Apple-Notebooks im Vergleichstest

Apple-Notebooks im Test: iBook vs. Powerbook



21.09.2005 15:52 Uhr

Manche Wettkämpfe erscheinen fair, andere unfair. Besonders unfair ist es, zwei Rechner gegeneinander antreten zu lassen, die zwei völlig unterschiedlichen Preisklassen entspringen, zum Beispiel Apples Einsteiger-Notebook gegen das Powerbook, den wesentlich teureren Vetter aus Apples Profi-Linie. 12 Zoll gegen 12 Zoll - lohnen sich die rund 400 Euro Preisunterschied?

iBook vs. Powerbook iBook vs. Powerbook

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Die Datenblätter im Überblick
  2. 2Preis-Leistungs-Fragen
  3. 3Schlanker Alu-Knaller statt Plaste & Elaste
  4. 4Verschmutzungsgefahr!
  5. 5Powerbook: Sieger im Geschwindkeitstest
  6. 6Miese Displays
  7. 7Display: Splitten oder Spiegeln?
  8. 8iBook: Apples Duracell-Hase
  9. 9Powerbook: Schnell, schneller, Akku leeeeeeeer
  10. 10Apple-Spielereien allerorten
  11. ...aufklappen
  12. 11Fazit: Kein echter Sieger
  13. 12Das Powerbook wirkt "runder"

1029 Euro kostet das weiße iBook mit 12"-Display bei Apple. Das Powerbook geht im Apple-Store für 1489 Euro über den Tisch. Doch worin unterscheiden sich iBook und Powerbook? Augenscheinlich sind sich beide Laptops überaus ähnlich, das Gehäuse ist, bis auf das Material, fast identisch. Das iBook setzt auf das vom iPod bekannte, weiße und überaus kratzanfällige Plastik, wohingegen im Powerbook ein Gehäuse aus Aluminium besitzt. Das war es dann aber auch mit den Unterschieden auf den ersten Blick.

Die Datenblätter im Überblick

Der zweite Blick sollte jeden Computer-Käufer natürlich zu den technischen Daten führen. Dort sieht es wie folgt aus:

Apples Kleinste im Vergleich
Rechner iBook Powerbook
Prozessor PowerPC G4/1,33 GHz/512KB L2 PowerPC G4/1,5 GHz/512KB L2
RAM 512MB DDR333 SDRAM 512MB DDR333 SDRAM
Systembus 133 MHz 167 MHz
Grafikkarte ATI Mobility Radeon 9550/32MB DDR NVIDIA GeForce FX GO 5200/64MB DDR
Festplatte 40 GB (4200 U/min) 60 GB (5400 U/min)
Optisches Laufwerk Combo, Slot-In Combo, Slot-In
Bildschirm 12,1" TFT/1024x768 12,1" TFT/1024x768
Modem/Ethernet/WLAN/Bluetooth Ja/Ja/Ja/Ja Ja/Ja/Ja/Ja
Firewire/USB 2.0 1x/2x 1x/2x
Video-Out/Dual-Screen Mini-VGA (Adapter benötigt)/- Mini DVI (Adapter benötigt)/?
Audio-In/Out -/Ja Ja/Ja
Gehäuse, Farbe Kunststoff, weiß Aluminium, silber
Gewicht 2095 g 2171 g
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Insgesamt also kaum Unterschiede, was die technische Ausstattung angeht. Das teurere Gerät hat sogar die schlechtere Grafikkarte verbaut, dafür mit doppelter Speicher-Ausstattung. Auch die rund 170 Megahertz Taktunterschied oder der beim Powerbook um ein Viertel schnellere Systembus sollten normalerweise kaum ins Gewicht fallen. In jedem Fall sind sie keine 360 Euro wert. Das Alu-Gehäuse und die größere Festplatte schon eher, doch auch hier dürften viele Anwender skeptisch bleiben.

