RSF wirft Yahoo "begeisterte Zusammenarbeit" mit den chinesischen Behörden vor

Internet & Netzwelt: Yahoo soll chinesischen Journalisten verraten haben

Yahoo soll laut Auskunft der Organisation Reporter ohne Grenzen (Reporters sans frontières, RSF) einen kritischen chinesischen Journalisten an die Polizei verraten haben und so dazu beigetragen haben, dass der Journalist nun für zehn Jahre hinter Gitter kommt. Yahoo äußerte sich nicht zu den Vorwürfen.

Die chinesische Polizei beschuldigt den Journalisten Shi Tao, geheime Informationen weitergegeben zu haben. Er soll eine Anweisung an ausländische Medien weiter verschickt haben, in der die chinesische Regierung davor warnte, wegen zu befürchtender Unruhen an das Massaker auf dem Tiananmen-Platz 1989 zu erinnern. Tao hatte zugegeben, das Dokument verschickt zu haben, erkannte jedoch nicht an, dass es geheim sei. Erst durch die Mitarbeit von Yahoo sei es der Polizei möglich gewesen, das Dokument mit der E-Mail-Adresse von Tao zu verbinden, so der RSF.

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Koalition der Willigen: Google, MSN und jetzt auch Yahoo

Damit reiht sich Yahoo nahtlos in die Reihe mit Google und MSN ein, die wohl aus geschäftlichen Interessen Zensur in Kauf nehmen, obwohl das auf dem US-amerikanischen Heimatmarkt sehr verpönt ist. Google und MSN sind in der Vergangenheit dem wahnhaften Kontroll- und Zensurzwang der chinesischen Regierung allzu beflissen nachgekommen.

Die drei großen Suchmaschinenbetreiber versuchen so, einen möglichst großen Teil vom chinesischen Internet-Kuchen abzubekommen. Dabei müssen sie sich wohl der Regierung anbiedern, um nicht am Ende ganz außen vor zu sein. Das Nachsehen hat das chinesische Volk, das dann ausgerechnet von amerikanischen Firmen mit gesiebten Informationen beliefert wird.

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 7 Beiträge

Das denke ich auch .Ich hoffe das er die Nächte nicht schlafen kann und das er die Kohle die er erhofft, nicht bekommt

ihm soll das selbe wiederfahren

Der soll die nächsten zehn Jahre nur sehr, sehr unruhig schlafen!

Ich finde es auch schade, dass Google, MSN und auch Yahoo nicht genug Mumm haben, die Sache in China besser zu lösen. Aber es lockt halt das große Geld.

das ist ja genau das problem: in china gibt es keine presse- oder gar meinungsfreiheit als grundrecht.

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