Drei Damen wollen kein Geld an die RIAA zahlen
Mütter vs. Musikindustrie
Filesharing
Das einzige, was die RIAA der Mutter derzeit vorwerfen kann, ist das Vorhandensein eines "Shared"-Ordners auf ihrer Festplatte, und das reicht laut Santangelo-Anwalt Ray Beckerman nicht für ein Urteil gegen die Frau. Ein installierter P2P-Client ist nicht illegal, und dass Patricia Santangelo Dateien getauscht hat, kann die RIAA ihr wahrscheinlich nicht nachweisen.
Neben der Sympatie zahlreicher Filesharer und auch vieler US-amerikanischer Medien, deutete auch die Richterin Colleen McMahon an, dass sie Santangelo verstehen könne. McMahon hat ebenfalls Kinder und bemerkte in der ersten Verhandlung, dass auch sie ständig befürchte, dass Dinge, die ihre Kinder anstellen, auf sie zurückfallen könnten.
Weitere Mütter gegen RIAA
Ermutigt von der Medienpräsenz um den Santangelo-Prozess haben jetzt auch zwei weitere Mütter der Musikindustrie den Kampf angesagt. Dawnell Leadbetter aus Seattle und Tanya Andersen aus Oregon stecken derzeit in einer ähnlichen Situation wie Patricia Santangelo - sie bekamen ebenfalls Post von der RIAA und wollen keinen Schadensersatz zahlen.
Welche Auswirkungen ein oder mehrere gewonnene Prozesse gegen die Musikindustrie haben könnten, ist schwer abzusehen. Die RIAA ist bei ihren Klagewellen nicht gerade bekannt dafür, sehr sorgsam nach ihren Opfern zu recherchieren. So wurde bereits ein zwölfjähriges Mädchen sogar eine längst verstorbene Frau von der RIAA angeblich des Filesharings überführt. Vielleicht bewirken die Mütter vs. RIAA-Prozesse in den USA ja wenigstens eine bessere Vorbereitung der Klagen.
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