Samsung X50 WVM 1730 im Test: Leichte Notebook-Flunder mit Fingerabdruck-Scanner
Hart und laut: Tastatur und Touchpad
Video- und Musik-Wiedergabe ohne Windows
Zu den vielen Besonderheiten des Samsung X50 zählt zweifellos seine Jukebox-Funktion namens "AV Station Now". Dabei handelt es sich um eine überssichtliche und einfach zu bedienende Benutzeroberfläche, die in Form und Funktion ein wenig an das Windows Media Center erinnert. Der entscheidende Unterschied besteht allerdings darin, dass Windows zum Abspielen von Videos oder Musik nicht hochgefahren werden muss. Nach dem Druck auf einen kreisrunden Knopf über der F11-Taste erscheint AV Station Now schon nach wenigen Sekunden einsatzbereit auf der Bildfläche.
Auch bei den integrierten Eingabegeräten des X50 besteht eine nahe Verwandtschaft zum X20: Die Tastatur ist hart, die Klickgeräusche der Touchpad-Tasten sind laut. Wie beim Dell Inspiron 6000, 9300 und XPS Gen2 vermittelt die Akustik des Maus-Ersatzes einen recht billigen Eindruck. Dafür neigt die Tastatur nur zu leisen Klappergeräuschen, die sich zumindest aus Testersicht nie wirklich störend auswirken. Das Fingerfeld ist rutschfest und macht ein präzise Navigation des Mauszeigers sowie des senkrechten und waagerechten Bildlaufs möglich. Für letzteren fehlen leider die Symbole zur Kennzeichnung des aktiven Scroll-Bereichs.
Fingerabdruck-Scanner: Biometrie im Notebook
Zwischen den beiden Touchpad-Tasten befindet sich ein kleines Quadrat, hinter dem ein Fingerabdruck-Scanner steckt. Damit soll es unter anderem möglich sein, sich schon vor dem Windows-Start als berechtigter Notebook-Nutzer zu identifizieren. Sorge dafür trägt der integrierte TPM-Chip (Trusted Platform Module) von Infineon. Leider gelingt es uns selbst nach etlichen Eigenversuchen und Anrufen bei der Samsung-Hotline nicht, das X50 vor dem Hochfahren des Betriebssystems mit dem eigenen Fingerabdruck abzusichern. Laut einem Support-Mitarbeiter seien derartige Probleme mit dem TPM jedoch eher Ausnahme als Regel.
Dafür funktioniert der Fingerabdruck-Scanner zumindest im Windows-Betrieb einwandfrei. Zunächst erstellen wird über die vorinstallierte OmniPass-Software ein neues Benutzerprofil, indem wir Benutzername und Kennwort angeben und anschließend den Finger auswählen, mit dem wir uns identifizieren wollen. Nach fünfmaligem Auflegen des rechten Zeigefingers hat OmniPass die biometrische Erfassung abgeschlossen. Nun können wir uns mit dem persönlichen Fingerabdruck bequem bei Windows anmelden oder wichtige Dateien verschlüsseln lassen.
Besonders praktisch finden wir, dass wir uns mit dem Scanner auch bei geschützten Websites - etwa von kostenlosen E-Mail-Anbietern oder eBay - anmelden können. Beim Aufruf derselben legen wir lediglich den Finger auf und OmniPass erledigt den Rest. Zuvor müssen wir allerdings mit der rechten Maustaste auf das OmniPass-Symbol auf der Taskleiste klicken, "Kennwort speichern" wählen und mit einem gelben Schlüssel auf das Feld mit unserem Passwort zeigen. Dass es auch einfacher gehen kann, zeigt der Fingerprint Reader von Microsoft.
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