Gnutella-Fans gegen Creative Commons Client

Filesharing: LimeWire wird FrostWire

Wegen einer Unterlassungserklärung der Recording Industry Association of America (RIAA) wird der P2P-Anbieter LimeWire angeblich einen Filter in seine Software integrieren. Damit dürfen Nutzer nur noch Dateien zum Tausch freigeben, die eine Creative Commons-Lizenz besitzen. Nun antwortet die Gnutella-Community - mit der LimeWire-Alternative FrostWire.

Letzte Woche wurde bekannt wie der Filter funktionieren soll. Ein Limewire-Betatester berichtete auf Gnutellaforums.com, was er vor wenigen Tagen auf LimeWires Website gefunden hatte: Filter-Mechanismen, die sich schon bald im LimeWire-Code wiederfinden könnten. Demnach wird LimeWire überprüfen, ob die zum Tausch freigegebenen Dateien eine Creative Commons-Lizenz besitzen. Nicht lizenzierte Dateien können nicht mehr freigegeben werden. Der Download unlizenzierter Dateien wird vermutlich weiterhin möglich sein.

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Erste FrostWire-Version Mitte Oktober

Erste Anzeichen für striktere Filter finden sich bereits in aktuellen LimeWire-Versionen. So berichten Nutzer der kostenpflichtigen Pro-Version, dass beim Download von Dateien ohne Creative Commons-Lizenz Warnhinweise angezeigt werden. Ob die Filter wirksam sind - in technischer Hinsicht als auch in rechtlicher - wird sich zeigen wenn er offiziell aktiviert wurde.

LimeWire bietet seinen Quellcode aber ohnehin auf einer Entwickler-Webseite an. Daher kam die Ankündigung, dass Fans den Gnutella-Liebling in Eigenregie weiterentwickeln werden, nicht unerwartet. FrostWire soll die LimeWire-Alternative heißen, die auf dem aktuellen Entwicklungsstand vom Original-Client aufbaut.

Bisher gibt es für das Projekt lediglich eine Webseite mit einem (noch) kleinem Entwicklerteam. Alle, der vier bis sechs Entwickler, stammen der LimeWire-Open-Source-Community und kennen sich daher bestens mit dem Client aus. Eine erste FrostWire-Beta wird bereits Mitte Oktober erwartet. Im Dezember soll eine erste finale Version erscheinen. Gleichzeitig kündigte das Team an, dass man sich an die LimeWire-Design-Philosophie halten werde und weiterhin am Original-Client entwickeln. Eine kostenpflichtige Pro-Version von FrostWire wird es nicht geben, um LimeWire keine Konkurrenz zu machen. Auf Spyware und Werbung will man ebenfalls verzichten.

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