Die beste Sicherheits-Freeware
Anti-Phonehome: Microsofts Rückrufaktion
Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, allerdings nach wie vor nicht allen Nutzern im Gedächtnis: Windows-Betriebssysteme haben die unerfreuliche Angewohnheit, in bestimmten Situationen Kontakt mit den Microsoft-Servern aufzunehmen, um Informationen abzurufen oder zu versenden - kein allzu gutes Gefühl. Abhilft schafft hier XP-Antispy (zum Tutorial | zum Download), in dem es Änderungen an der Registry vornimmt und die Kontaktaufnahme so unterbindet.
Ein vergleichbares Programm, das sich ebenfalls das Nach-Hause-telefonieren von Windows auf die Fahnen geschrieben hat, ist XPY (zum Tutorial | zum Download); der Fluch des Zweiten sorgte allerdings dafür, dass Beliebtheit und Funktionsumfang gleichermaßen hinter XP-Antispy zurückblieben. Hoffnung können auch Besitzer von Windows Vista schöpfen: Vispa (zum Tutorial | zum Download) versucht den Ansatz von XP-Antispy für Microsofts neues Betriebssystem weiterzuverfolgen. Die ersten Versionen können sich bereits sehen lassen und bringen Vista zum Schweigen.
Passwort-Manager: Kombinationsgabe
Im Computer-Alltag sind Passwörter ein wesentlicher Bestandteil der Sicherheit. Dabei lauern jedoch zwei Gefahren: Einfache Kombinationen sind leicht zu knacken, schwierige sind leicht zu vergessen. Deshalb gibt es Programme wie KeePass (zum Tutorial | zum Download): Die Freeware sichert als eine Art virtueller Safe alle Passwörter und wird selbst mit einem Master-Passwort geschützt. So genügt ein starkes Passwort, um alle anderen Kombinationen abrufbar zu haben. Nach dem gleichen Prinzip arbeitet auch KeyWallet.
Firewalls: Feuriges Mauerwerk
Neben einem Virenscanner gehören Software-Firewalls mittlerweile zur Grundausstattung eines jeden Computers. Oft kommt die Diskussion auf, ob solche Firewalls sinnvoll sind oder nur den Rechner verlangsamen, da der DSL-Router viele schädliche Anfragen blockiert. Dabei wird jedoch der Nutzer als Gefahrenquelle außer Acht gelassen: Denn eine Software-Firewall kann zusätzlich kontrollieren, welche Informationen und Daten das System verlassen.
Eine gute Leistung zeigt hier die Firewall Zone Alarm (zum Tutorial | zum Download): Nach der Installation stellt die Freeware erst einmal alles in Frage, was den Computer besuchen oder verlassen will. Über Regeln und Filterlisten kann während der ersten Sitzungen die Spreu vom Weizen getrennt werden, damit Zone Alarm lernt, welche Programme zu den Guten gehören. Auf Wunsch bietet Zone Alarm sogar einen E-Mail-Schutz an.
Es gibt noch weitere kostenlose Software-Firewalls, die mit einem guten Gefühl installiert werden können: Die Comodo Firewall gehört ebenso dazu wie die unter dem Namen Kerio bekannt gewordene Sunbelt Firewall (zum Tutorial | zum Download). Hier sollte jeder Nutzer durch Ausprobieren entscheiden, welche Firewall in Sachen Benutzbarkeit und Leistung am ehesten den eigenen Vorstellungen entspricht.
Verschlüsselung: Heimanwender-Enigma
Wer nicht nur sein System, sondern ganz spezielle Ordner vor neugierigen Blicken schützen will, muss zu Verschlüsselungs-Tools greifen. TrueCrypt (zum Tutorial | zum Download) gibt hier in Sachen Effektivität und Bedienung den Ton an: Das Programm erstellt virtuelle Laufwerke, die mit 256 bit verschlüsselt werden. Diese Laufwerke können wie Festplatten angesprochen werden; den Inhalt sieht indes nur derjenige, der den Schlüssel kennt.
Anonymität: Vernetzter Maskenball
Ein Aspekt der Sicherheit, der oft vernachlässigt wird, ist der Schutz der eigenen Privatsphäre im Internet. Denn normalerweise wird bei jedem Seitenaufruf ein Teil der Identität offengelegt, indem IP-Adresse und Referrer mitgesendet werden. Ein wenig gesunde Paranoia ist hier nicht nur für Nutzer empfehlenswert, die in illegale Handlungen im Netz verstrickt sind. So, wie auch die eigene Kreditkarte nicht jedem unter die Nase gehalten wird, sollten persönliche Informationen auch im Internet nur dahin gelangen, wo der Nutzer will.
Die notwendige Anonymität kann beispielsweise der Browser liefern: Je nachdem, ob Firefox oder Opera das Programm des Vertrauens sein sollen, sollte entweder der xeroBank Browser (zum Tutorial | zum Download) oder OperaTor (zum Tutorial | zum Download) verwendet werden. Beide setzen zur Verschleierung der Identität auf das Anonymisierungs-Netzwerk Tor, das sämtliche Anfragen über mehrere zufällige Knotenpunkte umleitet und so den Ursprung unkenntlich macht.
Es gibt - gerade für unterwegs - auch die Möglichkeit, mit einem komplett anonymen Betriebssystem ins Internet zu gehen; das lohnt sich auf fremden Computern oder im Internet-Café. Einen interessanten Ansatz verfolgt hier Anonym.OS (zum Tutorial | zum Download), das als Live-CD startet. Somit wird Anonym.OS geladen, bevor das eigentliche Betriebssystem aufgerufen wird.
Fazit: Kostenlose Sicherheit ist möglich
Diese Auflistung von Freeware-Tools zeigt, dass der Computer auch ohne kostspielige Programme effektiv geschützt werden kann. Virenscanner und Spyware-Tools halten Schädlinge ab, Passwörter können geschützt und Ordner verschlüsselt werden, eine Firewall kontrolliert, wer rein oder raus will. Und auch der Schutz der eigenen Identität im Internet kommt nicht zu kurz.
Die Empfehlungen im Überblick
| Programm | Sieger bei |
|---|---|
| Ad-Aware | Spyware-Tools |
| Spybot Search & Destroy | Spyware-Tools |
| AntiVir | Virenscanner |
| XP-Antispy | Anti-Phonehome |
| KeePass | Passwort-Manager |
| Zone Alarm | Firewalls |
| TrueCrypt | Verschlüsselung |
| xeroBank Browser | Anonymität |
| OperaTor | Anonymität |