Preis-Leistungs-Fragen

Welches Argument spricht also für das Powerbook? Gleiche Größe, annähernd gleiches Gewicht und ähnliche Leistungsdaten wie der schwächere Vetter. Wer möchte da schon Geld drauflegen? Doch das Powerbook ist kein Freund oberflächlicher Betrachtungen, sein wahrer Wert entscheidet sich, sobald man die beiden Rechner direkt miteinander vergleicht. Da beweist das Powerbook, dass es auf die reinen technischen Daten überhaupt nicht anzukommen scheint.

Und tatsächlich: Nach dem ersten Auspacken von iBook und Powerbook steht der Testsieger in Sachen Verarbeitungsqualität bereits fest: Das billige Plastik des iBook weckt gewisse Assoziationen mit Produkten aus 1-Euro-Läden, während das Powerbook einen Grundsoliden Eindruck macht, ein Fels in der Brandung, passend dazu ein Design, das an moderne Hochhäuser und den technischen Fortschritt denken lässt. Wenn man es so will, ist das Powerbook der Audi A3 unter den Notebooks, das iBook mehr der Lada Samara. Dennoch: Andere Notebooks in der iBook-Preisklasse könnten dann als Ochsenkarren bezeichnet werden, würde der Auto-Vergleich nicht ohnehin etwas hinken.

Schlanker Alu-Knaller statt Plaste & Elaste

Die Verarbeitung des Powerbook jedenfalls überzeugt: Keine überstehenden Kanten, keine großen Spalten, nichts, was das Auge des Betrachters stören könnte. Das iBook hingegen wirkt etwas lieblos zusammengesteckt, hier und da sitzt etwas nicht richtig, der Akku steht ein wenig vor und die Tastatur ist ein kleines bisschen schief. Der Bildschirm wackelt bei der kleinsten Bewegung des Geräts oder seiner Standfläche. Überhaupt wirkt das Display sehr wackelig, obwohl es auf den ersten Blick genau auf die gleiche Art befestigt ist wie beim Powerbook. Offensichtlich hat Apple hier verschiedene Scharniere verwendet. Außerdem ist das Powerbook wesentlich schlanker als das iBook. Bei gleicher Display-Größe wirkt es dank schlankerer Linie wesentlich kompakter als das iBook.

Gehäusetechnisch ist das iBook natürlich im Nachteil: Das weiße Plastik verkratzt wesentlich schneller als das gebürstete Alu des Powerbooks. Und natürlich wird es auch schneller schmutzig. Gerade die Handablagen sind echte Schmutzfänger, die Ausdünstungen schwitzender Hände werden vom Plastik förmlich aufgesogen und lassen sich später kaum noch entfernen. Hier ein Trick: Die blaue Seite eines Radiergummis hilft, wo andere Mittel versagen.

Verschmutzungsgefahr!

Beim Powerbook findet sich nichts dergleichen. Das Alu saugt den Schweiß natürlich nicht, sondern lässt sich jederzeit mit einem feuchten Tuch wieder in den Neuzustand bringen. Allerdings hat auch das Alu-Gehäuse ein dunkles Geheimnis: Hin und wieder kommt es zu dunklen Flecken auf der Handablage, das Powerbook korrodiert. Das hat etwas mit Quecksilber zu tun, auf das Aluminium extrem stark reagiert. Wie das Quecksilber allerdings in den Schweiß des Notebook-Nutzers kommt, ist rätselhaft. Es wird vermutet, dass Amalgam-Plomben in den Zähnen damit zu tun haben. Normalerweise sollte das Powerbook aber nicht korrodieren, die Alu-Haut ist schick und robust und die wenigsten Plomben dünsten Quecksilber in solch rauen Mengen in den Stoffwechsel des Benutzers aus.

