Neue Songs mit Musikempfehlungsdiensten entdecken
Musikempfehlung auf Knopfdruck
Music Markt
Hier zeigt sich auch der Nachteil beim content based filtering, es gibt in erster Linie subjektive Empfindungen eines Hörers wieder und ist zeitaufwändig. Für die redaktionelle Einsortierung von über 10.000 verschiedenen Künstler hat das Music Genome Team sechs Jahre benötigt. Es würde Jahrzehnte dauern, bis ein repräsentativer Teil des Weltrepertoires an Musik bewertet wurde. Der Vorteil liegt ebenso auf der Hand: Viele Variablen lassen eine weitaus feinere Einsortierung zu, das System kann ganz gezielt Musik empfehlen.
Last.fm - Maßgeschneidertes Webradio
Ein ähnliches Konzept zum Finden von neuer Musik hat auch das Projekt Last.fm. Auf der dazugehörigen Webseite kann einfach der Name einer Band oder eines Künstlers eingegeben werden, der einem besonders gut gefällt. Last.fm stellt dann automatisch und völlig umsonst einen Radiosender zusammen, der ausschließlich Musik spielt, die ähnlich dem des eingegebenen Künstlers ist.
Die Parallele zu Amazon: Auch Last.fm stützt seine Song-Vorschläge auf die Daten von vielen Usern. Das technische System hinter last.fm nennt sich Audioscrobbler und basiert auf Playlisten aus Winamp, dem Windows Media Player oder anderen Softwareplayern. Diese Playlisten werden von einem kleinen Plug-In, welches freiwilig auf dem eigenen Rechner installiert werden kann, an einen zentralen Server von Audioscrobbler geschickt und dort ausgewertet. Anhand der Hörgewohnheiten von Tausenden von Nutzern entstand so ein immenses Datengeflecht, das bei den Musikempfehlungsmaschinen einzigartig ist.
Musikempfehlungs-Software
GeschmacksagentenMit Erfolg: Die von Last.fm nach dem netzwelt-Geschmack zusammengestellten Radiosender spielten durchweg Songs, die uns sehr gut gefielen, darunter auch viele Musikstücke, die uns bis dahin unbekannt waren. Auch während des Hören des persönlichen Radiosenders kann das Programm noch beeinflusst werden. Über zwei einfache Buttons kann Last.fm mitgeteilt werden, ob einem der jeweilige Song gefällt oder nicht. Der Musik-Empfehlungsdienst berücksichtigt diese Bewertungen und passt das Programm entsprechend an. Die Qualität der Songs ist mit 128 kbit/s ebenfalls gut. Einen ausführlichen Test zu Last.fm finden Sie hier.
Pandora - Perönliches Webradio mit überragenden Ergebnissen
Auch auf der Webseite des Pandora-Projekts kann sich jeder Nutzer sein eigenes Webradio zusammenstellen. Ähnlich wie bei Last.fm reicht auch bei Pandora die Eingabe eines Künstlers oder eines Songtitels, um ein Radioprogramm mit ähnlichen Songs zu starten.
Hier basieren die Vorschläge jedoch nicht auf den Geschmäckern einer Community. Stattdessen hat sich ein Team von Musikliebhabern hingesetzt und in einem Zeitraum von sechs Jahren mehrere hunderttausend Songs von über 10.000 Künstlern angehört und nach über 400 Kriterien katalogisiert. Diese raffinierte Einteilung der Musikstücke sorgt für ein überragendes Ergebnis: Jeder in der netzwelt-Redaktion, der sich mit Pandora beschäftigte, zeigte sich begeistert von dem Musik-Empfehlungsdienst.
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Links zum Artikel
- Amazon
- AudioInsight
- HIFIND
- Last.fm
- MoodLogic
- MusicIP Mixer
- Musiclens
- MusicMiner
- MyStrands
- Pandora
- Soundprofiler
- Soundslike
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