Innovatives Gerät scheitert an schlechter Umsetzung

Planet VIP-320 im Test: Router mit DECT-Telefon

"Ein neues Telefon!?” Ingo, mein Mitbewohner, wundert sich. "Wann wolltest du noch gleich einen DSL-Router besorgen? Ich will auch irgendwann mal ins Netz...” knurrt er verschlafen und verschwindet in seinem Zimmer. Dass er mir keine Gelegenheit zum Antworten gelassen hat, stört mich wenig. Bevor Ingo wieder wach ist, wird er ein LAN-Kabel vor seiner Tür liegen haben - das sollte alles erklären.

Planet VIP-320
Planet VIP-320

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Unvollständige Ausstattung
  2. 2Sicherheit: Besser als erwartet
  3. 3Qualität, Design und Ton

Mein neues Spielzeug ist ein Planet VIP-320. Dass es sich hierbei um einen kompakten Voice-over-IP-Router mit zwei Netzwerk-Anschlüssen, NAT-Firewall und ein paar Extras handelt, fällt auf den ersten Blick tatsächlich nicht auf. Optisch ist das Gerät nicht von einem handelsüblichen, schnurlosen DECT-Telefon zu unterscheiden. Einen Mini-Router in der Basisstation zu verstecken zeugt vom Erfindergeist des taiwanesischen Herstellers - Ingo sei sein Irrtum verziehen.

Guck mal her...

Das VIP-320 wird an Telefon- und DSL-Leitung angeschlossen - so soll das aufgepflanzte DECT-Handgerät sowohl analoge Telefonate als auch die Internettelefonie verwalten können. Bis zu vier SIP- oder H.323-Accounts stehen für die IP-Telefonie zur Verfügung. Auf der Vorderseite der Schale machen sechs LEDs auf den aktuellen Betriebszustand aufmerksam, bis auf die Line-Buchse für die Telefonleitung besitzen die rückseitigen Anschlüsse - zweimal Netzwerk und einmal WAN - eigene Status-LEDs.

Planet VIP-320

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Planet VIP-320 - VIP-320 im Größenvergleich mit einem T-Sinus 701S
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VIP-320 im Größenvergleich mit einem T-Sinus 701S

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Planet VIP-320 - VIP-320 im Größenvergleich mit einem T-Sinus 701S
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VIP-320 im Größenvergleich mit einem T-Sinus 701S

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VIP-320 im Größenvergleich mit einem T-Sinus 701S

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Für den maximal nötigen Saft von 15 Watt sorgt ein großes, aber überraschend leichtes Netzteil. Der Reset-Schalter an der Rückseite erfüllt nicht ganz seinen Zweck - Werkseinstellungen sind ihm fremd, er führt lediglich einen Neustart aus und stellt das ursprüngliche Administrator-Passwort wieder hier. Wenn auf diesem Wege sowieso jeder Zugriff zur Routerkonfiguration hat, frage ich mich, wieso ich mir überhaupt noch die Mühe machen soll, das Passwort zu ändern.

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Ein Schritt in Richtung Kann-Alles-Box?

Router und Telefon in einem Gerät - das ist eine vielversprechende Kombination. Probleme wie die ausbleibende Rufnummernübermittlung von Telefon zu VoIP-Router und andere Kompatibilitäts-Schwächen könnten so sinnvoll vermieden werden. Die Wirklichkeit sieht leider anders aus. Denn ein ausgereiftes Multifunktionsgerät, dessen Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sind, ist auch das VIP-320 nicht.

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