Der Überhammer der tragbaren Konsolen im Netzwelt-Test
Klein, schwarz, stark: Sonys Playstation Portable im Test
Mobile Computing
Immer dann wenn eine Texteingabe erforderlich ist wird es richtig umständlich. Statt auf einer virtuellen Tastatur Adressen und Text zu verfassen, verlangt der Browser echte Tipparbeit in schlechtester Handy-Manier. Die Eingabe von längeren Adressen wird somit zum reinen Geduldsspiel. Immerhin lassen sich die Lieblingsseiten in Favoriten abspeichern, oder direkt aus dem Verlauf aufrufen. Um die Seiten optimal auf dem Bildschirm anzuzeigen, können verschiedene Darstellungsformen, ähnlich wie bei PDAs, gewählt werden. Flashbasierte Seiten kann der Browser überhaupt nicht darstellen.
Neues Medium: Die Universal Media Disc
Für die PSP wurde eigens ein neues Speicherformat aus der Taufe gehoben. So genannte Universal Media Discs (UMD) dienen der Konsole als Speichermedium für Spiele und Filme. Die silbernen Scheiben mit einem Durchmesser von nur sechs Zentimeter verfügen über eine maximale Speicherkapazität von 1,8 Gigabyte, verteilt auf zwei Schichten. Als Transferrate gibt Sony 11 Mbit/s an, was etwa dem doppelten Durchsatz einer DVD entspricht.
Die Scheiben liegen in einer eigentlich sinnfreien Kassette, denn dort wo die Daten ausgelesen werden klafft eine große Lücke in der Ummantelung der Disc. Wer beim wechseln der Medien nicht genau aufpasst, fasst unter Umständen genau auf diese freie Stelle, und damit direkt ins Allerheiligste der UMD. Brenner zum Sichern von gekauften Spielen wird es laut Sony, komischerweise, nicht geben.
Spiele: 200 Candela heller Wahnsinn
Für diesen Test standen uns die Titel "Spiderman 2", "Ridge Racer" und "Wipeout Pure" zur Verfügung. Um es kurz zu machen: Niemals zuvor machte das Zocken unterwegs soviel Freude wie auf Sonys PSP. Vor allem der überwältigend gute Bildschirm der Konsole ist ein echtes Sahnestück. Die Helligkeit lässt sich durch einen Schalter unter dem Display dreistufig regeln. Im Akkubetrieb erstrahlt die Anzeige mit 180 / 130 / 80 cd/m², schließt man das Netzteil an sind sogar 200 Candela pro Quadratmeter möglich. Die Auflösung liegt bei 480 x 272 Pixel; bis zu 16,77 Millionen Farbnuancen können dargestellt werden. Auch der maximale Sichtwinkel auf den Bildschirm ist wesentlich höher als bei Nintendos DS.
In der Praxis macht dieses Zahlenwerk dermaßen Freude, dass man sofort an den Verkauf der Playstation 2 denkt. In der Tat ist die Grafikleistung des tragbaren Kollegen durchaus mit dem großen Bruder im Wohnzimmer vergleichbar. Allein die Verzögerung des Displays gibt ein wenig Anlass zur Kritik. In Ridge Racer etwa breiten sich Schlieren über die gesamte Fläche aus. Die gute Farbleistung der PSP wird vor allem bei Wipeout Pure deutlich.
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