Doch wie machen sich die Rechner im Betrieb? Beim gleichzeitigen einschalten machen beide eine gute Figur. Das Powerbook macht keinen Mucks, einzig die Festplatte surrt leise vor sich hin. Das gleiche beim iBook, auch hier ist kein Lüfter zu hören. Seine Festplatte allerdings wirkt lauter, vermutlich hat sie im Plastikgehäuse des iBook mehr Resonanzraum. Oder Apple hat auf gewisse Dämmungen verzichtet. So oder so muss man bei beiden Rechnern schon genau hinhören, um im normalen Betrieb ein Geräusch wahrzunehmen. Doch es gibt auch Ausnahmen: Die Combo-Laufwerke von Toshiba und Fujitsu sind alles andere als leise. Und natürlich die Lüfter, die bei drohendem Hitzekoller anspringen und sich wieder ausschalten, wenn die Feuergefahr abgewendet ist. Das Surren ist allerdings nicht besonders laut, verglichen mit vielen Rechnern der PC-Konkurrenz.

Powerbook: Sieger im Geschwindkeitstest

Beim gleichzeitigen Start hängt das Powerbook das iBook erwartungsgemäß um einige Sekunden ab. Der Unterschied ist allerdings zu gering, um tatsächlich auf die höhere Prozessorleistung zurückzuführen zu sein. Vielmehr ist Mac OS X als Unix-System auf viel RAM und einen schnellen Systembus angewiesen. Letzteren liefert das Powerbook, das iBook fällt zurück, was sich auch im normalen Betrieb bemerkbar macht: Das Powerbook wirkt insgesamt "smoother" und runder. Allerdings nur bei Funktionen, die nicht besonders grafiklastig sind - hier hat das iBook mit seiner moderneren Grafikkarte die Nase vorn, der Vorteil wird aber mangels Grafik-Speicher schnell zunichte gemacht.

Apropos Grafik: Natürlich sind die Grafikkarten beider Geräte nicht die modernsten, dafür sparen sie Strom und sind für Notebook-Grafikkarten recht leistungsfähig. Das haben sie auch dem speziellen DDR-RAM zu verdanken: Andere Notebooks setzen an dieser Stelle auf billige Chipsatz-Grafik mit Shared Memory. Das bringt natürlich keine Performance, wodurch sich besonders das iBook in seiner Preisklasse stark von der Konkurrenz vom Discounter abhebt.

Miese Displays

Ein klassisches Manko des iBooks ist das miese Display. Nicht nur, dass es starke Helligkeitsunterschiede aufweist, nein: Auch die Schärfe ist nicht besonders, von der Leuchtkraft einmal ganz zu schweigen. Das iBook-Display braucht nach dem Anschalten fast 5 Minuten, um tüchtig zu leuchten und ist selbst dann dunker als das Display des Powerbook. Das ist nämlich, entgegen aller Erwartungen, hochwertiger als das des iBooks. Es leuchtet besser, ist kontrastreicher und schärfer.

Die Unterschiede sind zwar auch für Laien sichtbar, gigantisch sind sie aber nicht: Gerade die beim iBook oft geschmähte Blickwinkel-Abhängigkeit ist beim Powerbook ähnlich auffällig. Hier hilft nur der Blick in Richtung 15"-Powerbook, dessen Bildschirm um Längen besser ist. Es ist ohnehin rätselhaft, wieso Apple in seinen 12"-Modellen noch keine hochauflösenden Displays mit 1280er-Auflösung verbaut, diese würden gerade dem Powerbook viel besser stehen als die schwächliche 1024er-Auflösung, in der selbst Websurfen manchmal zur Tortur wird.

Display: Splitten oder Spiegeln?

An dieser Stelle kommt ein großer Vorzug des Powerbook zum Tragen: An einen externen Monitor angeschlossen, kann das Book im Dual-Screen-Modus betrieben werden. Man kann das Powerbook also problemlos an einen 21"-Bildschirm klemmen und dort mit einer 1600er-Auflösung betreiben. Das iBook hat diese Option nicht: Alles, was es kann, ist Spiegeln. Und deshalb erscheint auch auf riesigen Bildschirmen nicht mehr als eine 1024er-Auflösung.

