen
Video Anleitungen
Audio Anleitungen
Sicherheits Anleitungen
Anleitungen Übersicht
Software-Specials
Filesharing
Firefox
Google Earth
Windows Vista
Beliebte Freeware-Pakete
Video Freeware
Windows Vista Freeware
Foto Freeware
Windows XP Freeware

Wählen Sie aus über 3.000 Downloads die richtigen Programme für sich aus. Von Sicherheits-Software über Tuning-Tools und Bildschirmschoner oder sogar Spiele. Alle Downloads sind kostenlos. Wir unterscheiden zwischen Freeware (komplett kostenlos) und Shareware (Probeversion). Die Software wurde auf Funktionalität getestet und Viren geprüft und um Anleitungen, Testergebnisse, Tipps und Screenshots erweitert.

RSS Feed abonnieren Nie mehr ein Update dieser Seite verpassen?
Hier klicken, um netzwelt.de zu abonnieren!

Copyright © 2008 by netzwelt.de - Tutorial: Online-Banking, aber sicher - Tücken beim Internet-Banking
H2 media factory GmbH Impressum | Presse | Kooperationen | Werbung | Rechtliche Hinweise | Sitemap | Jobs