Apple-Notebooks im Test: iBook vs. Powerbook
Powerbook: Schnell, schneller, Akku leeeeeeeer
Der Trick mit dem Strom ist vor allen Dingen von der Beleuchtung des Bildschirms abhängig. Hier ist zu vermuten, dass das iBook schlicht über den zwar schlechteren, dafür aber auch sparsameren Bildschirm verfügt. Die Akku-Laufzeit lässt sich durch zusätzlichen Arbeitsspeicher strecken, da auf diese Weise Festplatten-Zugriffe reduziert werden. Beiden Rechnern sind 512 MB Arbeitsspeicher auf die Platine gelötet, ein einzelner Speicher-Slot erlaubt die Aufnahme von einem weiteren Gigabyte. 1,5 Gigabyte reichen sogar unter Mac OS X recht gut aus, zumal die Prozessorleistung der beiden Notebooks ohnehin keine gigantische Sprünge erlaubt.
Ein Faktor, der oft vernachlässigt wird, ist freilich die Ausstattung. Verglichen mit anderen Notebooks aus dem PC-Lager ist die Ausstattung dürftig. Kein DVB-T, kein DVD-Brenner, kein PCMCIA, das versetzt beide Apple-Notebooks in einen strategischen Nachteil. Wenigstens beim Powerbook lässt sich aber eine Version mit Superdrive ordern - die hat dann auch direkt eine größere Platte, kostet aber auch satte 200 Euro mehr. Das iBook hingegen muss bis auf weiteres mit Combo-Laufwerk auskommen, es sei denn, man greift zur 14"-Variante. Die allerdings verspielt den Vorteil der Kompaktheit völlig.
Mac OS X oder: wie ich einen Rechner bremse
Betrieben werden beide Rechner von Apples Betriebssystem Mac OS X "Tiger". System und ein dicker Packen Software liegen beiden Rechnern bei. Die Unix-Umgebung ist flott und bunt, aber auch überaus speicherintensiv. Da sind die eingebauten 512 Megabyte RAM recht bald erschöpft, besonders, wenn mit speicherintensiven Applikationen wie der iLife-Suite oder Adobes Photoshop hantiert wird. Beim Einsatz solcher Programme machen sich der breitere Systembus und die schnellere Festplatte des Powerbooks bezahlt: Dort funktioniert alles recht flott, während iBook-Nutzer öfter das Gefühl haben dürften, dass der Rechner eine Pause einlegt.
Unterstrichen wird das durch das "Glücksrad des Todes", das der Windows-Sanduhr entspricht. Interessanterweise scheint dieses subjektive Langsamkeit tatsächlich nicht vom Prozessor, sondern von der Festplatte abzuhängen: Betreibt man das iBook mit einer externen Festplatte mit 5400 oder sogar 7200 Umdrehungen, sind auch die Denkpausen Geschichte. Hier scheint Apple absichtlich eine "Bremse" eingebaut zu haben, um dem Powerbook nicht zu viel Konkurrenz zu machen.
Apple-Spielereien allerorten
Natürlich müssen weder iBook-, noch Powerbook-Nutzer auf den gewohnten Apple-Stil verzichten: Lädt der Laptop, leuchtet eine Diode am Netzstecker rot, ist er geladen, schaltet sie auf grün. Am Akku beider Rechner befindet sich ein "Stromtester", der auch bei ausgeschaltetem Rechner zeigt, wie fit der Akku ist. Wird der Rechner angeschaltet, leuchtet der Apfel auf der Rückseite des Displays und zeigt den Mitmenschen in Bahn und Flughafen-Halle, dass man zur coolen Lifestyle-Fraktion der Apple-Benutzer gehört. Wem das nicht passt, kann den Apfel aber auch beherzt mit einem Stück Isolierband abkleben. Das sieht dann zwar albern aus, dadurch sind Power- und iBook aber nur noch für Kenner von normalen PCs zu unterscheiden. Übrigens eine gängige Praxis in Werbespots und -anzeigen. Einfach mal drauf achten.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 3 Beiträge
was ein idiot
*LOL* Nicht ernst nehmen ;-)
Zitat: Gerade die 12-Zoll-Linien sind hypermobil und eigentlich nicht als Desktop-Ersatz gedacht. Hiermit beanspruche ich mein Copyright-Recht auf das Wort hypermobil (c). Die...