Apple-Notebooks im Vergleichstest
Apple-Notebooks im Test: iBook vs. Powerbook
Michael Knott
An dieser Stelle kann allerdings ein Hack aushelfen: Der Screen Spanning Doctor schaltet auf dem iBook die Funktionen frei, die von Apple gesperrt wurden. Damit kann dann auch das iBook Dual-Screenen und, was noch interessanter ist: Im Clam-Shell-Modus betrieben werden, also mit geschlossenem Deckel. Allerdings könnte das zu Hitzeproblemen führen, während die Alu-Haut des Powerbook für die rechte Hitzeableitung sorgt, ist das iBook trotz seiner fast identischen Kontruktion im Nachteil.
iBook: Kein Musiker
Und ein weiterer Nachteil: Das iBook besitzt keinen Audio-Eingang. Zwar haben iBook wie Powerbook ein eingebautes Mikrophon, doch das kann nur für einfachste Zwecke, zum Beispiel den Audio-Chat unterwegs, dienen. Alles andere wäre vermessen. Podcasting ist mit diesem Mikrofon zwar möglich, die Qualität lässt aber zu wünschen übrig. An dieser Stelle kommt der Audio-Eingang zum Tragen: Per Mini-Klinke lassen sich "ordentliche" Aufnahmegeräte anschließen, zum Beispiel DAT- oder MD-Player. Außerdem können mittels Line-In und Stereo-Anlage alte Kassetten oder Platten digitalisiert werden, alles Einsatzzwecke, die dem iBook-Besitzer nur mit teurer Zusatz-Hardware möglich sind. Wer allerdings ohnehin nicht mit Tondokumenten hantiert, wird ohne Line-In nichts vermissen. Der Line-Out hingegen rettet bei beiden Rechnern über die miesen internen Boxen hinweg.
ibookpowerbook
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Freilich ist ein Notebook für den mobilen Einsatz ausgelegt. Gerade die 12-Zoll-Linien sind hypermobil und eigentlich nicht als Desktop-Ersatz gedacht. An dieser Stelle machen aber beide Books auch keine besonders gute Figur, was vor allen Dingen mit dem kleinen Display zusammenhängt, das bei längerem Einsatz einfach nicht gut für die Augen ist. Dafür hat Apple Wert darauf gelegt, die Tastaturen ergonomisch zu gestalten. Und tatsächlich: Für diese Größenkategorie finden sich sowohl an iBook, als auch an Powerbook. einzigartig große und griffige Tasten.
iBook: Apples Duracell-Hase
Das wichtigste bei Notebooks ist natürlich der Akku. Wie lange hält er bei welchen Anwendungen? Und was hält die Praxis, was die Prospekte versprechen? Zuallererst: Apples Notebooks haben allesamt recht hohe Akku-Laufzeiten und auch die Lebensdauer der Akkus kann sich sehen lassen. Ein besonders intelligentes Power-Management sorgt dafür, dass der Akku auch bei wochenlangem Netzbetrieb keinen Schaden nimmt.
Doch wie lange halten die Akkus? Bei voll aufgeladenen Energiespeichern und der Energie-Einstellung "Längere Batterielaufzeit" trumpft das iBook tatsächlich mit Werten von rund 6,5 Stunden auf, selbstberechnet, versteht sich. Das Powerbook ist da weniger genügsam: Mehr als 4,5 Stunden werden normalerweise nicht angezeigt. Doch wie kommt diese Differenz zustande, obwohl beide Rechner kaum Unterschiede in den Leistungsdaten haben? Beide Akkus leisten 10,8 Volt, eine Angabe der Volt- und Miliampere-Stunden fehlt. Dennoch: Der Powerbook-Wert scheint realistischer. Beide Rechner halten im Betrieb, also bei normaler Benutzung und voll aufgedrehter Leistung und Bildschirm-Beleuchtung im Betrieb rund zwei bis drei Stunden durch, ein wesentlicher Unterschied war nicht erkennbar. Wird allerdings der Prozessor gebremst und die Beleuchtung heruntergedreht, hält das iBook länger durch: Satte 5 Stunden sind bei reiner Surf- und Schreib-Nutzung drin, während das Powerbook nach rund vier Stunden versagte.
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