iBook geschlachtet

Mac-Modding: iMac im Eigenbau

Das iBook von Apple ist ein beliebtes und robustes Notebook. Aufgrund seiner Robustheit wird es von seinen Besitzern allerdings auch entsprechend behandelt und sieht nach drei Jahren im Einsatz oft aus, als wäre es im Handgepäck von südamerikanischen Guerilla-Kriegern mitgeführt worden. Verkäuflich ist solch ein iBook nicht mehr, auch wenn es meist noch läuft. Wohin also mit dem alten Notebook? Ein amerikanischer Bastler hat eine Lösung gefunden und einfach einen iMac aus dem iBook gebastelt.

iMac G3, neue Revision

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Klebespaß für iBook-Hasser
  2. 2Elegantes Ergebnis
  3. 3Schwache Komponenten
  4. 4Surf-Terminal, Media-Hub und digitaler Bilderrahmen

Nach dem Bericht auf MacMod.com war die Anschaffung eines neuen iBooks der Grund für Tom Mordasky, das iBook-iMac-Projekt in Angriff zu nehmen. Zum Wegwerfen zu schade, zum Verschenken zu wertvoll und zu kaputt, um ordentlich genutzt zu werden, wäre das Gerät vermutlich ohnehin in irgendeiner Schublade verschwunden. Das Risiko eines unwiederbringlichen Verlusts war also gering, sodass sich Mordasky sorgenfrei an das Bastel-Projekt wagen konnte.

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Klebespaß für iBook-Hasser

Der erste Schritt war die Bearbeitung des Gehäuses. Nachdem er das iBook auseinander montiert hatte, musste aus dem Notebook-Gehäuse eine iMac-ähnliche Hülle entstehen. Zu diesem Zweck klebte er einfach das Display-Gehäuse auf die Oberseite des Rechnergehäuses, also beim Notebook dorthin, wo die Tastatur saß. Die hat Mordasky freilich vorher entfernt, genau wie das Trackpad. Um die Kabel sauber in den Rechner führen zu können, musste er ein Loch in beide Gehäuseteile sägen.

Durch die Klebe-Aktion wurde natürlich der Power-Button unbrauchbar. Der befindet sich beim iBook nämlich an der Oberseite. Mordasky löste das Problem geschickt: Da der Rechner als Desktop betrieben werden sollte, wurde einfach der Akku herausgenommen. Der Platz reichte völlig aus, um Powerbutton und Power-LED anzubringen, das entstandene Loch wurde ein Gehäuseteil eines defekten Akkus gefüllt. Als Klebstoff und Füllmaterial diente Epoxydharz.

Elegantes Ergebnis

Nach der ganzen Kleberei wurde das iBook wieder zusammengeschraubt, über das Display wurde eine Plexiglas-Platte geschraubt. Ein Standfuß der klassischen Apple-Displays wurde als Stütze umfunktioniert. Das Ergebnis ist auf den Bildern zu erkennen: Heraus kam ein besonders stylischer Selfmade-iMac, dessen Design es durchaus mit originalen Apple-Produkten aufnehmen kann. Natürlich würde eine Detailansicht den ein oder anderen Konzeptfehler aufzeigen, so allerdings kann sich jeder an der Eleganz des Schrauberei-Ergebnisses erfreuen.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Apple iMac hier.

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