Ein Counter-Strike-Profi im Gespräch
Gaming: Interview mit Pro-Gamer "uLTi" vom Team mTw.ATI
Am Rande der intel Friday Night Games in Köln traf sich netzwelt.de mit einem der Pro-Gamer des Counter-Strike-Teams von mTw.ATI. Der Österreicher Thomas Teissl (23)alias uLTi stand uns Rede und Antwort und plauderte über seine Spieler-Karriere, die Zukunft des eSports und wie man noch Zeit für eine Freundin finden kann.
netzwelt.de: Starten wir mit dem Anfang Deiner Karriere, seit wann spielst Du am Rechner?
uLTi: Seit meinem zwölften Lebensjahr, oder nee, seit meinem zehnten Lebensjahr, etwa.
netzwelt.de: Womit hast Du angefangen - C64, Amiga, Atari?
uLTi: Ganz am Anfang mit einem Gameboy ich denke so wie fast jeder andere auch. Atari hab ich auch gespielt, dann Nintendo - und dann alle Konsolen durch bis zum PC. Jetzt spiele ich nebenbei noch ganz selten Playstation 2, aber fast gar nicht mehr - eigentlich spiele ich nur noch PC-Spiele.
netzwelt.de: Was war das erste PC-Spiel, an das Du Dich erinnern kannst, das Dich so richtig gefesselt hat?
uLTi: Ich glaube das allererste war Ultima7, das ist ein Rollenspiel und hat mich ziemlich interessiert. War lustig und vor allem sehr zeitaufwendig. Das habe ich damals dann auch gleich mehrere Stunden am Tag gespielt.
netzwelt.de: Wie bist du zu Counter-Strike gekommen?
uLTi: Das war damals in meiner Schule, keine Ahnung in welcher Klasse ich war. Erst haben Freunde angefangen davon zu reden und ich habe langsam Interesse bekommen. Die haben mir das auch gezeigt und runtergeladen. Wir haben noch ausschließlich mit Schulfreunden zusammengespielt. Einer hat nen Server aufgemacht, die anderen drauf gespielt ganz klein angefangen halt und auch ein kleines Team gegründet. Das lustige daran ist: Wir haben etwa zu Zehnt mit dem Spiel angefangen - aber ich war der einzige, der nach einem Monat weiter gespielt hat. Die anderen haben alle aufgehört.
netzwelt.de: Wie bist Du zu mTw.ATI gekommen?
uLTi: Ganz am Anfang war ich bei kleineren österreichischen Teams. Der größte österreichische Clan bei dem ich gespielt habe, war Infernum. Mit dem war ich auch in Dallas, also auch international unterwegs. Dann war ich in ein paar deutschen Clans und bin jetzt eben zu mTw. Zuletzt habe wir [das komplette mTw-CS-Team] bei "Deutschlands kranke Horde" (DkH) gespielt. Da waren wir ziemlich erfolgreich, das Team mehr oder weniger zusammen gewürfelt aus fünf Leuten. Uns hat eigentlich keiner zugetraut das wir Erfolg haben könnten aber wir haben die Erwartungen übertroffen. Und dann kamen die Angebote von den besseren Clans und wir haben und für mTw entschieden. mTw gab es aber vorher schon, das ist einer der ältesten deutschen Clans.

Exzessive Nutzung, Kontrollverlust, steigender Zeitaufwand, mangelndes Problembewusstsein, Entzugserscheinungen und soziale Abgrenzung in der realen Welt - das sind nur einige Merkmale der Chatsucht. Offiziell ist sie zwar nicht anerkannt, trotzdem spielt die Internetkommunikation eine große Rolle im Bereich der Onlinesucht. Einen Schwellenwert zur Einordnung in Neigung und Abhängigkeit gibt es nicht.
Peter "Chucky" Schlosser ist, seitdem er seine Karriere als "Counter-Strike"-Spieler beendete, Teamleiter bei ALTERNATE aTTaX. Netzwelt hat mit dem ambitionierten Gaming-Profi im Rahmen der Intel Friday Night Games über sein Team, die Zukunft und die Organisation als solche gesprochen.
In den letzten Jahren wird E-Sport in Deutschland zunehmend stärker wahrgenommen und honoriert. Hersteller aus der IT-Branche engagieren sich auch hierzulande im Esport, und viele Profi-Teams haben inzwischen einen Sponsor im Rücken. Profispieler kämpfen auf Turnieren in Renn-, Shooter- und Strategiespielen um tausende Euro Preisgeld. Einer der erfolgreichsten deutschen Unreal Tounament-Spieler, Rouven Falkewitz alias RazerS, stellte sich den Fragen von netzwelt rund um den E-Sport.





