Kleiner USB-Stick mit Display
Zielgruppe Sportler: iRiver T20 im Test
Michael Knott
Da die Tasten eine Linie mit dem restlichen Gehäuse bilden erfordert die Bedienung ein wenig Gewöhnung. Die sechs Tasten haben keinen klaren Druckpunkt, und fühlen sich daher recht schwammig an. Der Schalter zur Tastensperre sitzt über dem vierzeiligen, blau beleuchteten Display, und verhakt sich gerne mal. Auf der anderen Seite der Anzeige befindet sich eine kleine Mikrofon-Öffnung. Das aufmerksame Auge entdeckt neben dem Kopfhörereingang noch einen Line-In-Anschluss. Über diesen können exteren Quellen wie Kassettendeck oder CD-Player dem iRiver zuspielen.
Schließt man den T20 über den integrierten USB-2.0-Anschluss an den Rechner an, können Daten wie gewohnt den Speicherort wechseln. Nur Musik lässt sich per drag and drop aus dem Explorer auf diese Art und Weise nicht kopieren. Hierfür benötigt der Testkandidat den Windows Media Player 10. Wer Microsofts Jukebox nicht bereits schon auf dem Rechner installiert hat, findet sie auf den Seiten von Microsoft, oder auf der beiliegenden iRiver-CD.
Bedienung
Die Steuerung des T20 ist einfach und übersichtlich. Ein Extra-Drücker führt in das Menü, durch das man sich mit Hilfe der Navigationstasten hangeln kann. Das auf dem T20 gespeicherte Liedgut wird in der selben Ordnerstruktur angezeigt, die auch im Explorer auf dem Rechner hinterlegt wurde. Einzelne Lieder können wiederholt oder in zufälliger Reihenfolge abgespielt werden. Auch lassen sich komplette Ordner wiederholen, oder einzelne Tracks kurz anspielen. Interessant für Hörspiele oder Sprachkurse ist die Möglichkeit die Wiedergabegeschwindigkeit zu beeinflussen.
Wiedergabelisten lassen sich nicht erstellen, sondern müssen auf dem Rechner bearbeitet und mit dem T20 synchronisiert werden. Einzelne Dateien können dafür direkt vom iRiver aus gelöscht werden. Auch sehr praktisch ist die "Resume-Funktion". Schaltet man den Player aus, startet er beim nächsten Einschalten an der gleichen Stelle an der unterbrochen wurde. Eine Möglichkeit bestimmte Stellen in Tracks dauerhaft zu markieren, bietet der T20 nicht.
Klang
Auch wenn die Optik der mitgelieferten Kopfhörer kritikwürdig ist, den Klang den sie schließlich liefern geht in Ordnung. Lässt man alle Equalizereinstellungen außen vor, fällt vor allem der fehlende Tiefgang auf. Die Höhen spielen sich allzu deutlich in den Vordergrund, von den Bässen ist fast überhaupt nichts zu hören. Aber ein paar Klicks an den richtigen Stellen, und der iRiver klingt wie ein richtig guter Flash-Player. Schön zu wissen das der Hersteller sich in diesem Punkt alter Tugenden besinnt.
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