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Die beste Sicherheits-Freeware
Moritz Zielenkewitz
Virenscanner: Impfung und Medizin
Wer Sicherheits-Freeware hört, denkt vermutlich schnell an den Virenscanner: ein Programm, das schadhaften Programmcode anhand einer Datenbank erkennen Alarm schlagen kann. Quarantäne ist dann das geringste Übel, das einem Virus blüht, in den meisten Fällen wird die Malware gelöscht. Den besten Schutz bieten hier so genannte On-Access-Scanner, die im Windows-Betrieb permanent im Hintergrund laufen und sämtliche Datenbewegungen vorab filtern.
Hier kann AntiVir (zum Tutorial | zum Download) die Spitzenposition für sich verbuchen. Die Freeware überzeugt durch regelmäßige Updates der Virendefinitionen und eine hohe Trefferwahrscheinlichkeit - auch die unliebsamen False Positives, also fälschlicherweise als gefährlich eingestufter Code, treten so gut wie nie auf. Der einzige Wermutstropfen von AntiVir ist der Notifier, der bei jeder Aktualisierung als Pop-Up erscheint. Doch auch der kann deaktiviert werden.
Auch Avast (zum Tutorial | zum Download) ist nicht zu verachten: Der kostenlose On-Access-Scanner nimmt seine Aufgabe ebenfalls sehr ernst, bremst das System allerdings stärker aus. Zudem sind die Zeitintervalle der Updates in der Regel größer. Avast buhlt nicht mit einem Notifier um Aufmerksamkeit, sondern verlangt bei der Installation eine gültige E-Mail-Adresse.
Wer sein System hingegen nicht mit einem solchen On-Access-Scanner belasten möchte, kann stattdessen mit einem On-Demand-Scanner arbeiten. Dieses Programm analysiert Dateien nicht im laufenden Betrieb, sondern wie bei den Spyware-Tools nur auf ausdrücklichen Befehl hin. Hier leistet Clamwin (zum Tutorial | zum Download) eine gute Arbeit, das Programm dient sogar als Portable und kann Computer vom USB-Stick aus scannen.
So weit, so gut - doch die hier vorgestellten Virenscanner haben einen Nachteil: Da sie über Virendefinitionen arbeiten, dauert es einige Zeit, bis neue Ausbrüche von der Software gehandhabt werden können. Diese so genannten Zero-Day-Bedrohungen sind ein Problemfeld von Antiviren-Tools. Deshalb kann hier ThreatFire (zum Tutorial | zum Download) als Zusatz unter die Arme greifen: Die Freeware lässt Virendefinitionen außen vor und verlässt sich einzig auf Heuristik, also die Wahrscheinlichkeit, dass ein Programm aufgrund seines Verhaltens bösartig sein könnte.
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