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Tutorial: Emule installieren und einrichten
So "eselt" man im Netz

von Tobias Röhrig Uhr veröffentlicht

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Die Software ist das Karstadt des Filesharings: Irgendwie schon immer dabei, überall bekannt und beliebt wegen seiner Auswahl. Die Grundidee haben beide nicht erfunden und auch die Warteschlangen sind bei Emule gerne mal länger.

Die Software ist das Karstadt des Filesharings: Irgendwie schon immer dabei, überall bekannt und beliebt wegen seiner Auswahl. Die Grundidee haben beide nicht erfunden und auch die Warteschlangen sind bei Emule gerne mal länger.

Auch wenn die Software genauso wenig die weit verbreitetste, wie Karstadt das beste Warenhaus ist, werden beide wohl nie mehr verdrängt. Für den Emule-Schnelleinstieg deshalb die Software downloaden, installieren und dieses Tutorial lesen:

Beim ersten Start erscheint ein Wizard, der schrittweise die aller wichtigsten Einstellungen durchgeht. Zuerst soll ein Name eingegeben werden. Das Feld ist aber schon mit einer Standard-Zeile ausgefüllt und muss gar nicht geändert werden.

Schritt Eins des Config-Wizards

Um nicht unnötig mit Daten rumzuschleudern, sollte man auf eine Änderung verzichten. Das Kästchen darunter gehört per Klick angehakt. Schließlich muss sich Emule später mit dem Server verbinden, damit nach Dateien gesucht werden kann.

Im nächsten Schritt können die Ports geändert werden. Emule bietet Verbindung zu zwei völlig unterschiedlichen Netzwerken: Dem Kad- und dem Emule-Netz. Beide brauchen je einen Port und übertragen die Daten auf ihre eigene Weise. Ein Port ist eine Nummer für die Internet-Verbindung eines Programms.

Die Verbindung zwischen Computer und Internetanbieter wird also auf dem eigenen PC nocheinmal in viele kleine aufgespalten. Weil Emule zwei Netze benutzt, werden auch zwei Verbindungen und zwei Ports gebraucht. Ohne Portnummern könnten die Daten den Programmen, die zeitgleich das Internet nutzen, nicht richtig zugestellt werden. Ports sind die Hausnummern für Software.

Bei den Ports gibt es Konventionen, welche Nummern für welche Arten der Übertragung genutzt werden. Die in Emule vorgegebenen Ports sind natürlich schon richtig gewählt und sollten nur in begründeten Fällen geändert werden.

Ports machen die meisten Schwierigkeiten

Probleme mit den Ports kann es geben, wenn entweder ein anderes Programm genau die gleichen benutzt (sehr selten), eine Firewall die Ports gesperrt hat (wenn vorhanden, wahrscheinlich) oder ein Router vor den PC geschaltet ist, der die Ports kennen muss (kommt auch oft vor). Router sperren je nach Hersteller alle unbenutzten, alle selten genutzten und/oder alle Ports für eingehende Verbindungen.

Wer einen Router besitzt, der eine Internetleitung auf mehrere Computer aufteilt, muss sich leider mit dem Handbuch des Geräts auseinandersetzen. Denn nur dort steht, wie man damit Ports freigibt und sperrt. Das gehört zu den wichtigsten Funktionen von Routern, muss also in der Anleitung erklärt sein!

Beispiel einer Desktop-Firewall

Im Router müssen also die in Emule angegebenen Portnummern frei geschaltet werden. Das gleiche gilt für Firewalls. Software-Firewalls blenden aber meist eine Meldung ein, wenn ein neues Programm auf das Internet zugreifen möchte. Normalerweise kann in der Meldung dann der Netzzugriff erlaubt werden. Die benötigten Ports schaltet die Firewall dann automatisch frei.

Per Klick auf den Button "Ports testen" prüft Emule die angezeigten Portnummern. Eine Webseite mit den Analyse-Ergebnissen öffnet sich anschließend. Da werden die Ergebnisse auch erklärt und bei Problemen Lösungsvorschläge geboten.

Suchanfragen verschlüsseln

In den nächsten beiden Schritten die Kästchen alle angehakt lassen und anschließend die untere Option zum herstellen sicherer Verbindungen aktivieren. Die Suchanfragen werden dann später verschlüsselt an einen Server gesendet.

