Shuttle XPC SB86i im Test: Flüster-Würfel im BTX-Format
Intel Pentium 4 kalt und ruhig gestellt
Im Vergleich zum Shuttle XPC SD31P gerät der SB86i zumindest leistungsmäßig ins Hintertreffen. Allerdings arbeitet der BTX-Barebone dafür deutlich leiser und bietet ebenfalls ausreichende Reserven für den Alltags- und Spielebetrieb. Mit integrierter Grafik-Beschleunigung reicht es jedoch bei beiden nicht für die meisten aktuellen 3D-Spiele. Für die Wiedergabe von Videos reichen die Onboard-Chips vollkommen aus, ohne dass gleich ein separate Grafikkarte her muss.
Um den XPC SB86i auf Stabilität und Hitzeentwicklung zu prüfen, lassen wir einen 3D-Benchmark für mehrere Stunden durchlaufen. Um es dem Kleinen besonders schwer zu machen, statten wir ihn vorher mit einer Gigabyte GV-NX78X256V-B aus. Dabei handelt es sich um eine Grafikkarte mit Nvidias GeForce 7800 GTX, die viel Hitze entwickelt und das Netzteil mit einem verschwenderischen, maximalen Energieverbrauch von bis zu 110 Watt fordert. Geradezu stoisch dreht der SB86i seine Runden, ohne dabei besonders laut, noch zu heiß zu werden oder abzustürzen.
| Temperaturen Shuttle XPC SD31P | ||
|---|---|---|
| Normalbetrieb | Last | |
| Prozessor | 59 °C | 69 °C |
| Mainboard | 46 °C | 53 °C |
| Netzteil | 38 °C | 47 °C |
| Grafikprozessor | 61 °C | 83 °C |
Ein sanftes, tiefes Rauschen beschreibt die angenehme Geräuschkulisse am besten. Ein leiserer Shuttle-Barebone für den Intel Pentium 4 ist uns bis dato noch nicht untergekommen. Hinsichtlich der Temperatur von Prozessor, Mainboard und Netzteil kann er den SD31P trotz niedriger Geräuschkulisse sogar knapp unterbieten. Einige Male schaltet sich der SB86i allerdings wie von Geisterhand aus oder ein, was wir auf einen Wackelkontakt zurückführen, der beim Endkunden-Produkt nicht auftreten sollte.
Fazit
Shuttle zeigt mit dem XPC SB86i, dass sich selbst ein Intel Pentium 4, der nicht gerade für seine Genügsamkeit bekannt ist, mit geringer Geräuschentwicklung ausreichend kalt stellen lässt - noch dazu im engen Innenraum eines Mini-PCs. Preis und Leistung passen zueinander und machen den weltweit ersten BTX-Barebone zu einer absoluten Empfehlung für diejenigen, denen ein normaler PC zu groß ist und Würfel-Rechner bisher zu laut waren.

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