An dieser Stelle kann allerdings ein Hack aushelfen: Der Screen Spanning Doctor schaltet auf dem iBook die Funktionen frei, die von Apple gesperrt wurden. Damit kann dann auch das iBook Dual-Screenen und, was noch interessanter ist: Im Clam-Shell-Modus betrieben werden, also mit geschlossenem Deckel. Allerdings könnte das zu Hitzeproblemen führen, während die Alu-Haut des Powerbook für die rechte Hitzeableitung sorgt, ist das iBook trotz seiner fast identischen Kontruktion im Nachteil.

iBook: Kein Musiker

Und ein weiterer Nachteil: Das iBook besitzt keinen Audio-Eingang. Zwar haben iBook wie Powerbook ein eingebautes Mikrophon, doch das kann nur für einfachste Zwecke, zum Beispiel den Audio-Chat unterwegs, dienen. Alles andere wäre vermessen. Podcasting ist mit diesem Mikrofon zwar möglich, die Qualität lässt aber zu wünschen übrig. An dieser Stelle kommt der Audio-Eingang zum Tragen: Per Mini-Klinke lassen sich "ordentliche" Aufnahmegeräte anschließen, zum Beispiel DAT- oder MD-Player. Außerdem können mittels Line-In und Stereo-Anlage alte Kassetten oder Platten digitalisiert werden, alles Einsatzzwecke, die dem iBook-Besitzer nur mit teurer Zusatz-Hardware möglich sind. Wer allerdings ohnehin nicht mit Tondokumenten hantiert, wird ohne Line-In nichts vermissen. Der Line-Out hingegen rettet bei beiden Rechnern über die miesen internen Boxen hinweg.

Freilich ist ein Notebook für den mobilen Einsatz ausgelegt. Gerade die 12-Zoll-Linien sind hypermobil und eigentlich nicht als Desktop-Ersatz gedacht. An dieser Stelle machen aber beide Books auch keine besonders gute Figur, was vor allen Dingen mit dem kleinen Display zusammenhängt, das bei längerem Einsatz einfach nicht gut für die Augen ist. Dafür hat Apple Wert darauf gelegt, die Tastaturen ergonomisch zu gestalten. Und tatsächlich: Für diese Größenkategorie finden sich sowohl an iBook, als auch an Powerbook. einzigartig große und griffige Tasten.

iBook: Apples Duracell-Hase

Das wichtigste bei Notebooks ist natürlich der Akku. Wie lange hält er bei welchen Anwendungen? Und was hält die Praxis, was die Prospekte versprechen? Zuallererst: Apples Notebooks haben allesamt recht hohe Akku-Laufzeiten und auch die Lebensdauer der Akkus kann sich sehen lassen. Ein besonders intelligentes Power-Management sorgt dafür, dass der Akku auch bei wochenlangem Netzbetrieb keinen Schaden nimmt.

Doch wie lange halten die Akkus? Bei voll aufgeladenen Energiespeichern und der Energie-Einstellung "Längere Batterielaufzeit" trumpft das iBook tatsächlich mit Werten von rund 6,5 Stunden auf, selbstberechnet, versteht sich. Das Powerbook ist da weniger genügsam: Mehr als 4,5 Stunden werden normalerweise nicht angezeigt. Doch wie kommt diese Differenz zustande, obwohl beide Rechner kaum Unterschiede in den Leistungsdaten haben? Beide Akkus leisten 10,8 Volt, eine Angabe der Volt- und Miliampere-Stunden fehlt. Dennoch: Der Powerbook-Wert scheint realistischer. Beide Rechner halten im Betrieb, also bei normaler Benutzung und voll aufgedrehter Leistung und Bildschirm-Beleuchtung im Betrieb rund zwei bis drei Stunden durch, ein wesentlicher Unterschied war nicht erkennbar. Wird allerdings der Prozessor gebremst und die Beleuchtung heruntergedreht, hält das iBook länger durch: Satte 5 Stunden sind bei reiner Surf- und Schreib-Nutzung drin, während das Powerbook nach rund vier Stunden versagte.

