Spiele auf dem Mac: Qualität hat Vorrang

Spielen mit dem Mac: Einfach schön

Leistungsmässig hinterher

Bleibt das Argument der Rechenleistung. Und tatsächlich kann man hier keine Quantensprünge verlangen, ein Gigahertz sind ein Gigahertz, auch mit einem PowerPC-Prozessor. Da ist dann auch nicht sonderlich hilfreich, wenn die verbaute Grafikkarte der vorletzten Generation angehört - hier müsste Apple mal ein wenig mehr Wert auf Performance legen und den Apple-Aufschlag in geringfügig bessere Grafikkarten investieren. Zur Zeit hängen die Macs leistungsmässig hinterher, mit den ersten Intel-Macs wird sich das ändern.

Dennoch: Bei gleicher Taktzahl laufen Spiele auf dem Mac oft besser als auf dem PC - sofern der Arbeitsspeicher stimmt. Als Unix-System geht Mac OS X nämlich stark auf den Arbeitsspeicher, während der Prozessor relativ entlastet werden kann. Die intelligente Verwaltung von Speicher und Rechenzeit bei OS X hilft ebenfalls weiter. So lassen sich problemlos Anwendungen im Hintergrund ausführen, während das Spiel läuft und wenn es gut programmiert ist, kann es sogar ins Dock verkleinert werden.

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Keine Schrott-Spiele

Natürlich ist der Spielemarkt für den Mac mangels drittklassiger Titel im Stil von "Sven Bømwøllen" oder anderen Spielen, wie sie auf Bild.de beworben werden, wesentlich kleiner. Dafür zeichnet er sich durch Qualität aus. Und das hat auch Vorteile. Dem Macuser wird es beispielsweise erspart, sich mit diesen schlechten Titeln überhaupt auseinander zu setzen, weil er sie versehentlich gekauft hat.

Grabbeltische für 5-Euro-Spiele gibt es in der Mac-Community nicht. Der Nachteil: Spiele bleiben recht lange recht teuer, weil die scharfe Konkurrenz fehlt. So kostet ein Monkey Island 4 bei Gravis immer noch rund 25 Euro, während es für PC-Plattformen nur noch in Compilations zu haben ist. Ebenfalls dazuzurechnen ist der Fakt, dass sich kaum Spiele-Raubkopien für den Mac in Tauschbörsen finden. Der Vorteil, der sich daraus ergibt, ist dafür ein ebenfalls hoher Wiederverkaufswert. Und so gehen Mac-Spiele bei Ebay oft für den Neupreis raus.

Insgesamt ist Spielen auf dem Mac aber einfacher geworden. Dank des Erfolgs von iMac, mac mini und Co. sind Apple-Spiele für die Hersteller wieder ein lohnendes Geschäft. Die Zahl der Titel nimmt rapide zu, viele Unternehmen greifen bereits zur Blizzard-Strategie und liefern Hybrid-Versionen aus. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Die Umsetzung erfolgt ausschließlich bei international erfolgreichen Titeln. Nur in Deutschland erfolgreiche Titel aus deutschen Landen, wie beispielsweise Anno 1503, werden leider selten portiert.

Dennoch: Gerade auf dem Mac ist Spielen wirklich das, was es sein soll: Kurzweil. Während auf dem PC fehlerhafte DirectX-Versionen, Grafikkarten-Treiber und Netzwerk-Einstellungen schon fast standardisiert Probleme bereiten, sind Macnutzer gegen diese Krankheiten der Windows-Welt gefeit. Es gibt kein DirectX, die nicht immer neuesten Treiber liefert Apple und die Netzwerk-Einrichtung ist, verglichen mit Windows, ein Kinderspiel. Spielen auf dem Mac kann sich also durchaus lohnen, solange man keinen Wert darauf legt, immer das aktuellste zu haben. Doch mal im Ernst: Die wahren Klassiker sind doch die, die auch nach Jahren noch gepflegt werden, so wie Warcraft.

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