Welche Methoden klappen und was rechtlich erlaubt ist

Frei aufgespielt: DRM entfernen legal und kostenlos

Frei aufgespielt: DRM entfernen legal und kostenlos Auch wenn seit Jahren behauptet wird, das Digital Rights Management liege im Sterben, bringen nach wie vor Online-Shops ihre Inhalte DRM-geschützt auf den Markt. Netzwelt zeigt, mit welcher Software Sie legal und am bequemsten DRM entfernen.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1DRM auf dem Abstellgleis
  2. 2Rechtliches: Was ist erlaubt?
  3. 3Kontrolle ist besser
  4. 4Möglichkeit 1: Brennen und Rippen
  5. 5Möglichkeit 2: Analoge Kopie mit No23 Recorder
  6. 6Möglichkeit 3: Tunebite und Digital Media Converter
  7. 7Komfortabel vs. kostenlos

DRM auf dem Abstellgleis

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Grundsätzlich kann der Besitzer eines Lieds oder Videos damit machen, was er will: Vervielfältigen, Brennen und das Kopieren auf den tragbaren MP3-Player sind normalerweise problemlos möglich. Den Rechteinhabern mundet das allerdings weniger: Zu groß war und ist die Angst vor illegaler Verbreitung und ausbleibenden Einnahmen.

Um die digitalen Medienformate zu kontrollieren, beschneidet das Digital Rights Management (DRM) die Rechte des Besitzers. Zum Abspielen auf dem Computer muss dieser spezielle Lizenzen erwerben und ist wegen des Formates oft an bestimmte Programme gebunden. Das Kopieren oder Brennen der Dateien ist in den meisten Fällen limitiert oder gänzlich verboten.

Durch DRM entspricht das erworbene Produkt jedoch häufig nicht mehr den Vorstellungen des Besitzers, der mit seinen legal erworbenen Medieninhalten auch gerne anstellen möchte, was er für richtig hält. Schnell kamen daher Methoden in Umlauf, welche das DRM umgehen oder knacken konnten.

Rechtliches: Was ist erlaubt?

RA Wachs
Der Hamburger Anwalt Dr. Alexander Wachs istspezialisiert auf Medien- und Urheberrecht.

Wichtig ist beim Entfernen von DRM die rechtliche Seite, denn nur bei ganz bestimmten Verfahren bewegt sich der Freund freier Musik auf sicherem Terrain. Anwalt Alexander Wachs macht deutlich: "Mit dem Computer eine analoge Kopie des DRM-geschützten Liedes zu erstellen ist erlaubt, weil dabei kein wirksamer Kopierschutz im Sinne des Urheberrechtsgesetzes umgangen wird."

Man spricht hierbei auch von der analogen Lücke, die bereits das Mitschneiden von Radio oder CD auf Kassette rechtlich unbedenklich machte. Beim Brennen der geschützten Titel auf eine CD und anschließendem Rippen zum Aushebeln von DRM ist laut Wachs aber mehr zu beachten: "Hier müsste im Einzelfall in den Vertragsbedingungen geprüft werden, ob der Anbieter das Rekodieren von Audio-CDs in MP3s eventuell verbietet."

Ein entsprechender Hinweis findet sich jedoch beispielsweise bei Apple nicht. Laut iTunes Store darf der Nutzer die "[...] gekaufte Musik für den persönlichen Gebrauch auf eine beliebige Anzahl von CDs brennen", von Folgeverpflichtungen ist keine Rede. Weiter heißt es in den Dienstleistungsbedingungen: "Eine CD, auf die Sie Produkte gebrannt haben, dürfen Sie in der gleichen Weise nutzen wie eine CD, die Sie im Geschäft gekauft haben, und zwar nach Maßgabe des deutschen Urheberrechts."



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