Powerbook: Schnell, schneller, Akku leeeeeeeer

Der Trick mit dem Strom ist vor allen Dingen von der Beleuchtung des Bildschirms abhängig. Hier ist zu vermuten, dass das iBook schlicht über den zwar schlechteren, dafür aber auch sparsameren Bildschirm verfügt. Die Akku-Laufzeit lässt sich durch zusätzlichen Arbeitsspeicher strecken, da auf diese Weise Festplatten-Zugriffe reduziert werden. Beiden Rechnern sind 512 MB Arbeitsspeicher auf die Platine gelötet, ein einzelner Speicher-Slot erlaubt die Aufnahme von einem weiteren Gigabyte. 1,5 Gigabyte reichen sogar unter Mac OS X recht gut aus, zumal die Prozessorleistung der beiden Notebooks ohnehin keine gigantische Sprünge erlaubt.

Ein Faktor, der oft vernachlässigt wird, ist freilich die Ausstattung. Verglichen mit anderen Notebooks aus dem PC-Lager ist die Ausstattung dürftig. Kein DVB-T, kein DVD-Brenner, kein PCMCIA, das versetzt beide Apple-Notebooks in einen strategischen Nachteil. Wenigstens beim Powerbook lässt sich aber eine Version mit Superdrive ordern - die hat dann auch direkt eine größere Platte, kostet aber auch satte 200 Euro mehr. Das iBook hingegen muss bis auf weiteres mit Combo-Laufwerk auskommen, es sei denn, man greift zur 14"-Variante. Die allerdings verspielt den Vorteil der Kompaktheit völlig.

Mac OS X oder: wie ich einen Rechner bremse

Betrieben werden beide Rechner von Apples Betriebssystem Mac OS X "Tiger". System und ein dicker Packen Software liegen beiden Rechnern bei. Die Unix-Umgebung ist flott und bunt, aber auch überaus speicherintensiv. Da sind die eingebauten 512 Megabyte RAM recht bald erschöpft, besonders, wenn mit speicherintensiven Applikationen wie der iLife-Suite oder Adobes Photoshop hantiert wird. Beim Einsatz solcher Programme machen sich der breitere Systembus und die schnellere Festplatte des Powerbooks bezahlt: Dort funktioniert alles recht flott, während iBook-Nutzer öfter das Gefühl haben dürften, dass der Rechner eine Pause einlegt.

Unterstrichen wird das durch das "Glücksrad des Todes", das der Windows-Sanduhr entspricht. Interessanterweise scheint dieses subjektive Langsamkeit tatsächlich nicht vom Prozessor, sondern von der Festplatte abzuhängen: Betreibt man das iBook mit einer externen Festplatte mit 5400 oder sogar 7200 Umdrehungen, sind auch die Denkpausen Geschichte. Hier scheint Apple absichtlich eine "Bremse" eingebaut zu haben, um dem Powerbook nicht zu viel Konkurrenz zu machen.

Apple-Spielereien allerorten

Natürlich müssen weder iBook-, noch Powerbook-Nutzer auf den gewohnten Apple-Stil verzichten: Lädt der Laptop, leuchtet eine Diode am Netzstecker rot, ist er geladen, schaltet sie auf grün. Am Akku beider Rechner befindet sich ein "Stromtester", der auch bei ausgeschaltetem Rechner zeigt, wie fit der Akku ist. Wird der Rechner angeschaltet, leuchtet der Apfel auf der Rückseite des Displays und zeigt den Mitmenschen in Bahn und Flughafen-Halle, dass man zur coolen Lifestyle-Fraktion der Apple-Benutzer gehört. Wem das nicht passt, kann den Apfel aber auch beherzt mit einem Stück Isolierband abkleben. Das sieht dann zwar albern aus, dadurch sind Power- und iBook aber nur noch für Kenner von normalen PCs zu unterscheiden. Übrigens eine gängige Praxis in Werbespots und -anzeigen. Einfach mal drauf achten.