Gleiches gilt für eintreffende Suchergebnisse. Die vielen Server, die zwischen PC und Emule-Server stehen und die Daten weiterleiten, können da nicht reingucken. Im nächsten Schritt den Wizard mit "Fertigstellen" beenden. Ein weiteres Fenster erscheint, in dem Betriebssystem und Verbindungsart angegeben werden.

Verbindungsart und Betriebssystem einstellen

Im mittleren Feld kann für DSL-Verbindungen ruhig die mittlere Option "6-15" angewählt werden. Das ist die Zahl der parallel laufenden Downloads. Übrigens sollten Windows-XP-Nutzer, die das Service Pack 2 aufgespielt haben, einen speziellen Patch installieren. Er beseitigt eine Sperre, die nur eine geringe Zahl gleichzeitiger Verbindungen zulässt. Die gewählte Option bringt sonst nicht viel.

Weitere Einstellungen

Wer da später etwas nachstellen möchte oder die Portnummern für seinen Router nocheinmal braucht, klickt im Emule-Hauptprogramm auf "Optionen" >> Verbindung. In die Optionen wird jetzt aber auch gewechselt, um dort auf "Verzeichnisse" zu klicken.

Im oberen Feld einen Ordner angeben, in dem die fertigen Downloads abgespeichert werden. In's untere Feld einen eintragen, in dem die unvollständigen Downloads zwischengelagert werden. Per Klick auf "Durchsuchen" können dabei die Ordner bequemer angegeben und auch neue erstellt werden.

In dem großen Feld in der Mitte auf das Plus Symbol neben Laufwerken oder Ordnern klicken, damit die Unterordner sichtbar werden. Per Mausklick die Ordner anhaken, deren Inhalt andere Emule-Nutzer herunterladen können sollen.

Aber Vorsicht: Nur sharen, was auch wirklich verbreitet werden soll. Also nicht einfach ein Laufwerk oder irgend einen Ordner anwählen. Persönliche Inhalte wie Fotos und Briefe gibt es zu Hauf im Netz, weil viele Nutzer in Unwissenheit ihre gesamte Festplatte veröffentlichen.

Dateien mit Emule frei geben

Heruntergeladene Dateien werden übrigens automatisch frei gegeben, solange sie im zuvor eingestellten Download-Ordner liegen. Jetzt auf "Server" klicken und das erste Kästchen anhaken. Anschließend auf "Liste" klicken. Der Editor erscheint dann und zeigt den Inhalt der "adresses.dat" an. Bei einem neu installierten Emule ist die Datei natürlich leer.

Serverlisten automatisch erneuern

In der "adresses.dat" können zeilenweise Internetadressen eingegeben werden, unter denen Emule beim Start neue Serverlisten abruft. Die Serverlisten, erkennbar am Dateinamen "server.met", können mit Google leicht gefunden und ihre Webadressen in die "adresses.dat" eingefügt werden. Denn die Server wechseln ständig und sind oft schon nach kurzer Zeit nicht mehr erreichbar.

Nach Ergänzen der "adresses.dat" Speichern über "Datei" >> "Speichern" nicht vergessen. Interessante Einstellungen gibt es noch im Menü "Dateien" in den Emule-Optionen. Ein Haken bei "Beobachte Zwischenablage auf eD2K-Dateilinks" ist zum Beispiel sinnvoll.

Findet man auf einer Webseite einen Link zu einem Emule-Download, kann man ihn per Rechtsklick kopieren und Emule lädt die Datei sofort runter. Der Wechsel zum Programm und das Einfügen der Adresse über das Symbol "Tools" enfallen. Das funktioniert auch wenn Emule gar nicht läuft.

Außerdem ist die Option "Möglichst die ersten und letzten Dateiteile herunterladen" oft nützlich. Das lohnt sich vor allem für den Download von Videos. Der Anfang kann dann schon angeschaut werden bevor der Download fertig ist.

Eine letzte nützliche Funktion verbirgt sich im Menü "Anzeige": Ganz unten kann der Haken bei "Autovervollständigen (History-Funktion)" per Klick entfernt werden. Denn viele stört es, wenn in der Emule-Suche die alten Eingaben angezeigt werden.

