Alptraum Arcor: "Man wird immer nur vertröstet" (Update)
Alptraum Arcor: "Man wird immer nur vertröstet" (Update)
Am 9. August ruft E. noch einmal bei der Kundenbetreuung an. "Diesmal wusste man dort nichts von einer Beschwerdestelle", erzählt E. Daraufhin zog der die Notbremse: Er bestellte einen neuen Anschluss bei der Telekom - für Einrichtungsgebühren von insgesamt 160 Euro und mit einer neuen Telefonnummer. Für Briefe, Faxe und Einschreiben hat er fünfzig Euro ausgegeben. Am 22. August ist alles wie vorher: E. ist immer noch bei der Telekom, kann nach sechs Wochen wieder ins Internet, hat aber eine neue Telefonnummer.
Am 31. August bekommt er wieder Post von Arcor. Obwohl er noch nie eine Rechnung von Arcor bekommen hat, hält er die erste Mahnung in den Händen. Darauf antwortet E. mit einem bösen Brief, in dem er alle Versäumnisse von Arcor auflistet und Arcor die 160 Euro Einrichtungsgebühren in Rechnung stellt. Am nächsten Tag flattert die zweite Mahnung ins Haus.
"Also ich bin geheilt", resümiert Bernd E., "wegen ein paar Euro werde ich nirgendwohin mehr wechseln." Auch nicht bei Strom oder Gas - "um Gottes Willen". Am schlimmsten sei die Machtlosigkeit gegenüber Arcor gewesen, berichtet E. "Man kommt an keinen ran, und man wird immer nur vertröstet". Und ausgestanden ist die Sache wohl noch nicht: E. bekommt weiterhin Rechnungen von Arcor.
Auch Arcor selbst sieht den Fall von Bernd E. kritisch: "Da gab es eine Reihe von Bearbeitungsfehlern", gibt Thomas Rompczyk von der Arcor-Pressestelle zu, "und wir entschuldigen uns in aller Form bei Herrn E.". Neben einer Entschuldigung erstattet ihm Arcor die entstandenen Kosten, storniert alle Rechnungen und gibt die Rufnummer zurück. Außerdem verspricht Arcor Bernd E. eine kleine Zugabe zur Erstattung. So bekommt Bernd E. zumindest den materiellen Schaden ersetzt.