Insgesamt ist das Powerbook erwartungsgemäß der überzeugendere Rechner. Trotz des ähnlichen Designs wirkt das Powerbook wesentlich hochwertiger als das iBook, was mit der Material-Wahl zusammenhängt. Doch auch das Innenleben des Powerbooks ist hochwertiger, die Komponenten wirken sauberer aufeinander abgestimmt und bremsen sich nicht gegenseitig, wie das beim iBook manchmal der Fall ist. Insgesamt scheint das Powerbook besser durchkonstruiert, allerdings ist es im strengen Sinne kein Powerbook, sondern ein "Edel-iBook". Apples Powerbook-Linie zeichnet sich nämlich sonst vor allen Dingen durch hohe Geschwindigkeit und Erweiterbarkeit. Gegen den großen 15"-Bruder sieht das 12"-Powerbook jedoch ziemlich alt aus.

Fazit: Kein echter Sieger

Apropos: In Sachen Erweiterbarkeit schenken sich iBook und Powerbook nichts. Bis auf einen RAM-Riegel lässt sich nichts intern nachrüsten. Das ist aber nicht weiter schade, sind die Rechner doch ab Werk bereits ordentlich ausgestattet. Und falls doch mal eine Erweiterung benötigt wird, helfen USB und Firewire. Übrigens wird letztere empfohlen, hat iBook über USB 2.0 doch offensichtlich Probleme mit der Stromversorgung. Ein iPod shuffle wurde einfach nicht voll aufgeladen, trotz mehrerer Stunden am Gerät.

Beide Rechner sind kompakt und schick, allerdings ist der Unterschied zwischen Powerbook und iBook 12" zu gering, um ein schlagendes Argument für den Kauf des Powerbooks zu sein. Die rund 360 Euro Preisunterschied sind dennoch gut angelegt. Der Unterschied ist nicht die Größe, sondern die Qualität. Und die schlägt sich im Wiederverkaufswert nieder. So gehen gebrauchte Powerbooks bei Ebay meist für weit über 1000 Euro über den Ladentisch, während fast identische iBooks nach einem Jahr kaum die Hälfte des aktuellen Neupreises erreichen. Zurecht, geben iBooks doch schon nach wenigen Jahren oft ein Bild des Jammers ab. Powerbooks hingegen halten mit ein bisschen Pflege fast ewig, sofern sich kein Hardware-Defekt einschleicht. Wer also einen Begleiter für mehr als zwei Jahre sucht, sollte zum Powerbook greifen.

Das Powerbook wirkt "runder"

Insgesamt sei jedem Anwender, der Wert auf Qualität legt, das Powerbook ans Herz gelegt, auch aufgrund der zwar kleinen, aber dann doch wichtigen Extras wie Line-In und Dual-Screen-Modus. Das iBook ist eher ein Einstiegs- oder Zweitrechner, wohingegen das Powerbook mit einem externen Bildschirm auch als einziger Rechner auf dem Schreibtisch eine gute Figur macht. Bis zum erscheinen des mac mini war das iBook übrigens Apples Einstiegsrechner, was die etwas schwache Qualitätsanmutung erklären könnte.

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Kommentare: Apple-Notebooks im Test: iBook vs. Powerbook (3)

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Hyperactiveman
21.09.05 16:25

Zitat:

Gerade die 12-Zoll-Linien sind hypermobil und eigentlich nicht als Desktop-Ersatz gedacht.



Hiermit beanspruche ich mein Copyright-Recht auf das Wort hypermobil (c). Die Bezahlung geht an paypal@bsefaelle.de


Tweek
21.09.05 18:08

*LOL*

Nicht ernst nehmen ;-)


jack
09.05.06 14:55

was ein idiot


(3) Kommentare

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