Die History-Funktion abschalten

Andere Personen, die den Computer eventuell ebenfalls nutzen, sollen ja nicht unbedingt wissen was bisher alles runtergeladen wurde. Der Button "Reset" rechts daneben, löscht die alten Eingaben ohne die Funktion zu deaktivieren. Alle künftigen Suchbegriffe werden also gespeichert.

Einfache Benutzung

Emule ist jetzt einsatzfähig und wird denkbar einfach benutzt: Der Button "Suche" wechselt zum Menü, mit dem man Downloads im Netz findet und "Transfer" blendet alle Down- und Uploads ein, die im Augenblick durchgeführt werden.

Den Ordner mit den heruntergeladenen Dateien öffnet man über den Button "Tools". Auch der Wizard, der beim ersten Start erschien, kann über die Schaltfläche bei Bedarf noch einmal aufgerufen werden.

Die Herstellung von Verbindungen und das Verwalten der Server sollte Emule vollautomatisch bewerkstelligen. Die Buttons "Server" und "Kad" zeigen zwar Serverliste, Verbindungsdetails und bieten Optionen. Da braucht man aber eigentlich gar nicht reingucken. Einzig wichtig ist die kleine Weltkugel am unteren Fensterrand:

Info über Verbindungs-status in Emule

Die zwei Pfeile werden grün, wenn eine Verbindung aufgebaut wurde und gelb bei eingeschränkten Verbindungen. Der obere Pfeil ist für das Kad- und der untere für das ED2k-Netzwerk. Die Bedeutung eines roten Pfeils ist da wohl leicht zu erraten. Ist er zu sehen, einfach ein paar Minuten warten. Ein Verbindungsaufbau dauert immer eine Weile.

Kommentare zu diesem Artikel

Die Software ist das Karstadt des Filesharings: Irgendwie schon immer dabei, überall bekannt und beliebt wegen seiner Auswahl. Die Grundidee haben beide nicht erfunden und auch die Warteschlangen sind bei Emule gerne mal länger.

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  • win-mac schrieb Uhr
    AW: News - Tutorial: Emule installieren und einrichten

    Für mich nich langsam fängt sofort beim Start an zu downloaden !
  • hanswurscht schrieb Uhr
    Re: News - Tutorial: Emule...

    Die Anleitung war oberflächlich, nutzlos und keine Zeile des Geschriebenen wert. Schade drum.
  • ToSp schrieb Uhr
    Mittlerweile werden es aber immer weniger 0-Upload Mods (Leecher)... Viele werden nämlich von der Original Version sowie sehr vielen anderen Mods gebannt. Sobald ein 0-Mod es wieder geschafft hat überall Schaden anzurichten, wird dieser wieder gebannt. Vielen ist aber mittlerweile wohl klar geworden, dass eMule das Beste Netzwerk ist zum Tauschen in P2P-Form... Und wenn sie selber nichts uplaoden, brauchen diese sich später auch nicht über keinen Speed wundern :) Viel besser wäre es dann noch, wenn man in einer Release-Community ist und mithilft beim Verteilen der Files, oder wenn man eine Seite wie Saugstube.to betreibt :biglol: (dann bekommt man von den Releasern of Friend-Uploads) :absolutk: : @Autor: Du hättest auch Informationen zu den aktuellen IP-Filtern für eMule oder "Peerguardian" sowie "Protowall" bereitstellen können. Somit sind die neuen Nutzer auf der sicheren Seite nicht auf Fake-Servern zu connecten, die von der Film- und Musikindustrie eingesetzt werden alles mit zu loggen .... MfG ToSp
  • igit schrieb Uhr
    Re: News - Tutorial: Emule...

    der esel ist mir zu langsam weil es zuviele 0 upload mods gibt ich benütz google -> applejuice mfg igit
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Tutorial: Emule installieren und einrichten
Tutorial: Emule installieren und einrichten
Die Software ist das Karstadt des Filesharings: Irgendwie schon immer dabei, überall bekannt und beliebt wegen seiner Auswahl. Die Grundidee haben beide nicht erfunden und auch die Warteschlangen sind bei Emule gerne mal länger.
http://www.netzwelt.de/news/72544-tutorial-emule-installieren-einrichten.html
2005-09-24 12:05:00
News
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