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08.10.2005
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Netzwelt nimmt das Betriebssystem der Zukunft unter die Lupe

Windows Vista: Ein Erfahrungsbericht

Windows Vista

Also entscheide ich mich kurzerhand, einen neuen PC zusammenzubauen. Einige Stunden und ein defektes Mainboard später kopiert sich Vista auf einen Athlon XP 1800+ mit 1,5 Gigabyte RAM und 128 Megabyte Grafikkarte - eine GeForce FX 5600. Diesmal klappt alles perfekt: Das System rennt, das Glas schimmert, der eigentliche Test kann beginnen. Was ist denn hier alles neu? Einiges. Anders? Manches. Besser? Auf den ersten Blick wenig, aber schauen wir uns erst einmal genau um.

Begrüßungscenter

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Aeroglass von Vista

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Das Begrüßungscenter erleichert erste Einstellungen. Vista erstrahlt in Aero Glass (Klick vergrößert)


Von Ressourcenfraß und Seitenbalken

Taskbar in Schwarz-Metallic, ein neuer runder Startknopf, transparente Sidebar am rechten Bildschirmrand: Optisch hat sich was getan, das erkenne ich sofort. Auch die in Milchglas umrahmten Fenster sind so hübsch wie nutzlos, Fenster im Vollbild-Modus werden zwecks besserer Übersicht opak dargestellt. Dafür leuchten die Icons für Minimieren, Verkleinern und Schließen jetzt beim Mouseover. Ob der Schließen-Knopf rot erscheint oder nicht, ist übrigens die einzige Möglichkeit zu erkennen, welches Fenster gerade aktiv ist - abgehakt unter gewöhnungsbedürftig. Eine nette Spielerei am Rande: Wenn Sie Windows-Taste und Tab gleichzeitig drücken, können Sie Ihre Tasks in 3D-Ansicht durchschalten.

Aber zurück zur Sidebar: Die startet standardmäßig gemeinsam mit dem Betriebssystem und bietet ein RSS Feed des Microsoft Developer Networks, eine Diashow mit wechselnden Motiven aus dem Eigene Bilder-Ordner und - eine analoge Uhr. Wo die Feeds noch sinnvoll und die Bilder wenigstens hübsch sind, entgeht mir der Sinn einer zusätzlichen Zeitanzeige völlig. Über das Kontextmenü können Sie weitere Minianwendungen wie Taschenrechner, Notizblock oder CPU-Monitor hinzufügen. Noch interessanter ist allerdings die msconfig: Dort können Sie die Sidebar nämlich deaktivieren und dabei noch 45 Megabyte Arbeitsspeicher sparen.

3D Switch

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Die Sidebar

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3D-Switch und Sidebar sind zwei Neuerungen von zweifelhaftem Nutzen (Klick vergrößert)


Stichwort Systemressourcen: Der Task-Manager attestiert Vista 12928 Handles, 568 Threads und 45 Prozesse sowie mit knapp 500 MByte auch noch einen gehörigen Happen vom Arbeitsspeicher. Der Windows-Ordner selbst hat es sich mit knapp sieben Gigabyte auf der Festplatte gemütlich gemacht. Diese Datenmengen haben aber auch ihren Vorteil: Bis auf TV- und WLAN-Karte installierte Vista alle Hardware-Treiber fehlerfrei aus dem eigenen Fundus. Die aktuellsten Treiber für die Grafikkarte sollten sinnvollerweise auch noch von Hand eingepflegt werden. Der Task-Manager startet übrigens nicht mehr direkt über Strg-Alt-Entf: Ein eigener Bildschrim ist vorgeschaltet, auf dem Sie neben dem Manager-Aufruf auch den PC sperren oder den Benutzer wechseln können.

StrgAltEntf

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Vista im Taskmanager

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Bei Strg-Alt-Entf ist jetzt ein Bildschirm vorgeschaltet. Der Taskmanager zeigt Vistas Hardwarehunger (Klick vergrößert)



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