Kuro-Chefs müssen für bis zu drei Jahre in den Bau
Taiwan verurteilt P2P-Anbieter zu Gefängnis
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Ein taiwanesisches Gericht hat am Freitag die Betreiber der Tauschbörse Kuro zu Gefängnisstrafen von bis zu drei Jahren verurteilt. Ein Nutzer der Tauschbörse muss sechs Monate hinter Gitter. Die Phonoindustrie-Vereinigung IFPI feiert das Urteil, Kuro will in Berufung gehen.
Kuros Vorstandsvorsitzender Chen Sou-Teng wurde vom Gericht zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. CEO James Chen und Präsident Chen Kuo-Hisung müssen für drei Jahre ins Gefängnis. Auf die drei kommen zudem Geldstrafen in Höhe von jeweils rund 74.000 Euro zu. Das Gericht entschied, dass Kuro seine Nutzer mit Werbung zum illegalen Download von Musik verleitet habe. Kuros Angestellte hätten zudem CDs gerippt und über das eigene P2P-Netzwerk verbreitet.
Weltweit Niederlagen für Tauschbörsen
Die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) feierte das Urteil als "gute Nachricht für Künstler und die Musikindustrie". Kuros Verurteilung, das Kazaa-Urteil, die Niederlage der Tauschbörse Morpheus vor dem obersten Gerichthof der USA und die einstweilige Verfügung gegen den koreanischen P2P-Anbieter Soribada zeigten, dass Tauschbörsen weltweit illegal seien.
Im Recht sehen sich allerdings auch die verurteilten Kuro-Betreiber. Sie haben bereits angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Ihre Tauschbörse wollen sie zudem weiter betreiben. Ganz chancenlos ist die Berufung offenbar nicht: So urteilte ein lokales Gericht Anfang Juli, dass Kuro-Konkurrent EZPeer nicht für die Sünden seiner Nutzer verantwortlich gemacht werden kann.
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