MIT: Das 100-Dollar-Notebook nimmt Formen an

Prototyp im November

Das Netzteil soll gleichzeitig als Tragegriff dienen, ein Gummiüberzug soll das Gerät vor Umwelteinflüssen schützen. Eine eingebaute Handkurbel erzeugt selbst in der abgelegensten Region Strom. Obendrein soll das Gerät über ein Schreib-Trackpad verfügen, ähnlich wie PDAs und als Tablet-PC genutzt werden können. Insgesamt also eine eierlegende Wollmilchsau, wenn auch eher schwachbrüstig, was die Leistung angeht. Allerdings dürfte ein speziell angepasstes Linux dieses Problem optimal lösen, schließlich geht der größte Teil der Rechenleistung heutzutage für grafische Spielereien und unnütze Systemfunktionen drauf - mit einem PC mit 500 Gigahertz lässt sich durchaus arbeiten.

Den ersten Prototyp möchte 100-Dollar-Notebook-Erfinder Nicholas Negroponte im November vorstellen. Das Gerät soll allerdings nicht nur in armen Ländern verkauft werden, sondern auch in den reicheren Ländern. Wenn es sich um ein rundes Gesamtkonzept handelt, könnte sich der kleine Laptop durchaus als ständiger Begleiter von Schülern rund um die Welt etablieren. Der Preis würde Schulen in Europa, Asien und den USA die Ausstattung ganzer Jahrgänge mit dem günstigen Rechner erlauben, Notebooks statt Kopien und Büchern.

100dollarnotebook

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100-Dollar-Notebook des MIT - Einfache Handhabung, Strom per Handkurbel.
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Einfache Handhabung, Strom per Handkurbel.

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100-Dollar-Notebook des MIT - Nutzung als Tablet-, Notebook und sogar Handy.
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Nutzung als Tablet-, Notebook und sogar Handy.

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100-Dollar-Notebook des MIT - Tragbar und robust.
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Tragbar und robust.

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100-Dollar-Notebook des MIT - Hübsch und funktionell für 100 Dollar.
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Hübsch und funktionell für 100 Dollar.


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Doch Negroponte denkt bereits weiter: Seine Organisation "One Laptop Per Child" möchte bereits im ersten Jahr zwischen fünf und 15 Millionen der günstigen Rechner produzieren und an Brasilien, China, Ägypten, Thailand und Südafrika ausliefern. Sollte das Projekt erfolgreich sein, wonach es zur Zeit sehr aussieht, werden bereits in zwei Jahren rund 100 Millionen der Billig-Notebooks in die Welt gestreut worden sein. Die Entwicklungsländer sind bereits seit Monaten scharf auf die Rechner, Brasilien hatte bereits im Juli Interesse angemeldet, andere Länder folgten.

Weltrevolution der neuen Art

Glaubt man Negroponte, wird der 100-Dollar-Laptop eine Revolution auslösen. Plötzlich könnten große Bevölkerungsteile, die bisher keinen Rechner hatten, in die digitale Welt vorstossen und sich von der informationstechnischen Dritten Welt in die erste Welt aufschwingen. Schon scheinen boomende IT-Branchen in Ländern wie Brasilien, Uganda oder Ägypten Realität zu werden, die diese Länder für immer aus den Klammern der Armut retten könnte. Nach der breiten Ausstattung der Bevölkerung mit Rechnern fehlen dann nur noch die Ideen. Und die haben bekanntlich reiche und arme Leute gleichermaßen.

Allerdings könnte es an der praktischen Umsetzung. Die ärmsten Länder der Welt haben keine Sorgen, weil ihre Schüler nicht ins Internet kommen, vielmehr haben Länder wie Somalia, Tadschikistan oder Niger das Problem, dass ihr Nachwuchs verhungert, bevor er überhaupt die Schulreife erreicht. Insofern hilft der 100-Dollar-Rechner Schwellenländern, die Schwelle zu überschreiten. Echte Drittwelt-Staaten hingegen werden mit den Rechnern nichts anfangen können, solange ihre Regierungen das dringend für Nahrung benötigte Geld lieber in irgendwelche Bürgerkriegs-Projekte pumpen.

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